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Großbrand in Belgien: Einsatz läuft noch, aber Warnung in NRW aufgehoben

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Von: Benjamin Stroka

Eine massive Rauchwolke steigt nach dem Großbrand bei einem Abfallunternehmen im belgischen Lanaken auf.
Eine massive Rauchwolke steigt nach dem Großbrand bei einem Abfallunternehmen im belgischen Lanaken auf. © ANP/Imago

Ein Großbrand im belgischen Lanaken hat am Mittwochabend für eine NINA-Warnung in NRW gesorgt. In Selfkant und Gangelt wurde vor Geruchsbelästigung gewarnt.

Update vom 27. Oktober: Nach einem Großbrand bei einer Recyclingfirma in Belgien wurde die Warnung für die NRW-Gemeinden Selfkant und Gangelt (Kreis Heinsberg) am Donnerstagmorgen zurückgenommen. Am Mittwochabend wurde über die Warn-App NINA vor Geruchsbelästigung in beiden Orten gewarnt. Um 6:26 Uhr am Donnerstagmorgen gab es die Entwarnung.

Der Feuerwehreinsatz im rund 30 Kilometer entfernten Lanaken in Belgien lief derweil auch am Donnerstagmorgen noch. Es seien immer noch Flammen zu sehen, berichtet die belgische Nachrichtenseite HNL. Plastikmüll hatte auf dem Gelände einer Recyclingfirma am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr Feuer gefangen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Erstmeldung vom 26. Oktober:

Großbrand in Belgien: Warnung auch für Orte in NRW

Lanaken – In einem Recyclingbetrieb in Belgien ist am Mittwochnachmittag gegen 17 Uhr ein Großbrand ausgebrochen. Eine riesige schwarze Rauchwolke ist über der Anlage im kleinen Ort Lanaken, nahe der niederländischen Grenze bei Maastricht, zu sehen. Die Rauchentwicklung ist so massiv, dass die Warn-App NINA sogar Gemeinden in NRW vor einer Geruchsbelästigung warnt.

Gegen 18:46 Uhr gab es eine Warnung für die Orte Selfkant und Gangelt im Kreis Heinsberg. Beide Gemeinden liegen rund 30 Kilometer von Lanaken entfernt. Für die NRW-Region bestehe aber keine Gesundheitsgefahr, heißt es in der Warnung. Das bestätigte auch die Feuerwehr Gangelt. Es komme aber zu einer Geruchsbelästigung.

NINA-Warnung für Selfkant und Gangelt wegen Großbrand in Belgien

In Lanaken ist die Feuerwehr immer noch im Großeinsatz, wie die belgische Nachrichtenseite HLN berichtet. Demzufolge haben dort große Ballen aus Plastikmüll beim Abfallverarbeitungsunternehmen „Van Werven“ Feuer gefangen. Die Anwohner vor Ort sollen vorsorglich Fenster und Türen geschlossen halten. Laut Bürgermeister Marino Keulen enthalte die Rauchwolke aber keine Giftstoffe. Der Feuerwehreinsatz wird wohl noch die ganze Nacht andauern.

„Der Plan ist, das Feuer kontrolliert ausbrennen zu lassen. Im Moment besteht daher keine große Gefahr, dass das Feuer auf die umliegenden Gebäude übergreift“, zitiert HLN den Bürgermeister. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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