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Schneeschauer und Minus 8 Grad in NRW: Experte sagt frostigen Advent voraus

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Von: Oliver Schmitz

Schnee und Glatteis: Das Wetter in NRW bringt Dauerfrost. In den nächsten Tagen und Wochen dürfte es aufgrund des „Arctic Outbreak“ heftig werden.

Update vom 13. Dezember, 8:32 Uhr: Am Dienstag bleibt es vormittags sonnig, aber weiterhin kalt und frostig mit Temperaturen bis zu minus 8 Grad in der Nacht. Am Nachmittag ziehen dann laut DWD dichte Wolken auf. Auch am Mittwoch bleibt es trocken und eisig.

Update vom 9. Dezember, 11:42 Uhr: Auch im Verlauf des Freitages bleibt es in NRW kühl bei Höchsttemperaturen von 1 bis 3 Grad. Im Bergland gibt es bei -1 Grad leichten Dauerfrost. Es muss aus verschiedenen Richtungen mit schwachem Wind gerechnet werden, so die Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD). In der Nacht zum Samstag kann es insbesondere im Süden und Osten von NRW zu Schnee und Glätte kommen. Stellenweise wird es nebelig.

Update vom 9. Dezember, 6:55 Uhr: Der Zustrom der polaren Meeresluft verstärkt sich weiter, so der DWD. Am Morgen kommt es im Bergland zu Frost und Temperaturen von bis zu minus 4 Grad. In Ostwestfalen kommt es zu Neuschnee und Glätte durch gefrorene Nässe.

Update vom 8. Dezember, 11:43 Uhr: Zum dritten Advent kann es am Rhein Dauerfrost geben. Bis zu minus 7 Grad seien laut Meteorologe Dominik Jung möglich. „Im Sauerland sind am Wochenende auch wieder vereinzelt Schneeschauer möglich“, so Jung. Begünstigt werde das durch die Kaltluftmassen. Erste Ausblicke zu weißen Weihnachten in NRW lieferte nun das amerikanische Wettermodell GFS .

Update vom 8. Dezember, 8:40 Uhr: Die aktuelle Wetterlage bringt die Vorhersagemodelle der Meteorologen ganz schön durcheinander. Die Kaltluftproduktion in Sibirien ist in diesem Jahr höher als sonst, was Vorhersagen schwierig macht. So musste man gestern Abend von der Ostsee bis zu den Alpen noch mit Schneestürmen und mit Schneemengen um 20 bis 40 Zentimetern rechnen - am Donnerstagmorgen ist die Lage aber wieder deutlich entschärft, teilt etwa Wetterexperte Dominik Jung mit.

Und WDR-Meteorologe Sven Plöger entschuldigte sich Anfang der Woche gar für eine falsche Einschätzung der Wetterlage: „Sie haben es bemerkt, ich habe mich bei der Schneefallgrenze gestern um 100 Meter vertan“, sagte Plöger in der Aktuellen Stunde des WDR. Er habe er nicht damit gerechnet, dass es sogar im Ruhrgebiet Schnee geben würde, so Plöger: „Mea Culpa.“

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für heute mit Temperaturen zwischen 1 und 5 Grad. Zur Nacht sinken sie in den Minusbereich. Vormittags ist es stark bewölkt. Vorsicht: Es sind schauerartige Niederschläge möglich, die zu glatten Straßen führen können. Das gilt vor allem im Bergland, wo es auch Schnee geben kann. In den nächsten Tagen wird es wahrscheinlich kälter, am Wochenende rutschen die Temperaturen in den Minusbereich.

Für den 3. Advent rechnet Wetterexperte Dominik Jung mit einem mächtigen Schneetief über Deutschland, das betrifft vor allem den Osten und Südosten von Deutschland. Die Chancen auf weiße Weihnachten seien in diesem Jahr deutlich besser als in den Vorjahren, denn die kalten Luftmassen bleiben die ganze Zeit nahe Deutschland, so Jung.

Update vom 8. Dezember, 6:27 Uhr: Auch heute und in den kommenden Tagen ist das Wetter in NRW feuchtkalt, wechselhaft, mit winterlichen Erscheinungen. Laut DWD verbreitet sich in der Nacht zum Freitag ein leichter Frost bis -4 Grad. Dabei warn der Wetterdienst weiterhin vor Glätte durch die überfrierende Nässe. Im Bergland kommt es zu Schnee.

Update vom 7. Dezember, 17 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Glätte durch überfrierende Nässe am Mittwochabend und in der Nacht zum Donnerstag. Autofahrer sollten am Abend besonders vorsichtig fahren.

Ab einer Höhe von 200 Metern soll es zudem erneut Schnefälle geben. Im Bergland wird es zudem Nebel geben, teils mit Sichtweite unter 150 Metern.

