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Kreis Viersen: Leichtflugzeug stürzt ab – Flugschüler flog Maschine wahrscheinlich

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Die Wrackteile eines abgestürzten Flugzeugs liegen an einem Waldrand in Grefrath.
Ein Leichtflugzeug stürzte am Mittwochabend bei Grefrath ab. © Arnulf Stoffel/dpa

Ein Leichtflugzeug ist in Grefrath im Kreis Viersen abgestürzt. Ein Flugschüler ist bei dem Unfall gestorben. Noch ist unklar, wer das Flugzeug geflogen hat.

Grefrath – In der Nähe des Flugplatzes Niershorst in Grefrath hat sich am Mittwoch ein tragisches Unglück ereignet: Ein Leichtflugzeug stürzte in die Tiefe. Im Flugzeug befand sich nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei ein Fluglehrer sowie ein Flugschüler. Nach neuesten Informationen der Polizei soll „höchstwahrscheinlich“ der Flugschüler das Flugzeug gesteuert haben, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstagmittag bekannt gab. Inzwischen haben zudem Experten der Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchungen (BFU) mit der Suche nach der Ursache begonnen. Bei dem Absturz wurde der 60 Jahre alte Fluglehrer schwerverletzt. Der 32-jährige Flugschüler kam ums Leben.

Kreis Viersen: Leichtflugzeug stürzt bei Grefrath ab – Flugschüler kommt ums Leben

Der Unfall ereignete sich gegen 18:25 Uhr. Das Flugzeug befand sich im Landeanflug auf den Flugplatz, stürzte jedoch in ein Feld, so der bisherige Ermittlungsstand der Polizei. Die Maschine soll vor dem Absturz plötzlich nach links weggekippt sein. Der Flieger gehörte zu einer Flugschule. Der 60-Jährige wurde in eine Klinik gebracht. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Erst vor kurzem wurden Rettungskräfte in Viersen ebenfalls zu einem tragischen Einsatz gerufen.

Polizei und Rettungskräfte stehen neben einem abgestürzten Leichtflugzeug.
Ein Flugzeug stürzte in der Nähe des Flugplatzes Niershorst in Grefrath ab. © Drabben/TNN/dpa

Flugzeug stürzt im Kreis Viersen ab: Ermittlungen der Polizei dauern an

Wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag auf 24RHEIN-Nachfrage mitteilte, dauern die Ermittlungen weiterhin an. Der Flugschreiber muss noch ausgewertet werden. Zurzeit ist noch unklar, wann mit ersten Ergebnissen zu rechnen sein wird. Bei dem Absturz verletzte sich zudem ein 60-jähriger Fluglehrer so schwer, dass er mit einem Hubschrauber in eine Klinik gebracht werden musste.

Das Flugzeug soll kurz vor dem Unfall noch in einer aufwendigen großen Inspektion gewesen und dafür komplett demontiert, gecheckt und wieder zusammengebaut worden, sagte der Geschäftsführer der Flugschule am Grefrather Flugplatz, Stefan Krabbe. Motor und Propeller seien fast neu gewesen. „Es ist für uns völlig rätselhaft.“ Krabbe schätzte die Höhe der Maschine beim Absturz auf 60 bis 100 Meter. „Die waren im Endanflug.“ Mehrere Zeugen hätten den Absturz gesehen, darunter ein Pilot, der mit seinem Flugzeug hinter der Maschine herflog und nach ihr landen wollte.

Flugzeugabsturz in Grefrath: Maschine war mit Doppelsteuer ausgestattet

Wer das Flugzeug zum Unfallzeitpunkt geflogen hat, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Die Polizei Viersen geht zurzeit davon aus, dass höchstwahrscheinlich der Schüler am Steuer saß. Allerdings sagte Krabbe, dass die Maschine mit einem Doppelsteuer ausgestattet sei. Es könnten also beide Piloten gleichzeitig die Hand am Steuer gehabt haben. Der aus Grefrath stammende Flugschüler war laut Polizei noch am Unfallort gestorben. Der Schulungsbetrieb sei vorerst gestoppt, sagte Krabbe. „Wir sind alle geschockt.“

Weitere Informationen folgen, dieser Artikel wird laufend aktualisiert. Letzte Aktualisierung am 27. Mai um neue Details zu den Ermittlungen (Flugschüler ist wahrscheinlich geflogen).

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