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Fluthelfer versteigert seine Kappe für Flutopfer: Über 133.000 Euro geboten

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Markus Wipperfürth, Landwirt, steht an einem Trecker
Mit einer Online-Auktion seiner alten Baseball-Kappe sorgt Fluthelfer Markus Wipperfürth für Gesprächsstoff im Netz. © Oliver Berg/dpa

Landwirt Markus Wipperfürth aus der Nähe von Köln berichtet auf Facebook von der Situation im Krisengebiet. Mittlerweile hat er 400.000 Follower auf Facebook.

Ahrweiler/Köln – Mit einer Online-Auktion seiner alten Baseball-Kappe sorgt Fluthelfer Markus Wipperfürth für Gesprächsstoff im Netz. Mehr als 133.000 Euro wurden bei Ebay bis Donnerstagnachmittag für die abgenutzte Kappe geboten. Ein Ebay-Sprecher bestätigte zunächst, dass der Bieter seriös sei. „Das ist von ihm ernst gemeint. Wir sind in Abstimmung mit ihm.“ Die Auktion sollte am Samstagvormittag enden. Am Donnerstagnachmittag, war die entsprechende Internet-Seite dann nicht mehr aufrufbar. Warum, konnte ein Ebay-Sprecher nicht sagen. „Wir stimmen uns ab.“

Der 48 Jahre alte Landwirt aus der Nähe von Köln ist seit Wochen als Helfer in der besonders von der Flut betroffenen Region Ahrweiler in Rheinland-Pfalz unterwegs. Auf Facebook, wo Wipperfürth täglich über die Situation in dem Krisengebiet und über seine Arbeit informiert, folgen ihm mittlerweile mehr als 400.000 Abonnenten.

Markus Wipperfürth versteigert Kappe – Geld soll komplett an Flutopfer gehen

Behalten will er das Geld aus der Kappen-Versteigerung nicht. „Der Erlös kommt allein den Flutopfern in Ahrweiler zugute“, sagte er am Donnerstag. „Ich profitiere in keiner Weise davon, ich will mich ganz sicher nicht bereichern.“ Mehrere Medien berichteten über die Versteigerung.

In seinen Videos aus dem Hochwassergebiet hatte Wipperfürth auch die Rolle der Behörden kritisiert und sie aufgefordert, sich zurückzuziehen. Das hatte ihm in den sozialen Netzwerken Zuspruch aus der „Querdenker“-Szene eingebracht. Wipperfürth weist jede Verbindung zurück. „Mit Querdenkern habe ich absolut nichts zu tun. Das ist eine Unverschämtheit“, sagte er. Mit einer solch großen Resonanz auf die Online-Auktion habe er nicht gerechnet, so der Unternehmer: „Ich dachte, da kommen vielleicht 1500 Euro zusammen. Dass so viel Geld geboten wird, hätte ich nie gedacht.“ (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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