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Bombe in Münster entschärft – „Gefahrenabwehr erreichte Belastungsgrenze“

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Von: Oliver Schmitz

Die entschärfte Bombe ohne Zünder.
Die 250-Kilo-Bombe (Symbolbild). © Christian Schroedter / Imago

In Münster wurde eine Fliegerbombe im Hafen-Viertel gefunden. Das Impfzentrum im Jovel muss deshalb den Betrieb einstellen. Die Bombe wurde erfolgreich entschärft.

Münster – Am Nachmittag (15. Dezember) ist in Münster (NRW) eine amerikanische Fliegerbombe gefunden worden. Die Entschärfung fand noch am Mittwochabend statt. Die Bombe wurde gegen 19:40 Uhr erfolgreich entschärft. Durch die Evakuierung des Hafen-Viertels ist unter anderem auch die Impfstelle im „Jovel“ betroffen. Aufgrund der Sperrung wurden die ausgefallenen Impf-Termine verschoben.

Die Nina-Warn-App hatte ebenfalls ausgelöst. Der 250-Kilo-Blindgänger war gegen 15 Uhr bei Sondierungsarbeiten gefunden worden.

Bombe in Münster: Blindgänger erfolgreich entschärft

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) hat am Hafengrenzweg gegen 19:40 Uhr den Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Rund 120 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Wasserschutzpolizei, Hilfsorganisationen und vom KBD waren bis zum Abend im Einsatz, sorgten so für einen „reibungslosen Ablauf“, teilt die Stadt mit.

Aufgrund „mehrerer Parallelereignisse“ – wie etwa ein Verkehrsunfall mit Verletzten und einem Gefahrstoffeinsatz – sei es zudem notwendig gewesen, weitere Kräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge von Hilfsorganisationen aus Münster hinzuzuziehen. „Das Gesamtsystem der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr erreichte zwischenzeitlich die Belastungsgrenze“, so ein Sprecher der Feuerwehr in einer ersten Bilanz.

Fliegerbombe in Münster: Impfzentrum muss schließen – schon wieder

Für die Entschärfung der Bombe musste ein Bereich von 250 Metern um den Fundort am Hafengrenzweg evakuiert werden. Dies hat neben Firmen und Anwohnern auch die Impfstelle im „Jovel“ betroffen. Dort wurde der Betrieb bereits eingestellt. Die Corona-Impfungen sollen dort erst am Donnerstag (16. Dezember) fortgesetzt werden. Die ausgefallenen Termine können entweder am 16. Dezember oder kommende Woche vom 20. bis 23. Dezember nachgeholt werden, so die Stadt Münster.

Erst Anfang Dezember war im Hafen-Viertel in Münster bereits eine Bombe gefunden worden. Damals musste das Impfzentrum ebenfalls geschlossen werden.

Bombenfund Münster: Diese Straßen wurden evakuiert – Sperrungen wieder frei

Der Albersloher Weg wurde während der Evakuierung und Entschärfung zwischen Kanalbrücke nahe Wache 2 und dem Stadthaus 3 gesperrt. Die Umleitung ging über die Lippstädter Straße. Dennoch war dort mit „erheblichen Verkehrsbehinderungen“ zu rechnen.

Fliegerbombe in Münster: Anlaufstelle am Hafenvorplatz eingerichtet

Für die von der Evakuierung betroffenen Anwohner wurde am Hafenvorplatz (Albersloher Weg) eine Anlaufstelle eingerichtet. Dort wurde ein Betreuungszelt aufgebaut. Auf dem Gelände galt jedoch die 3G-Regel, weshalb Ungeimpfte für den Zutritt ein negatives Testergebnis benötigten. Wie die Stadt Münster angibt, nutzen nur wenige Personen das Betreuungszelt. (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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