Gegen Ende der Woche könnte es auch im Flachland noch einmal Schnee geben. Zeit, den Schlitten aus dem Keller zu holen. Wir verraten Ihnen, wo Sie in NRW gut rodeln können

Update vom 7. Dezember, 6:22 Uhr: Vorsicht liebe Autofahrer: Der Winter ist offiziell in NRW angekommen. Am Morgen ist es in ganz NRW glatt – vor allem in Regionen oberhalb von 400 Metern, berichtet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Außerdem liegt die Sichtweite aufgrund des Nebels teilweise bei unter 150 Metern. Tagsüber sind Schnee, Frost und Glätte im Siegerland, im Sauerland und im Bergischen Land weiterhin möglich. Und auch im restlichen Land wird es heute und in den kommenden Tagen frostig. Die Temperaturen liegen teilweise im Minusbereich.

Das Rheinufer in Düsseldorf ist verschneit.
In NRW wird es in den kommenden Tagen ungemütlich. Es droht Schnee und Glätte – auch in Düsseldorf (Archivbild) © Gaby Wojciech/Imago

Vor allem zum Wochenende dürfte es aber kalt werden. „Die Wetterlage ist zurzeit ungewöhnlich. Statt des Azoren-Hochs haben wir es mit einem Tiefdruckgebiet zu tun. Auf Island ist die Lage genau umgekehrt. Statt des Island-Tiefs haben wir ein Island-Hoch“, sagt wetter.com-Meteorologe Georg Haas. Dadurch zieht eiskalte Polarluft zu uns. Wetter.com spricht von einem „tief winterlichen Samstag“ mit viel Schnee und eisigen Temperaturen. Das soll auch mehrere Tage anhalten. Andere Meteorologen sprechen sogar von einem sogenannten „Arctic Outbreak“.

Was ist ein „Arctic Outbreak“?

► Als „Arctic Outbreak“ bezeichnet man einen Vorstoß von arktischer Kaltluft bis weit in die südlichen Breiten auf der Nordhalbkugel, wie der Deutsche Wetterdienst schreibt (DWD).

► Die Folge: eiskalte Temperaturen und Schnee-Chaos.

► Kanada und der Mittlere Westen der USA sind beispielsweise häufiger von diesem Phänomen betroffen.

► Dafür sorgt der Polarwirbel, der meist im Winter über dem Pol entsteht. Normalerweise liegt dieser mit seinem Zentrum mehr oder weniger stabil über der Arktis. Schwächt diese Stabilität nun ab oder teilt sich der Polarwirbel sogar – beispielsweise durch eine starke Erwärmung in der Stratosphäre – dann werden Teilwirbel in die südlicheren Breiten abgedrängt. Diese sorgen dann für starke Kaltluftausbrüche bis weit nach Süden, wie der DWD schreibt. Und das bedeutet: Kältesturz, Dauerfrost und große Schneemengen – sogar im Flachland.

Update vom 6. Dezember, 16.30 Uhr: Der DWD warnt vor überfrierender Glätte durch Schnee und überfrierende Nässe. Ab Dienstagabend kommen von Norden her schauerartige Niederschläge. In der Nacht kann es erneut geringe Schneefallmengen geben. Vorsicht: Vor allem im Bergland gibt es Nebel, teils mit Sichten unter 150 Metern.

Update vom 6. Dezember, 12:10 Uhr: Noch vor dem dritten Advent könnten in Deutschland und in Nordrhein-Westfalen große Mengen Schnee fallen. „Selten zuvor hatten wir Anfang Dezember so ein großes Potenzial in Sachen Schnee und Kälte in Deutschland“, erklären zum Beispiel die Meteorologen von daswetter.com.

Die Rede ist sogar von einem sogenannten „Arctic Outbreak“. Laut dem kanadischen und dem europäischen Wettermodell könnten so in der Vorweihnachtswoche bereits große Teile Deutschlands und auch Nordrhein-Westfalen von einer Schneedecke bedeckt sein und für weiße Weihnachten sorgen. Selbst in Düsseldorf und Köln könnten große Schneemengen und bitterkalte Temperaturen drohen. Ob es allerdings tatsächlich so schlimm wird, ist jedoch noch nicht sicher.

Update vom 5. Dezember, 19:46 Uhr: Der plötzliche Wintereinbruch in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen sorgt sogar bei Wetterexperten für Überraschung. WDR-Meteorologe Sven Plöger entschuldigte sich am Montagabend deshalb für seine falsche Einschätzung der Wetterlage. „Sie haben es bemerkt, ich habe mich bei der Schneefallgrenze gestern um 100 Meter vertan“, sagte Plöger in der Aktuellen Stunde des WDR. Es habe sogar im Flachland im Ruhrgebiet Schnee gegeben, damit habe er wirklich nicht gerechnet, „Mea Culpa.“

Meteorologe und Moderator Sven Plöger.
Sven Plöger ist Meteorologe für die ARD und präsentiert unter anderem das Wetter in der WDR „Aktuelle Stunde“. © BeckerBredel/Imago

Winterwetter in NRW: Stromausfall in Paderborn wegen Schnee-Unfall

Update vom 5. Dezember, 17:25 Uhr: Einige Schnee oder Glatteis bedingte Unfälle in NRW haben bereits erbliche Auswirkungen gehabt. In Paderborn-Neuenbeken rammte ein Ford am Montagmorgen einen Stromverteilerkasten, wodurch es in den umliegenden Straßen Stromausfälle gab.

