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Gelsenkirchen: Feuer in türkischem Supermarkt – Polizei geht von Brandstiftung aus

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Blaulicht an einem Einsatzfahrzeug der Feuerwehr.
Die Feuerwehr musste am Montag, 17. Mai, einen Brand in einem türkischen Supermarkt in Gelsenkirchen löschen (Symbolbild). © IMAGO / Martin Wagner

In Gelsenkirchen hat am Montagmorgen, 17. Mai, ein türkischer Supermarkt gebrannt. Die Polizei fand vor Ort Brandbeschleuniger. Es entstand ein hoher Sachschaden.

Gelsenkirchen – Ein unbekannter Täter ist in Gelsenkirchen in einen türkischen Supermarkt eingebrochen und hat ihn ersten Ermittlungen zufolge anschließend in Brand gesetzt. Videobilder einer Überwachungskamera zeigten, wie ein Mann in der Nacht zum Montag in den Lebensmittelmarkt in der Nähe des Hauptbahnhofs eindringt und ihn wieder verlässt. „Im Anschluss brennt es und wir haben Brandbeschleuniger gefunden“, sagte Polizeisprecher Thomas Nowaczyk der dpa. „Wir gehen von schwerer Brandstiftung aus“ Ein Zeuge hatte zudem gesehen, wie eine „schwarz gekleidete Person“ vom Brandort flüchtete.

Gelsenkirchen: Brandanschlag auf türkischen Supermarkt – war es eine politisch motivierte Tat?

Das am Montagmorgen um 2.00 Uhr gemeldete Feuer konnte schnell gelöscht und somit ein Übergreifen auf die darüber befindlichen Wohnungen verhindert werden, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Schaufensterscheibe und die Vorderfront des Lebensmittelmarktes wurden zerstört, hieß es weiter. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden ist hoch. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an. Konkrete Hinweise auf den Täter gibt es noch nicht. Es gibt auch keine Anhaltspunkte für eine politisch motivierte Tat. Die Polizei sucht nun Zeugen.

Brandstiftung in Gelsenkirchen: Polizei sucht Zeugen – Bürgermeisterin spricht von „feiger Tat“

Gelsenkirchens Oberbürgermeisterin Karin Welge sprach am Montag von einer „feigen Tat“. Es sei völlig inakzeptabel, dass Einrichtungen und Menschen angegriffen werden, teilte die SPD-Politikerin mit.

Feuer in NRW: Auch in Köln, Solingen und Duisburg wurden Häuser in Brand gesteckt

Von Brandstiftung geht die Polizei auch in einem Fall in Köln aus. Im März brannte dort ein Fachwerkhaus in Meschenich komplett aus. Der 44-jährige Mieter des Hauses konnte sich leicht verletzt aus dem Haus retten. Die Polizei teilte mit, dass sich die Flammen von vor dem Haus abgestelltem Sperrmüll ausgebreitet hatten. Es hieß, dass wegen Verdachts der schweren Brandstiftung ermittelt werde. In Duisburg endete ein Brand besonders tragisch: Dort wurde ein Mann von Feuerwehrleuten tot aus seiner brennenden Wohnung geborgen. Auch hier vermutete die Polizei Brandstiftung.

Und in Solingen legten Unbekannte im Rathaus ein Feuer. Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei Wuppertal mitteilten, deuteten erste Erkenntnisse auf Brandstiftung hin. Der Täter habe sich demnach gewaltsam Zutritt zu dem Büro verschafft und anschließend Feuer gelegt.(nb mit dpa)

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