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Geiselnahme in JVA-Münster: Ermittlungen gegen Polizeibeamten eingestellt

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Einsatzkräfte unterhalten sich nach einer beendeten Geiselnahme.
Ein Häftling ist bei einem Polizeieinsatz in der JVA Münster ums Leben gekommen, nachdem er vorher eine Geisel genommen hatte. (Archivbild) © Bernd Thissen/dpa

Im Oktober 2020 kam es in der JVA Münster zu einer Geiselnahme, bei der der Täter erschossen wurde. Die Ermittlungen gegen einen Polizisten wurden nun eingestellt.

Münster – Ein Jahr nach einer Geiselnahme im Gefängnis in Münster hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen einen Polizeibeamten eingestellt. Der Einsatz der Schusswaffen sei rechtmäßig gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt der Deutschen Presse-Agentur. Der Geiselnehmer war nach der stundenlangen Bedrohung einer jungen Auszubildenden im Vollzug erschossen worden. Gegen diese Entscheidung von 22. Juli 2021 liegt nach Auskunft der Staatsanwaltschaft eine Beschwerde aus dem Kreis der Angehörigen des erschossenen Häftlings vor. „Diese Beschwerde vom 16. August wird derzeit von uns geprüft“, erklärt Botzenhardt. Sollte es bei der ursprünglichen Bewertung bleiben, überprüft die Generalstaatsanwaltschaft in Hamm den Vorgang.

Geiselnahme in der JVA Münster: Häftling bedrohte Auszubildende mit angespitztem Zahnbürstenstiel

Der offenbar geistig verwirrte Geiselnehmer hatte im Oktober 2020 eine 29 Jahre alte Auszubildende im Gefängnis in seine Gewalt gebracht und war nach gut drei Stunden von SEK-Beamten erschossen worden. Die Leiche des 40-Jährigen wies vier Schussverletzungen auf. Laut einem Bericht des Justizministeriums Nordrhein-Westfalen war der Mann mit einem 14,5 Zentimeter langen und an beiden Seiten angespitzten Zahnbürstenstiel am Hals der Geisel auf die Beamten zugegangen. (dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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