Kurz vor Höxter blockierte für mehrere Stunden ein Linienbus die Straße zwischen dem Krankenhaus und dem Kreisverkehr Brenkhausen. Er war ins Rutschen geraten und mit dem hinteren Teil im Graben hängen, teilte die Polizei mit. Das führte für einen „erheblichen“ Stau.

Links ein Linienbuss, der quer auf einer Straße im Kreis Höxter steht und rechts ein beschädigtes Auto nach einem Glatteis-Unfall im Kreis Paderborn.
Durch das Schnee-Chaos in NRW wurde teils auch Straßen blockiert und vor allem viele Fahrzeuge beschädigt. © Kreispolizeibehörde Höxter & Polizei Paderborn

Schnee-Chaos auf Straßen in NRW: Über 100 Unfälle – und die Polizei rechnet mit mehr

Erstmeldung vom 5. Dezember, 16:15 Uhr: Köln – In Nordrhein-Westfalen ist der Winter eingebrochen. Seit Montagmorgen (5. Dezember) gibt es in vielen Teilen des Bundeslandes nicht nur jede Menge Glatteis, sondern auch ordentlich Schnee. Das sorgt stellenweise für ein echtes Verkehrschaos. Insgesamt haben Polizeibehörden in NRW bereits am Nachmittag weit über 100 witterungsbedingte Unfälle gemeldet. Und es ist erstmal keine Besserung in Sicht, denn der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt auch für die nächsten Tage vor Schnee und Glatteis in NRW.

Wetter in NRW bringt Schnee und Glatteis: Jeweils über 50 Straßen-Unfälle bei Paderborn und Höxter

Das erste richtige Winterwetter in NRW hat vielerorts vor allem für glatte Straßen geführt. Die logische Folge: Jede Menge Unfälle. Der Nordosten des Landes am Montag besonders stark betroffen. So meldete die Polizei am Nachmittag jeweils rund 50 Einsätze in den benachbarten Kreisen Paderborn und Höxter, die mit Glatteis zusammenhingen. Die Paderborner Behörde spricht dabei von „chaotischen Straßenverhältnissen“.

Im Großen und Ganzen kamen die Beteiligten aber eher glimpflich davon. „Bei den Unfällen blieb es in den meisten Fällen bei geringen Sachschäden“, sagt ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Höxter. Die Polizei Paderborn berichtet derweil davon, dass Autos, Busse oder Lastwagen von den Straßen abkamen und „in Gräben, gegen Mauern, Bäume, Laternenmasten oder Schilder rutschten“. Das führte auch zu einigen Straßensperrungen und somit Verkehrseinschränkungen. Insgesamt wurden lediglich zwei Personen leicht verletzt.

Auch im Kreis Euskirchen verursachten Schnee und Glatteis mehrere Unfälle. Die Polizei berichtet dort von 14 Einsätzen am Montagmorgen (10 Uhr). Auch dort gab es vor allem Bagatellschäden, jedoch wurde ebenfalls eine Person leicht verletzt.

NRW: Polizei rechnet mit weiteren Schnee-Unfällen – auch Bahn von Winterwetter betroffen

Ein Auto fährt über eine Straße im schneebedeckten Oberharz.
Viele Straßen in NRW und anderen deutschen Bundesländern (hier Oberharz) waren am Montagmorgen von Schnee bedeckt. © Matthias Bein/dpa

Vor allem Autofahrer sollten auch im Feierabend-Verkehr sehr wachsam sein. Denn es wird auch am Nachmittag und Abend wegen der weiterhin teils glatten Straßen „mit Verkehrsbehinderungen und Unfällen“ gerechnet, sagt unter anderem die Polizei Paderborn. Jedoch gilt das grundsätzlich für alle Kreise mit Schnee und Glatteis in NRW.

Auch ÖPNV-Pendler sollten ihre Verbindungen überprüfen, denn Schnee und Glatteis haben auch bei der Deutschen Bahn und Co. zu Problemen geführt. Am Montagmorgen gab es wegen „witterungsbedingte Beeinträchtigungen“ unter anderem Teilausfälle der RB24 (von Euskirchen nach Köln) sowie der RB28 bei Neuwied. (os) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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