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Katzenfutter-Automat macht Aufnahmen von Frau aus NRW - Videos plötzlich im Netz

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Von: Erik Hlacer

Eine Frau aus NRW verbringt Zeit mit einem Unbekannten in ihrer Wohnung. Dieser hackt sich in einen Katzenfutter-Automaten, macht Videos und stellt sie online.

Gelsenkirchen - Kurioser Fall in Nordrhein-Westfalen: Wie die Polizei mitteilte, kontaktierte eine 23 Jahre alte Frau aus Gelsenkirchen in der Nacht von Samstag auf Sonntag die Beamten und stellte eine Strafanzeige wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes. Doch was war geschehen?

Frau aus Gelsenkirchen (NRW) trifft Unbekannten - Plötzlich Aufnahmen im Netz

Nach Angaben der geschädigten Gelsenkirchenerin habe die 23-Jährige Zeit mit einem ihr unbekannten Mann in ihrer Wohnung verbracht. Nach dem Treffen musste die Frau schließlich feststellen, dass der Unbekannte sowohl Ton- als auch Videoaufnahmen von ihr in einem sozialen Netzwerk verbreitete, berichtet wa.de.

Um diese Aufnahmen anzufertigen, nutzte der Unbekannte einen Katzenfütterungsautomaten, der sich in der Wohnung befindet. Die Aufzeichnungen waren offenbar deshalb möglich, da der Automat über einen WLAN-Zugang verfügt.

Aufnahmen mit Kamera oder Mikrofon: Polizei warnt

Aufgrund des Vorfalls richtet die Polizei einen eindringlichen Appell an Privatleute, der besagt, Unbekannten keinen Zugang zu privaten WLAN-Netzen zu gewähren und darüber hinaus Geräte, die über einen solchen Zugang sowie über eine Kamera und/oder ein Mikrofon verfügen, nicht im Sicht- und Hörbereich zu nutzen. Anderenfalls kann - wie in diesem Fall - die Privatsphäre missbraucht werden.

Bei dem Vorfall in Gelsenkirchen handelt es sich jedoch eher um einen Einzelfall mit der kriminellen Intention, Informationen von einer bestimmten Person zu erlangen und zu veröffentlichen. Oftmals kommt es im Bereich der Cyber-Kriminalität zu breiter angelegten Betrugsmaschen - so zuletzt etwa bei Netflix-Kunden, die besonders fiese Phishing-Mails erhielten.

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