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Corona: Bewältigung der Flut-Katastrophe soll kein Superspreader-Event werden

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Helfer gehen durch den Ortskern. In Bad Münstereifel hat die über die Ufer getretene Erft erhebliche Schäden angerichtet. |
Durch das Zusammentreffen von Helfern und die Unterbringung in Notunterkünften könnte die Bewältigung der Flutkatastrophe zu einem Superspreader-Event werden. © Oliver Berg/dpa

Nach der Hochwasserkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz kommen derzeit viele Menschen zusammen, um zu helfen. Doch das könnte zu vermehrten Corona-Fällen führen.

Düsseldorf – Nach der Flutkatastrophe sehen die betroffenen Länder die Gefahr erhöhter Corona-Risiken, etwa durch Hilfsaktionen oder die Unterbringung in Notunterkünften. „Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird“, sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Das Landesgesundheitsministerium bereite in Absprache mit den Behörden der betroffenen Landkreise eine Sonderimpfaktion in den Katastrophengebieten vor. Viele Rettungskräfte hätten bereits vollen Impfschutz.

Flutkatastrophe: Erhöhte Gefahr vor Corona-Infektion durch Unterbringung in Notunterkünften

„Eine erhöhte Gefahr der Ausbreitung von SARS-CoV-2 könnte sich vor allem durch die Unterbringung von Personen in Notunterkünften entwickeln“, zitierte der RND das Gesundheitsministerium Düsseldorf. Die Gesundheitsämter vor Ort seien sich aber der zusätzlichen Gefahr bewusst. Sie könne durch Testungen, Masken und Lüften reduziert werden.

Bewältigung der Flutkatastrophe soll kein Superspreadere-Event werden – keine Sonderimpfaktion in NRW

Eine Sonderimpfaktion wie in Rheinland-Pfalz sei vonseiten des Landes Nordrhein-Westfalen derzeit nicht geplant, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur und verwies auf die Zuständigkeit der Behörden vor Ort. Währenddessen lag die Sieben-Tage-Inzidenz in den von der Unwetterkatastrophe besonders betroffenen Gegenden im Rhein-Erft-Kreis und in Euskirchen bei den niedrigen Werten von 3,8 und 3,6. Landesweit lag dieser Wert am Dienstag bei 13,0. Verstärkte Ansteckungen mit dem Coronavirus zum Beispiel in Notunterkünften können sich in den Zahlen allerdings erst mit einer zeitlichen Verzögerung abbilden.

Flutkatastrophe: So ist die Lage in NRW – Entwarnung an der Steinbachtalsperre

Die Flutkatastrophe hat unter anderem in NRW große Verwüstungen angerichtet. In Erftstadt im Rhein-Erft-Kreis kam es zu einem Erdrutsch, mehrere Häuser sind eingestürzt oder zum Teil weggerissen. In den kommenden Tagen dürfen einige Bewohner wieder in ihre Häuser zurückkehren – jedoch nur für kurze Zeit, um ihr Hab und Gut zu holen. Aktuell gelten dort noch 23 Menschen als vermisst. An der Steinbachtalsperre gibt es inzwischen Entwarnung. Der Pegel hat nach Angaben des Rhein-Sieg-Kreises einen „unkritischen Wasserstand erreicht“. Aktuell bestehe keine Gefahr mehr, dass die Staumauer brechen könnte. Das teilt der Kreis am Montagmorgen mit. „Somit können die Evakuierungsmaßnahmen für Swisttal und Rheinbach aufgehoben werden.“ (nb mit dpa)

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Dieser Artikel wurde am 20. Juli aktualisiert. Neuerung: Stellungnahme des NRW-Gesundheitsministeriums eingefügt.

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