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Gefährliches Glatteis sorgt für Unfälle – und Stürze in ganz NRW

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Von: Peter Sieben

Glatteis auf einer Straße
Glatteis in NRW: Spiegelglatte Straßen sorgten auch für viele Unfälle von Fußgängern. © Armin Weigel/dpa

Am Montagmorgen gab es in Deutschland und ganz NRW zahlreiche Glatteis-Unfälle. Die gefrorenen Straßen sind nach Regenschauern spiegelglatt. Besonders dramatisch endete ein Unfall in Niedersachsen.

Köln – Das plötzlich auftretende Glatteis hat schon in der Nacht zu Montag für viele Unfälle in Deutschland und NRW gesorgt. Eisregen und gefrierender Regen sorgte auf dem frostigen Boden für spiegelglatte Straßen. In mehreren NRW-Städten fiel deshalb sogar die Schule aus. Der Deutsche Wetterdienst hatte bereits im Vorfeld eindringlich gewarnt, Wetterexperte Dominik Jung riet gar von Autofahren ab: „Bleiben Sie, wenn möglich, heute daheim, machen Sie Homeoffice. Besonders Gehwege und Seitenstraßen sind lebensgefährliche Rutschbahnen.“

Sportplätze in Münster gesperrt – betrunkene Autofahrerin baut Glatteis-Unfall

Update vom 19. Dezember, 11:31 Uhr: Wie die Stadt Münster mitteilt, macht Frostaufbruch die Rasen- und Tennen-Sportplätze zurzeit unbespielbar. „Daher bleiben die städtischen Naturrasenplätze bis einschließlich 2. Januar 2023 und die Tennenplätze zunächst bis 21. Dezember gesperrt. Kunstrasenplätze sind bespielbar“, heißt es weiter. Zudem wurden in ganz NRW noch diverse Glätte-Unfälle gemeldet. Vor allem im Hochsauerlandkreis und im Kreis Olpe gab es über 40 Unfälle, wie der Sauerlandkurier berichtet. Einige weitere Vorfälle aus NRW im Überblick:

Fahrradfahrer stürzt bei Glatteis, verletzt sich – und landet im Krankenhaus

Update vom 19. Dezember, 10:17 Uhr: Dass das Fahrradfahren bei den aktuellen Temperaturen und Straßen-Bedingungen mehr als gefährlich ist, musste ein 24-jähriger Mann aus Lippstadt am Montagmorgen auf schmerzhafte Weise erfahren. Aufgrund von Straßenglätte stürzte er auf dem Grünen Weg und verletzte sich leicht. Er musste zu einer ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Streuwagen stürzt um – zahlreiche Unfälle im Märkischen Kreis

Update vom 19. Dezember, 9.12 Uhr: Besonders viele Unfälle wegen Glatteis gab es im Märkischen Kreis. „Die Warnungen der Wetterdienste haben sich leider bewahrheitet“, heißt es bei der Polizei. Betroffene hätten teilweise längere Zeit warten müssen, bis die Polizei alle Unfälle aufnehmen konnte. Zwischen Sonntagnacht und 8 Uhr am Montagmorgen gab es rund 20 Unfälle, die sich auf Straßenglätte zurückführen ließen, teilt die Polizei mit.

Sogar einen Streuwagen erwischte es: Der Wagen stürzte auf der Werkshagener Straße in Meinerzhagen um, der Fahrer wurde verletzt. Die Einsatzkräfte hatten erhebliche Schwierigkeiten bei der Bergung des Fahrzeugs, der Streuwagen konnte bis jetzt nicht wieder aufrecht gestellt werden.

Weitere Unfälle im Märkischen Kreis:

Glatteis: Viele Menschen verletzten sich nach Stürzen

Update vom 19. Dezember 2022, 8.35 Uhr: Nicht nur auf Straßen und Autobahnen kam es zu Unfällen. Viele Menschen verletzten sich teils heftig nach Stürzen auf Gehwegen. In Bonn etwa gab es nach Auskunft der Feuerwehr allein bis zum frühen Morgen 24 chirurgischen Notfälle, weil Menschen auf dem glatten Untergrund ausgerutscht waren.

Die extreme Glätte erschwerte auch die Arbeit der Rettungskräte: „In einem Fall wurde ein Patient in einer Schleifkorbtrage gelagert, um ihn dann über die eisbedeckten Wege vom Haus zum Rettungswagen zu schieben. Ein Transport mit einer konventionellen Trage war aufgrund der Glätte nicht möglich“, heißt es bei der Feuerwehr. In einem weiteren Fall musste ein Löschfahrzeug der Feuerwehr zur Unterstützung des Rettungsdienstes gerufen werden: Die Einsatzkräfte streuten den Untergrund vom Haus eines Patienten zum Rettungswagen mit Streusalz ab.

Glatteis und Eisregen: Zahlreiche Unfälle in NRW

In NRW gab es bereits am frühen Morgen vor allem im Osten und am Niederrhein Glatteis-Unfälle:

25-Jähriger stirbt nach Glatteis-Unfall

Auch in anderen Bundesländern gab es zahlreiche Unfälle. Besonders tragisch: In Niedersachsen ist auf der Autobahn A27 bei Walsrode-Hamwiede am frühen Morgen ein 25 Jahre alter Autofahrer bei einem Unfall getötet worden. Ein Sprecher der Autobahnpolizei Langwedel sagte am Morgen, dass das Auto aufgrund von Glätte von der Fahrbahn abgekommen sei. Nach dem Unfall war die Autobahn bis zum Morgen erst voll und dann halbseitig gesperrt. (pen, mit dpa)

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