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Sonniger Sonntag in NRW: Düsseldorf erlässt wegen Andrang harte Corona-Regeln – hinsetzen und Eis essen tabu

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Menschen gehen bei Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen die Rheinuferpromenade in der Nähe des Burgplatzes entlang
Zeitweise wurde es auf der Rheinuferpromenade in Düsseldorf am Wochenende ziemlich eng. © Jonas Güttler/dpa

In Köln, Bonn, Düsseldorf kam es am Wochenende zu Gedränge. Düsseldorf zieht nun die Corona-Regeln an Wochenenden massiv an. Kölns Polizeipräsident appelliert an die Vernunft.

Update vom 22. Februar, 19:54 Uhr: Nachdem es am vergangenen, frühlingshaften Wochenende in Großstädten in NRW zu viel Andrang gekommen ist, reagiert die Stadt Düsseldorf jetzt und verschärft die Corona-Regelungen am Wochenende enorm.

So gilt am Rheinufer zwischen der Dreieckswiese (Mannesmannufer und Unteres Rheinwerft) bis zu den Rheinterrassen etwa ein Verweilverbot. Sich hinzusetzen, um etwa ein Eis zu essen oder einen Kaffee oder ein Bier zu trinken, ist dann tabu. Zudem wird die Zeit, in der Maskenpflicht gilt, verlängert. Alle neuen Corona-Regelungen, die ab sofort am Wochenende in Düsseldorf am Rheinufer gelten, gibt es in der Übersicht.

Mit Blick auf die Einsatzbilanz vom vergangenen Wochenende (20./21. Februar) hat zudem Kölns Polizeipräsident Uwe Jacob seinen Appell „Mit Vernunft für Köln“ wiederholt.

Polizistinnen und Polizisten sprachen alleine am Sonntag (21. Februar) mehr als 900 Personen auf geltende Regeln an und erteilten 28 Platzverweise. Gegen 351 nicht einsichtige Personen erstatten die Einsatzkräfte Anzeigen. Nach Aussage des Einsatzleiters herrschte auf den Straßen am Rhein ein Verkehrsaufkommen wie in Berufsverkehr-Zeiten. Zeitweise mussten auch Straßen gesperrt werden.

„Wenn wir die Sehnsucht nach sozialem Leben und Gemeinschaft über die Vernunft stellen, wird uns das den nächsten Rückschlag einbringen. Corona kennt keine Schönwetter-Pause“, sagte Kölns Polizeipräsident mit Blick auf das Gedränge in Köln am vergangenen Wochenende.

Sonniges Wetter in NRW am Wochenende: Menschenansammlungen und Verstöße gegen Corona-Regeln

Erstmeldung vom 22. Februar, 11:50 Uhr: Düsseldorf – Sonnenschein und Temperaturen bis zu 19 Grad haben in Nordrhein-Westfalen am ersten frühlingshaften Wochenende viele Menschen nach draußen gelockt. An den Schön-Wetter-Hotspots am Rhein kam es dabei in Köln, Düsseldorf und Bonn am Sonntag auch mal zu größeren Ansammlungen und Einsätzen wegen missachteter Corona-Schutzregeln. In Dortmund rief die Polizei die Sonnenhungrigen auf, den Phönixsee zu meiden. Es gebe dort ein „massives Verkehrschaos“ und lange Staus. Die Zufahrtswege wurden schließlich gesperrt.

In Köln sei „leider in vielen Fällen“ das Abstands- und Kontaktverbot und die Maskenpflicht nicht eingehalten worden, teilte die Stadt mit. Der Ordnungsdienst war demnach stadtweit im Einsatz, um Ansammlungen aufzulösen und Menschen aufzufordern, Masken anzulegen. Es habe zahlreiche Einsätze gegeben. Vor allem in Parks und am Rheinufer hätten sich „massiv Menschen angesammelt“ und ihre Autos oft falsch geparkt. In der Einsatzleitstelle seien fortgesetzt Meldungen eingegangen.

Frühling in NRW: Freitreppe am Burgplatz in Düsseldorf musste gesperrt werden

Am Freitag und am Samstag hatte der Ordnungsdienst in der Domstadt insgesamt 85 Menschen kontrolliert, die gegen das Ansammlungs- und Kontaktverbot im öffentlichen Raum verstoßen hatten. Dazu hätten 54 Personen die Maskenpflicht nicht eingehalten, teilte ein Sprecher der Stadt Köln mit.

In Düsseldorf wurde die beliebte Freitreppe am Burgplatz am Sonntag wegen zu vieler Menschen gesperrt. „Die Leute haben sich aus unserer Sicht aber ziemlich vernünftig verhalten“, sagte ein Polizeisprecher. Nur vereinzelt hätten sich Menschen nicht an die Corona-Schutzregeln gehalten. Der „Stimmungsaufheller Frischluft“ habe jedenfalls gewirkt. „Die Leute wollen einfach Sonne atmen und auf den Rhein gucken“, sagte der Sprecher. Das könne ihnen niemand verdenken. „Alle leben auf bei dem Wetter.“

Frühling in NRW: Polizei löst Ansammlung von 80 Menschen auf gesperrtem Sportplatz auf

Auch in Bonn gab sich die Polizei entspannt. Bei dem ein oder anderen Einsatz habe die Polizei das Ordnungsamt unterstützt, sagte ein Polizeisprecher. Aber im Großen und Ganzen „halten sich die Leute recht gut an die Corona-Bestimmungen“. Der Ordnungsdienst der Stadt berichtete von vielen Menschen, die am Wochenende in der Rheinaue, wo Spaziergänger immer wieder auf Nutrias treffen, und an den Rheinufern waren - und auf gesperrten Sportplätzen. So sei etwa eine Ansammlung von etwa 80 Menschen auf einem Sportplatz, „viel zu dicht und ohne Masken“, aufgelöst worden. (dpa/lnw)

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