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Greven: Messerangriff in Asylunterkunft – ein Toter

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Spurensicherer stehen vor einer Unterkunft für Geflüchtete im Münsterland.
Bei einem Messerangriff in einer Asylunterkunft ist ein 35-jähriger Bewohner getötet worden. © David Poggemann/dpa

Bei einem Messerangriff in Greven wurde ein 35-jähriger Mann in einer Asylunterkunft getötet. Ein weiterer Mann wurde schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter flüchtete zunächst.

Greven – Bei einem Messerangriff in einer Unterkunft für Geflüchtete im Münsterland ist am Sonntagabend, 4. Juli, ein 35 Jahre alter Bewohner getötet worden. Zudem erlitt ein 43-Jähriger bei der Tat in Greven schwere Verletzungen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Montagmorgen mitteilten. Der mutmaßliche Täter, ein 25 Jahre alter Afghane, sei geflohen und schließlich in einem angrenzenden Feld entdeckt und widerstandslos festgenommen worden. Bei der Suche nach ihm kam demnach auch ein Hubschrauber zum Einsatz.

Greven: Messerangriff in Asylunterkunft – Täter stand möglicherweise unter Drogeneinfluss

„Der mutmaßliche Täter ist im Jahr 2015 nach Deutschland eingereist, seit Januar 2018 lebt er in dieser Einrichtung. Möglicherweise stand er zum Zeitpunkt der Tat unter Alkohol- und Drogeneinfluss“, so Oberstaatsanwältin Dr. Barbara Vogelsang. Zeugenaussagen zufolge soll er kurz vor dem Angriff „Allahu Akbar“ (deutsch: Gott ist groß) gerufen haben. Das Todesopfer stammt nach Polizeiangaben aus Aserbaidschan, der Schwerverletzte ist Deutscher und war ebenfalls ein Bewohner der Einrichtung für Asylbewerber und Obdachlose.

Noch seien die Hintergründe der Tat nicht geklärt, hieß es. „Die Ermittlungsbehörden gehen allen Hinweisen nach, um die Hintergründe der Tat zu klären“, verdeutlicht die Staatsanwältin weiter. Auch in Köln ermittelt zurzeit die Mordkommission: Ein 75-Jähriger wurde tot aufgefunden.

Vor wenigen Wochen kam es in Köln zu einem ähnlichen Polizeieinsatz. In einer Asylunterkunft im Stadtteil Ossendorf soll ein Mann getötet worden sein. Ein weiterer Mann wurde schwer verletzt.

Hinweis: Dieser Artikel wurde zuletzt am 5. Juli um 9:57 Uhr aktualisiert. Neuerung: Der mutmaßliche Täter rief vor seiner Tat „Allahu Akbar“ und das schwerverletzte Opfer war ebenfalls Bewohner der Einrichtung.

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