1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Geldautomat im Kreis Kleve gesprengt: Wohnhaus beschädigt

Erstellt:

Von: Johanna Werning

In Issum wurde ein Geldautomat gesprengt. Durch die Wucht der Explosion kam es zu einer starken Beschädigung im Vorraum der Bank, so die Polizei.

Kreis Kleve – Erneut kam es in NRW zu einer Geldautomaten-Sprengung. Diesmal sprengten Unbekannte einen Geldautomaten in einer Bank in Issum (Kreis Kleve). Bei der Explosion in der Nacht zu Heiligabend wurde sogar ein Wohnhaus beschädigt, wie die Kreispolizei Kleve am Samstagmittag mitteilt.

Geldautomat im Kreis Kleve gesprengt: Wohngebäude beschädigt

„Gegen 03:50 Uhr kam es zu einer Geldautomatensprengung in einer Bankfiliale an der Dorfstraße in Issum“, so die Kreispolizei. Zeugen hörten zur Tatzeit Explosionsgeräusche. „Durch die Wucht der Explosion wurde der Vorraum der Bank, welche sich in einem Wohn- und Geschäftshaus befindet, stark beschädigt“, heißt es weiter. Die Wohnungen wurden jedoch nicht beschädigt. Sie sind auch weiterhin bewohnbar.

Ein Ermittler der Polizei steht vor einer Bankfiliale mit einem gesprengten Geldautomaten.
In Issum wurde ein Geldautomat gesprengt (Symbolbild). © Daniel Bockwoldt/dpa

Nach ersten Zeugenaussagen flüchteten nach der Explosion drei dunkel gekleidete Männer in einem schwarzen, hochmotorisierten Auto – vermutlich ein Audi mit Gelderner Kennzeichen – in unbekannte Richtung. Beute machten die Täter wohl nicht, „da der Geldautomat im Vorfeld von Mitarbeitern der Bank geleert wurde.“ Ein entsprechender Hinweis befand sich sogar an der Eingangstür, teilt die Polizei weiter mit.

Die Kriminalpolizei Kalkar hat die Ermittlungen aufgenommen, noch in den Morgenstunden erfolgte die Spurensicherung am Tatort. Hinweise zu verdächtigen Personen oder Beobachtungen nimmt die Kripo Kalkar unter 02824-880 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen, heißt es.

Darum werden die Schäden nach Geldautomaten-Sprengungen immer heftiger

In Issum wurde bereits in diesem Jahr ein Geldautomat gesprengt. Solche Taten sind in NRW keine Einzelfälle: An die 60 Sprengungen von Geldautomaten gab es allein zwischen Juli und Ende November in NRW. Erst letzte Woche wurde außerdem in Goch ein Geldautomat gesprengt. Auch hier gab es einen enormen Schaden.

Das passt zu einem gefährlichen Trend: Seit einiger Zeit werden die Explosionen an den Automaten immer heftiger. Denn während bis vor wenigen Jahren vornehmlich Gasgemische zur Sprengung von Geldautomaten verwendet worden sind, steigen die Täter mittlerweile vermehrt auf festen Sprengstoff um. Ob auch in Issum fester Sprengstoff verwendet worden ist, ist nicht klar. (jw mit ots) Fair und unabhängig informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant