1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Millionenschaden nach Großbrand in Goch – Brandursache geklärt

Erstellt:

Von: Oliver Schmitz

Bei dem Großbrand in Goch stiegen am Freitag dichte Rauchschwaden auf.
Bei dem Großbrand in Goch stiegen am Freitag dichte Rauchschwaden auf. © Torsten Matenaers/Feuerwehr Goch

In Goch ist am Freitagnachmittag ein Großbrand ausgebrochen. Dabei wurden zwei Feuerwehrleute verletzt. Nun ist die Brandursache klar.

Update vom 15. August, 20:14 Uhr: Mehrere Tage sind vergangen, seitdem eine Lagerhalle eines Blumengroßhandels am Höster Weg am Freitag in Brand geriet. Bei den Löscharbeiten des Großbrandes wurden zwei Feuerwehrleute schwer verletzt. Sie mussten in Spezialkliniken geflogen werden, wo sie zurzeit stationär behandelt werden. Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf.

Die völlig zerstörte Halle nach dem Großbrand in Goch.
Die völlig zerstörte Halle nach dem Großbrand in Goch. © Torsten Matenaers/Feuerwehr Goch

Um die Brandursache zu klären, suchten Beamte der Kriminalpolizei am Montagvormittag gemeinsam mit einem Brandsachverständigen den Brandort auf. „Dort konnte festgestellt werden, dass der Bewuchs der Böschung des hinter dem Firmengelände liegenden Bahndamms zuerst in Brand geriet“, teilt die Kreispolizei mit. „Wie das geschah, bleibt unklar. Das Feuer breitete sich auf Europaletten, die auf dem Firmengelände gelagert wurden, aus.“

Von dort sprang der Brand auf die Lagerhalle über und breitete sich schnell auf die gesamte Halle aus. Anschließend kam es zu der Rauchgasdurchzündung, in deren Folge die beiden Feuerwehrmänner ihre Verletzungen erlitten. Die Halle ist zurzeit einsturzgefährdet, heißt es weiter.

Millionenschaden nach Großbrand in Goch – immer noch Warnung vor Wasser aus der Niers

Update vom 13. August, 15:35 Uhr: Nach dem Großbrand in Goch hat die Feuerwehr eine erschreckende Bilanz gezogen. Zwei Feuerwehrleute wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Der Sachschaden wird auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Zudem wird weiterhin vor dem Wasser in der Niers gewarnt, weil möglicherweise kontaminiertes Löschwasser in den Fluss geraten sei. „Die Bevölkerung soll vorerst nicht in der Niers baden, keine Tiere daraus trinken lassen oder das Wasser anderweitig verwenden“, betont die Feuerwehr in Goch auch am Samstag (13. August) nochmal. Eine mögliche Entwarnung gebe es erst, wenn die Wasserproben aus der Niers analysiert wurden. „Damit ist nicht vor Mitte der kommenden Woche zu rechnen“, so die Feuerwehr weiter.

Großbrand in Goch: Ermittlungen zur Brandursache laufen

Am Freitag war gegen 15:30 Uhr die Halle eines Blumen- und Gartengroßhändlers in Brand geraten. Das Feuer konnte sich über große Mengen an Paletten und Düngemitteln in der Halle schnell ausbreiten. Zum Zeitpunkt des Feuers befand sich niemand auf dem Firmengelände. Während der Löscharbeiten kam es zu einer „massiven Rauchgasdurchzündung“. Dabei wurden zwei Feuerwehrleute verletzt. „Einer der beiden wurde durch die Druckwelle gegen ein auf dem Gelände abgestelltes Fahrzeug geschleudert und von Trümmerteilen getroffen“, schildert ein Feuerwehrsprecher die Ereignisse. Insgesamt dauerten die Löscharbeiten rund 19 Stunden. Die Brandursache ist noch unklar. Ermittlungen der Polizei laufen. Die völlig zerstörte und einsturzgefährdete Halle wurde beschlagnahmt.

Großbrand in Goch: Ein Feuerwehrmann schwer verletzt und immer noch im Krankenhaus

Update vom 13. August, 10:47 Uhr: Am späten Freitagabend konnte die Feuerwehr die Löscharbeiten nach dem Großbrand in Goch abschließen. Die Einsatzkräfte blieben dennoch die ganze Nacht vor Ort, um als Brandsicherheitswachen mögliche Glutnester im Auge zu behalten. Den beiden verletzten Feuerwehrleuten gehe es „den Umständen entsprechend“, teilte die Feuerwehr am Abend mit.

Man gehe davon aus, dass ein Feuerwehrmann im Laufe des Samstags wieder aus dem Krankenhaus kommen kann. „Der zweite Kamerad hat ernstere Verletzungen erlitten und verbleibt stationär im Krankenhaus“, erklärt ein Feuerwehrsprecher. Die beiden Einsatzkräfte wurden bei einer „Rauchgasdurchzündung“ während der Löscharbeiten in Goch schwer verletzt.

Großbrand in Goch: Warnung vor Rauchgasen zurückgenommen

Update vom 12. August, 21:38 Uhr: „Die Warnung vor Rauchgas haben wir zurückgenommen“, teilt die Feuerwehr am Freitagabend mit. Auch die Bahnstrecke des RE10 ist wieder freigegeben. „Die B67 bleibt weiterhin gesperrt.“

Großbrand in Goch gelöscht: Anwohner sollen kein Wasser aus der Niers entnehmen

Update vom 12. August, 20:45 Uhr: Der Großbrand in Goch ist gelöscht. Für Anwohner gibt es jedoch weiterhin Einschränkungen. „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass in der ersten Einsatzphase Löschwasser in die Kanalisation und damit in die Niers gelangt ist“, so die Feuerwehr am Freitagabend. Darum sollte vorerst kein Wasser aus der Niers entnommen werden. Auch Tiere sollten nicht aus dem Fluss trinken. Aufs Baden sollte ebenfalls verzichten werden, empfehlen Feuerwehr und behördliche Vertreter des Kreises. „Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme. Ob tatsächlich eine Gefährdung besteht, wird durch Messungen verifiziert.“

Das Feuer konnte mittlerweile gelöscht werden. „An der Einsatzstelle haben mittlerweile die Nachlöscharbeiten begonnen. Hierzu werden unter anderem Radlader eingesetzt, die Brandschutt am hinteren Hallenbereich auseinanderziehen, dann können Glutnester besser abgelöscht werden“, so die Feuerwehr am Freitagabend weiter. „Die Halle selbst darf nicht betreten werden, es herrscht akute Einsturzgefahr.“ In der Spitze waren 200 Kräfte im Einsatz, die Arbeiten werden sich noch mehrere Stunden hinziehen.

Feuerwehr-Leute bei Großbrand verletzt: Warnung vor „tödlichen Gasen“ in Goch

Erstmeldung vom 12. August: Goch – Warnung im Kreis Kleve: Seit Freitagnachmittag (12. August) brennt es in Goch. Der Großbrand war gegen 15:30 Uhr an einem Gewerbebetrieb am Höster Weg ausgebrochen. Kurz nachdem die Feuerwehr eingetroffen war, kam es zu einer „Rauchgasdurchzündung“, wobei zwei Einsatzkräfte schwer verletzt wurden, wie ein Sprecher mitteilte. Sie wurden mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken gebracht.

Wegen der „starken Rauchentwicklung“ hat auch die Nina-Warn-App ausgelöst. Anwohner sollen keine verqualmten Räume betreten, denn dort können sich laut Feuerwehr „tödliche Gase“ bilden. In ganz Goch kann es zudem zu „Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag“ kommen. Deshalb könnten gesundheitliche Beeinträchtigungen“ nicht ausgeschlossen werden“.

Goch: Straßen- und Bahn-Sperrung durch Großbrand – Teil-Ausfall der RE10

Der Großbrand in Goch befindet sich direkt an der Bundesstraße B67 sowie einer Bahnstrecke. Beide wurden auf Höhe des brennenden Hauses mittlerweile gesperrt. In der Folge kommt es laut Zuginfo.NRW bei der RE10 zu Teil-Ausfällen zwischen Kevelaer und Kleve. Dazwischen wurde ein Busnotverkehr eingerichtet.

Wie lange der Feuerwehr-Einsatz und die Sperrung noch andauern, „steht derzeit nicht fest“, teilte die Feuerwehr mit. Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) führte am späten Nachmittag Luftmessungen vor Ort durch. Die Resultate sind noch nicht bekannt.

Goch: Rauchgase nach – das sollen Anwohner tun

Waldbrand in NRW: In Witten brennen mehrere hundert Quadratmeter

In anderen Regionen in NRW kommt es am Freitag zu Waldbränden. „Die Feuerwehr Witten bekämpft seit den Mittagsstunden einen Waldbrand im Bereich der Burgruine Hardenstein“, so die Feuerwehr am Freitagnachmittag.

Eine Waldfläche von mehreren hundert Quadratmetern ist betroffen. „70 Einsatzkräfte mussten über 2000 Meter Schlauchleitungen verlegen, um das benötigte Löschwasser zum Brandherd zu bekommen. Mit Motorkettensägen wurden Schneisen freigeschnitten, um das Feuer zu erreichen.“ (os) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant