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Galeria-Schließung in Essen: Spürbare Folgen für den Limbecker Platz

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Von: Jonah Reule

Galeria ist ein Herzstück vom Limbecker Platz in Essen. Die Filiale steht auf der Kippe. Doch das Einkaufzentrum hat bereits einen Plan.

Essen – Kein Galeria mehr im Limbecker Platz? Das könnte Realität werden. Die letzte deutsche große Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof wird im Zuge des zweiten Schutzschirmverfahrens Filialen schließen – auch in NRW. Zur Diskussion steht schon länger unter anderem die große Galeria-Filiale in Essen, das haben Recherchen derSüddeutschen Zeitung jetzt noch einmal bestätigt. Für das Einkaufszentrum am Limbecker Platz hätte das deutlich spürbare Folgen.

UnternehmenGaleria Karstadt Kaufhof GmbH
FusionGaleria Kaufhof und Karstadt 2019
SitzEssen
Angestellte17.000
Filialen131, davon 31 in Nordrhein-Westfalen

Galeria am Limbecker Platz in Essen: Ein Herzstück droht wegzufallen

Denn die Galeria-Filiale am Limbecker Platz gilt als eines der Herzstücke des Einkaufszentrums am Rande der Essener Innenstadt, macht einen Großteil der Fläche des Centers aus. Auf drei Etagen können Kunden dort einkaufen, etwa 125 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind am Standort beschäftigt. Dem Limbecker Platz droht ein Leerstand der großen Galeria-Verkaufsfläche. Aktuell sei man in Verhandlungsgesprächen mit der Galeria-Führung über das Mietverhältnis, so Center-Manager Anastasios Meliopoulos gegenüber wa.de.

Limbecker Platz ist vorbereitet auf Galeria-Schließung

Beim Limbecker Platz ist man auf den Worst Case vorbereitet. Man habe bereits verschiedene Szenarien durchgespielt. Dies sei allerdings ein Standardvorgehen, das von der Leitung des Einkaufszentrums regelmäßig durchgeführt werde. Für den Fall einer Galeria-Schließung gäbe es verschiedene Ansätze, um die Fläche weiterzubetreiben. Diese müssten allerdings zunächst in einer Machbarkeitsstudie auf ihre Umsetzung überprüft werden, so Meliopoulos.

Eine finanzielle Bedrohung sieht der Center-Manager für das Einkaufszentrum am Limbecker Platz nicht. Es sei zwar schade, wenn Mieter weggehen würden, jedoch gebe es auch eine große Nachfrage an freien Flächen, so Miliopoulos. Allein im Jahr 2022 habe man drei große Verkaufsflächen eröffnen können. Mit Partnern wie Intersport habe sich der Umsatz dadurch nochmals stark erhöht, erklärte Meliopoulos weiter. Daher sei das Einkaufscenter nicht unmittelbar gefährdet.

Galeria-Insolvenz: Könnte ein Investor die Filiale am Limbecker Platz retten?

Ein mögliche Rettung der betroffenen Galeria-Filialen – und damit vielleicht auch am Limbecker Platz – könnte durch eine Übernahme durch einen Investor gelingen. Bereits in den vergangenen Wochen hatten sich einige Interessenten für die Übernahme gemeldet. Die Dortmunder Modehandelskette Aachener hatte zuletzt am 16. Januar mitteilen lassen, dass man Gespräche über die Übernahme „einer größeren Zahl von Galeria-Standorten“ führe. „Sollte es zu Übernahmen kommen, wird allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der betroffenen Filialen das Angebot gemacht, den Arbeitsplatz zu behalten“, kündigte die Kette an.

Galeria-Schließungen: Diese Filialen könnten in NRW auch betroffen sein

Neben der Filiale am Limbecker Platz in Essen droht weiteren Galeria-Standorten in NRW das Aus. Galeria-Chef Miguel Müllenbach hatte im Oktober 2022 gesagt, das zuletzt noch 131 Warenhäuser umfassende Filialnetz müsse im Zuge des Schutzschirmverfahrens „um mindestens ein Drittel reduziert werden“. Das würde eine Schließung von rund 40 Filialen bedeuten. In NRW sollen folgende Standorte davon betroffen sein:

Neben diesen Filialen könnten laut der Recherche der Süddeutschen Zeitung aich noch weitere NRW-Filialen bald dichtgemacht werden. Dazu gehören die Galeria-Filialen in Duisburg, Münster und Paderborn. Wie viele Galeria-Standorte am Ende tatsächlich schließen müssen, ist noch unklar. Eine Entscheidung wird aber noch im Januar erwartet. (jr)

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