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Fröndenberg: Nach Unwetter – Seniorenheim evakuiert

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Schlammmassen überziehen den Boden des Neuapostolischen Seniorenzentrums.
Schlammmassen überziehen den Boden des Neuapostolischen Seniorenzentrums. © Jonas Güttler/dpa

In Fröndenberg wurde in der Nacht ein Seniorenheim evakuiert. Im Erdgeschoss stand das Wasser schon kniehoch. Auslöser waren der Starkregen und die Gewitter.

Fröndenberg/Dortmund – In der Ruhrgebietsstadt Fröndenberg haben Einsatzkräfte in angespannter Lage auch am Montag gegen die Folgen von Starkregen und Gewitter gekämpft. In der Nacht wurde dort ein Seniorenheim evakuiert, nachdem das Wasser schon 50 Zentimeter hoch im Erdgeschoss gestanden war, wie eine Sprecherin des Kreises Unna sagte.

Unwetter in Fröndenberg: Seniorenheim evakuiert – rund 50 Bewohner betroffen

In der Einrichtung sei der Strom ausgefallen, hieß es weiter. Die rund 50 Bewohner und Bewohnerinnen habe man in anderen Häusern unterbringen können. Der Keller stand am Montag weiter unter Wasser, im Erdgeschoss hatten sich Schlammmassen ausgebreitet. Mehrere geparkte und fortgespülte Autos stapelten sich im Bachlauf. Die Heimleitung geht von wochenlanger Schließung und einem immensen Schaden aus.

In der Stadt mit insgesamt rund 21.000 Einwohnern war besonders der östliche Teil schwer von den Wassermassen betroffen, wie die Kreis-Sprecherin schilderte. Sorgen bereite ein rund 80 mal 60 Meter großer Teich, der als natürliches Regenrückhaltebecken diene. Der Damm drohte porös zu werden, die Stabilität sei in Gefahr. Das THW sei vor Ort und pumpe ab. Im Osten und Zentrum Fröndenbergs stehen zudem nach Angaben des Kreises Unna nach wie vor viele Straßen und Keller unter Wasser. Die Unwetterzentrale habe für den Stadtteil Hohenheide einen Spitzenwert von 54,5 Litern Regen in einer Stunde gemeldet.

Unwetter in NRW: Hunderte Feuerwehrkräfte im Einsatz

Die Lage hatte sich im Laufe des Sonntagabends so zugespitzt, dass in der Nacht eine Großeinsatzlage ausgerufen worden war. Zwischen Sonntagmittag und Montagmorgen kam es zu 320 Einsätzen. Die Feuerwehr war weiter im Dauereinsatz. Rund 200 Kräfte seien mit Aufräumarbeiten befasst, unterstützt von Kollegen aus angrenzenden Kreisen. Auch aus Siegen-Wittgenstein eilten 55 Einsatzkräfte mit 14 Fahrzeugen zur Hilfe.

Einige Straßen wurden unterspült und waren auch am Tag nach dem Starkregen noch gesperrt. Betroffen blieb auch eine Bahnlinie – zwischen Fröndenberg und Wickede. Die Deutsche Bahn twitterte, dass die Regionalbahnen RE17 und RE57 ausfallen. Als Ersatz wurde ein Busverkehr eingerichtet. Ein DB-Sprecher ergänzte später, zwischen Fröndenberg und Hagen sei die Bahnstrecke wegen der Pumparbeiten am Regenrückhaltebecken nicht befahrbar. Weitere Beeinträchtigung im NRW-Bahnverkehr infolge des Unwetters gebe es aber nicht mehr.

Starkregen und Überflutungen auf Straßen und Autobahnen hatten zudem in Dortmund und Duisburg besonders viele Einsätze ausgelöst. In Dortmund hieß es am Montag, die Feuerwehr sei am Sonntag unwetterbedingt zu 49 Einsätzen ausgerückt. Nach einem Blitzeinschlag in den Dachstuhl eines Einfamilienhauses habe die Feuerwehr einen Brand verhindern können. Niemand sei verletzt worden. Auch in Duisburg standen nach einem arbeitsintensiven Sonntag nur noch einzelne Aufräumarbeiten an, wie ein Feuerwehrsprecher am Montag sagte. „Wir haben keine Einsätze mehr offen.“ (dpa/lnw) 

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