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Flugzeug aus Leverkusen stürzt in Kroatien ab: Trauer um „sehr erfahrenen“ Piloten

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Ein Flugzeug aus Leverkusen stürzte beim Rückflug aus Kroatien ab. Vier Menschen sterben. Im Luftsportclub Bayer Leverkusen herrscht Trauer.

Update vom 31. Mai, 11:49 Uhr: Nach dem Flugzeugunglück, bei dem am 30. Mai eine aus Leverkusen stammende Maschine über Kroatien abstürzte, ist die Trauer um die vier Insassen groß. Der Pilot der Cessna, der mit drei Bekannten unterwegs war, war „ein sehr erfahrener Pilot“, wie Luftsportclub-Vereinsvorsitzender Reinhard Sablowski dem Leverkusener Anzeiger sagte. Der persönliche Einsatz und das Engagement der kroatischen Einsatzkräfte habe die Mitglieder des Luftsportclubs Bayer Leverkusen tief bewegt, erklärte er zudem. 

„Die Suche wurde durch starken Regen, Nebel und unwegsames Gelände erschwert. Dennoch haben die Einsatzkräfte auch am Abend nicht aufgegeben. Freiwillige Helfer aus der Zivilbevölkerung sind noch am Abend zu Fuß und mit Geländemotorrädern spontan auf die Suche gegangen, um Leben zu retten.“ Gegen 10:50 Uhr am 30. Mai entdecke eine Suchdrohne Flügel, Heck und Teile der Kabine südlich des Berges Bročanska Kosa. Alle vier Insassen konnten nur noch tot geborgen werden.

Kroatischer Bergrettungsdienst auf der Suche nach einem Cessna-Wrack bei Grabovica am 30. Mai, auf der anderen Seite Symbolbild einer Cessna 182 (Montage).
Der kroatische Bergrettungsdienst fand das Wrack der Cessna 182 (hier Symbolbild) am 30. Mai in der Nähe von Grabovica (IDZRW-Montage). © Raminder Pal Singh/dpa & Croatian Mountain Rescue Service/dpa

Flugzeug aus Leverkusen stürzt in Kroatien ab: Ursache weiter unklar

Update vom 31. Mai, 9:21 Uhr: Nach dem tragischen Absturz einer aus Leverkusen stammenden Cessna-Maschine über Kroatien gehen die Ermittlungen zur Absturz-Ursache weiter. Dabei wird der Luftsportclub Bayer Leverkusen eng mit der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BfU) zusammenarbeiten. „Anders als im Straßenverkehr wird in der Luftfahrt wirklich jeder Unfall im Detail und minutiös von unabhängigen Spezialisten analysiert, um daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen und zukünftige Unfälle zu vermeiden. Daher werden wir uns an Spekulationen zur Unglücksursache nicht beteiligen und die Ergebnisse der Untersuchung abwarten“, erklärt Reinhard Sablowski, Vorsitzender des Luftsportclubs.

Flugzeug aus Leverkusen stürzt in Kroatien ab: Vier Menschen sterben

Update vom 30. Mai, 13:25 Uhr: Das in Kroatien verschwundene Flugzeug aus Leverkusen ist abgestürzt. Alle vier Insassen sind ums Leben gekommen, wie der Luftsportclub Bayer Leverkusen am Montagmittag mitteilt. „Wir haben mit der Familie des Piloten gehofft und gebangt, uns in der Gemeinschaft des Luftsportclubs gegenseitig Mut und Hoffnung zugesprochen. Nun haben sich unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigt“, erklärte der Club in einem Statement. „Unsere Gedanken sind bei der Familie des Piloten und bei den Familien der weiteren Personen, die bei diesem tragischen Unglück mit an Bord waren.“ Der Pilot sei ein sehr erfahrener Flieger und „sehr geschätztes, beliebtes und engagiertes Mitglied“ des Clubs gewesen.

Am Montagvormittag hatten kroatische Suchteams zunächst das Wrack des Kleinflugzeugs entdeckt. Was zum Absturz geführt hat, ist noch völlig unklar. Das soll nun die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen (BfU) in Braunschweig untersuchen. „Anders als im Straßenverkehr wird in der Luftfahrt wirklich jeder Unfall im Detail und minutiös von unabhängigen Spezialisten analysiert, um daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen und zukünftige Unfälle zu vermeiden. Daher werden wir uns an Spekulationen zur Unglücksursache nicht beteiligen und die Ergebnisse der Untersuchung abwarten“, erklärt Reinhard Sablowski, Vorsitzender des Luftsportclubs Bayer Leverkusen e.V.

Wrack von Flugzeug aus Leverkusen in Kroatien entdeckt

Erstmeldung vom 30. Mai: Split/Leverkusen – Seit Sonntagmittag wird ein Kleinflugzeug aus Leverkusen vermisst. Die Cessna war auf dem Rückflug von Kroatien, als das Flugzeug mit vier Insassen plötzlich von den Radarschirmen verschwand. Jetzt haben kroatische Suchteams am Montagvormittag das Wrack des deutschen Kleinflugzeuges entdeckt.

Zum Schicksal des Piloten und der drei Passagiere gab es zunächst keine Informationen, berichten kroatische Medien unter Berufung auf den Rettungsdienst HGSS. Das Flugzeugwrack sei im Weiler Brocanac, 100 Kilometer südlich von Zagreb, gefunden worden. Die Suchtrupps hatten unter anderem Drohnen eingesetzt. An der mutmaßlichen Absturzstelle ist das Gelände sehr unwegsam. Außerdem hatte schlechtes Wetter laut den Berichten die Sucharbeiten erschwert.

Kroatische Suchteams bei der Suche nach dem Flugzeug am Sonntag.
Kroatische Suchteams bei der Suche nach dem Flugzeug am Sonntag. © Tomislav Miletic/PIXSELL/Imago

Flugzeug aus Leverkusen vermisst: „Pilot ist in ein sehr geschätztes, beliebtes und engagiertes Mitglied“

Bei dem Kleinflugzeug handelt es sich um eine Cessna 182 (hier ein Symbolbild eines anderen Modells).
Bei dem Kleinflugzeug handelt es sich um eine Cessna 182 (hier ein Symbolbild eines anderen Modells). © Konrad Zelazowski/agefotostock/Imago

Beim Flugzeug handelt es sich um eine Cessna 182, die Eigentum des Luftsportclubs Bayer Leverkusen ist. Der Club hatte ein Statement veröffentlicht, nachdem man von dem Verschwinden der Maschine erfahren hatte. „Für die starke Gemeinschaft der Mitgliederinnen und Mitglieder am Flugplatz Leverkusen ist die Nachricht ein Schock. [...] Der Pilot ist in unseren Reihen ein sehr geschätztes, beliebtes und engagiertes Mitglied“, heißt es dort.

Der deutsche Such- und Rettungsdienst der Flugsicherung hatte dem Luftsportclub Bayer Leverkusen das Verschwinden der Cessna am Sonntag gegen 13.30 Uhr gemeldet. Die Maschine war nach Informationen des Clubs auf dem Rückflug. Sie war zuvor am Donnerstag in Leverkusen nach Kroatien gestartet. „Wir hoffen, wir beten und sind in Gedanken bei dem Piloten und seiner Familie“, hieß es am Sonntag in der Erklärung des Clubs. Die drei Passagiere seien Bekannte des Piloten. (bs/dpa) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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