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2G+-Regelung für Fitnessstudios gilt doch – Landesregierung greift ein

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Von: Oliver Schmitz

Maske, Abstand, Impfung und negativer Test: In vielen Fitnessstudios in Deutschland gilt die 2Gplus-Regel.
Die Corona-Regeln für Fitnessstudios in NRW waren laut Gericht zu unklar formuliert. (Symbolbild) © AAP/imago

Doch keine Corona-Lockerung für Fitnessstudios in NRW. Nachdem ein Gericht die 2G+-Regelung für Sport in Innenräumen gekippt hatte, hat die Landesregierung nachgebessert.

Münster – In Nordrhein-Westfalen ist die 2G+-Regel für den Sport in Innenräumen letztlich nur für kürze Zeit ausgesetzt worden. Die NRW-Landesregierung hat nach dem Urteil des Oberverwaltungsgericht (OVG) ihre neue Corona-Schutzverordnung umgehend präzisiert.

Das Gericht in Münster hatte sich am Dienstag (8. Februar) dafür entschieden hatte, die Corona-Regel in der vorherigen Fassung zu kippen. Damit war einem Eilantrag eines Fitnessstudiobetreibers aus Bochum stattgegeben worden. Deshalb galt zwischenzeitlich für Sporteinrichtungen im öffentlichen Raum, wozu auch Fitnessstudios zählen, nur noch die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Der Beschluss war nicht anfechtbar.

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Entsprechend den gerichtlichen Hinweisen ist in der aktualisierten Fassung nicht nur die gemeinsame, sondern ausdrücklich auch die gleichzeitige Sportausübung in Innenräumen der 2G+-Regelung unterworfen. Praktisch ändert sich durch die Präzisierung allerdings nichts: Damit wurde nur eindeutig geklärt, dass etwa auch die zeitgleiche Sportausübung von Einzelpersonen in einem Fitness-Studio der 2G+-Regelung unterliegt.

Damit nützt der kurz vor der Vorstellung der neuen Schutzverordnung errungene Erfolg seines Eilantrags dem Betreiber eines Fitness-Studios aus Bochum praktisch nichts: Statt die 2G+-Regelung zu kippen, hat die Landesregierung sie nun rechtssicher ausformuliert. Ende Dezember war die strengere Corona-Regel für Fitnessstudios in NRW eingeführt worden.

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Als Begründung gab der 13. Senat des OVG an, dass das Land die Zugangsbeschränkungen für den gemeinsamen Sport in Innenräumen unklar formuliert habe. Die Zugangsbeschränkung habe das Land an die gemeinsame Sportausübung in Innenräumen geknüpft und damit auch Menschen gemeint, die gleichzeitig ohne Verbindung zueinander in einem Raum Sport machen. Das trifft zum Beispiel auf Fitnessstudios zu.

Das Land hatte den gleichen Begriff beim gemeinsamen Sport im Freien, beispielsweise beim Vereinssport, mit der 2G-Regel anders gemeint. Das OVG kritisiert, dass die Bürger nicht verstehen können, wenn dem gleichen Begriff vom Land unterschiedliche Bedeutungen beigemessen werden. Damit habe das Land gegen das Gebot der Klarheit und Widerspruchsfreiheit bei gesetzlichen Regelungen verstoßen. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Unabhängig informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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