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Nach den Fluten: Öl und Diesel verschmutzen in NRW die Gewässer

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Der Blick von einer Brücke bei Erftstadt aus auf die vierspurig verlaufende Luxemburger Straße (B265), die völlig überschwemmt wurde.
Durch die Flutkatastrophe sind auch Kraftstoffe aus den weggespülten Autos ausgetreten, die nun die Schlieren auf den Gewässern hinterlassen. © Klaus W. Schmidt/Imago

Durch die Flutkatastrophe in NRW sind auch zahlreiche Schadstoffe in die Gewässer eingetreten. Ölschlieren auf dem Wasser zeigen Spuren der Verschmutzung.

Essen/Hückeswagen/Erftstadt – Mit dem Hochwasser kommt der Dreck: Das Landesumweltamt (LANUV) in Nordrhein-Westfalen rechnet damit, dass durch die Fluten Öl, Diesel und andere Schadstoffe in die Gewässer eintreten werden.

Bereits am frühen Donnerstagmorgen seien die ersten Ölschlieren auf dem Rhein bei Bad Honnef gefunden worden. „Die Leute haben das auch schon gemeldet, dass es riecht und Schlieren auf dem Wasser sind“, sagte eine Sprecherin des LANUV am Montag.

Flutkatastrophe in NRW: Öl, Diesel und andere Schadstoffe in Gewässern

Heizöltanks in Kellern seien aufgeschwemmt worden, Rohre aufgerissen und Kraftstoffe aus den weggespülten Autos ausgetreten, sagte die Sprecherin. Deshalb müsse in den nächsten Tagen mit Öl und Diesel in Gewässern gerechnet werden.

Auch in Erftstadt-Blessem, wo die Lage nach einem Erdrutsch besonders angespannt war, sind die ersten Umweltfolgen bereits spürbar. Das Wasser, durch das man auf den Straßen von Blessem watete, roch beißend nach Benzin und hatte einen öligen Schleier. Wo sich das Wasser schon zurückgezogen hatte, blieb Unrat zurück, der aus Häusern und Garagen geschwemmt worden war.

Überflutung in NRW: Öl und Diesel verschmutzen Gewässer – Trinkwasserversorgung hat Priorität

Oberste Priorität für das LANUV habe zunächst die Trinkwasserversorgung, sagte die Sprecherin am Montag. Wasserversorger würden über einen sogenannten Warn- und Alarmplan über mögliche Befunde informiert und könnten dann Maßnahmen ergreifen. „Über andere Umweltfolgen haben wir noch gar keinen Überblick“, sagte die Sprecherin. Dafür müssten die Pegelstände zunächst weiter sinken.

Bereits am Samstag hatte der Wupperverband von einer massiven Verschmutzung der Wuppertalsperre berichtet. Durch die Überflutung von Firmengeländen, Betriebsflächen und Häusern seien verschiedene Substanzen in die Wuppertalsperre gelangt. Der Verband schrieb, dass eine Nutzung der Talsperre für Boote, Angler, Schwimmer oder Taucher deshalb nicht möglich sei. (dpa)

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