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In NRW gibt es einen Geysir: Zu diesen Zeiten können Sie ihn bewundern

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Von: Anna Maria Pejsek

Der Geysir in Monheim am Rhein bricht aus. Eine zwölf Meter hohe Wasserfontäne ist zu sehen.
Der Geysir in Monheim am Rhein bricht nur zu ganz bestimmten Bedingungen aus. © Stefan Ziese/Zoonar/Imago

In NRW gibt es mitten auf einem Kreisverkehr einen Geysir. Dieser sorgt in Monheim allerdings nicht nur für Staunen.

Monheim am Rhein – Ein Geysir, von Hand geschaffen, mitten auf einem Kreisverkehr von Monheim am Rhein in Nordrhein-Westfalen. Verantwortlich dafür ist Künstler Thomas Stricker, der den Geysir 2020 dort erbaut hat. Sein Kunstwerk ist jedoch umstritten, da er zwar für Begeisterung, aber auch für Störungen sorgt.

Geysir in Monheim – 12 Meter hoch mitten in der Stadt

Mit einem Geysir mitten im Stadtverkehr von Monheim am Rhein (Kreis Mettmann) hat Thomas Stricker ein künstliches Biotop geschaffen, das Natur und Kunst verbindet. Bricht der Geysir aus, können die Zuschauerinnen und Zuschauer eine zwölf Meter hohe Wasserfontäne bestaunen.

„Der Geysir soll daran erinnern, dass wir nicht alles, auch nicht die Natur, im Griff haben, dass es Ereignisse gibt, die uns bremsen, eben wie der Ausbruch des Geysirs den Verkehr“, sagte der Künstler der Rheinischen Post.

In Island gibt es neben dem „Großen Geysir“ einen weiteren nennenswerten Geysir, den Stokkur. Er bricht alle vier bis zehn Minuten aus und erreicht eine Höhe von bis zu 20 Metern. Aber auch in Deutschland gibt es einen Geysir, den Kaltwassergeysir in Andernach am Mittelrhein. Er ist der weltweit höchste Kaltwassergeysir. Der Geysir ist lediglich um die 20 Grad warm. Bei dieser Art von Geysir handelt es sich um eine Form von einer künstlichen Kohlensäurequelle. So kann man sich einen Ausbruch wie das Öffnen einer Mineralwasserflasche vorstellen.

Geysir

Geysire sind eine Art natürlicher Springbrunnen. Nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen brechen sie aus. Zum einen muss sich Wasser im Untergrund befinden, zum anderen muss Magma in nicht allzu großer Tiefe vorhanden sein, durch dessen Hitze das Grundwasser erwärmt wird. Wasser, kleine Gesteinspartikel und gelöste Minerale werden bei jedem Ausbruch an die Oberfläche transportiert. Der Name Geysir stammt von dem „Großen Geysir“ mit einem Durchmesser von 14 Meter in Island, welcher nach historischen Berichten 1294 zum ersten Mal ausbrach.

Wie oft bricht der Geysir in Monheim aus?

Der Geysir in Monheim hat keine festen Zeiten, zu denen er ausbricht. Der Künstler, hat getreu der Natur, darauf geachtet, dass der Geysir erst ausbricht, wenn bestimmte Naturparameter gegeben sind. Ein Ausbruch des Geysirs erfolgt, wenn:

Auf der Monheimer Website kann nachverfolgt werden, wie die Ausbruchschancen stehen. Außerdem gibt es dort auch ein voraussichtliches Datum, an dem ein Ausbruch möglich wäre. Zurzeit ist dieser am 10. März 2023, zwischen 12:30 Uhr und 16:30 Uhr.

Naturschauspiele sorgen regelmäßig für Aufsehen. Wem der Ausbruch des Geysirs in Monheim noch zu lange dauert, hat von Mitte bis Ende Januar gute Chancen den Grünen Kometen C/2022 E3 am Nachthimmel zu sehen. Dieser wurde 2022 entdeckt und ist nun so nah an der Erde, dass man ihn mit etwas Glück mit bloßem Auge erkennen kann.

Geysir mitten auf Verkehrsinsel in NRW

Da der Geysir frei zugänglich ist und in einen Verkehrskreisel integriert ist, kostet ein Besuch kein Geld. Den Geysir per Webcam zu beobachten, ist zurzeit nicht möglich. Die Stadt Monheim hat zwar eine Live-Webcam für die Stadt, allerdings ist keine auf den Geysir gerichtet. Wer den Geysir also ausbrechen sehen möchte, muss nach Monheim reisen. Der Kreisel, auf dem der Geysir installiert ist, liegt direkt am Rhein, zwischen Rheinpromenade und der Kapellenstraße.

Wie teuer war der Geysir in Monheim?

Ein Fahrradfahrer fährt im Kreisverkehr, während der Monheimer Geysir in Nebelschwaden gehüllt ist.
Nebelschwaden gehören auch zum Ausbruch des Geysirs in Monheim dazu. © S. Ziese/blickwinkel/Imago

Im Vorfeld sorgte der Bau des Geysirs und die Wahl des Standortes für viel Kritik. Für den Bund der Steuerzahler NRW war der Bau ein Dorn im Auge. Die Zeit berichtete: „Der Bund der Steuerzahler NRW hatte das Projekt mehrfach kritisiert. Es sei ein Kunstwerk an falscher Stelle, weil es den Verkehr behindere und eine Ampelanlage erfordere, erklärte der Bund“. Eine Ampelanlage wurde installiert, und muss eingesetzt werden, damit der Verkehr geregelt ablaufen kann. Autofahrer sollen sich bei einem Ausbruch nicht erschrecken und abgelenkt werden. Zudem waren die hohen Kosten von 600.000 Euro für den Bau kritisiert worden. (amp) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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