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Einbrecher flüchten mit Audi vor der Polizei – das endet fast in einer Katastrophe

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Von: Maximilian Gang

Eine rücksichtslose Verfolgungsjagd endete, als der blaue Audi A3 in den Gegenverkehr geriet und mit einem anderen Auto zusammenstieß.
Ein folgenreicher Fluchtversuch endete mit drei Schwerverletzten und einem Fahrzeugwrack. © Polizei Düsseldorf

Zwei Männer flohen in Haan (NRW) vor der Polizei, um eine Kontrolle zu verhindern. Am Ende stehen drei Schwerverletzte, ein Autowrack und unzählige Straftaten.

Haan – Was eine normale Verkehrskontrolle werden sollte, wurde zu einem lebensgefährlichen Unterfangen: Am Dienstag, dem 6. Dezember, gegen 22 Uhr wollten Polizisten aus Mettmann in Nordrhein-Westfalen auf der A46 einen blauen Audi A3 kontrollieren. Zuvor war ein solches Fahrzeug nach einem Wohnungseinbruch polizeilich ausgeschrieben worden.

Doch die zwei 19 und 22 Jahre alten Insassen wollten lieber abhauen: „Der Fahrer des Audis ignorierte jedoch die Anhaltesignale der Polizei und raste nun mit hohem Tempo vor den Beamten davon“, wie die Polizei erklärt. Was dann folgte, brachte nicht nur die Flüchtigen in Gefahr, sondern rücksichtslos auch alle anderen Verkehrsteilnehmer.

Verfolgungsjagd in NRW: Fahrer verliert Kontrolle und gerät in Gegenverkehr

An der Anschlussstelle Haan-Ost fuhren die jungen Männer schließlich von der Autobahn ab. Auf der Fahrt ignorierten die Flüchtigen mehrere rote Ampeln. Und auch wenn das Duo damit bereits schwerwiegende Vergehen begangen hat, ist der schlimmste Punkt noch nicht einmal erreicht, denn: Auf der Kreuzung der Gruitener mit der Gräfrather und der Eberfelder Straße verlor der Audi-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug – und geriet in den Gegenverkehr.

Dort fand die Verfolgungsjagd ein Ende: Die jungen Männer stoßen mit ihrem Audi frontal mit einem 54-jährigen Renault-Fahrer aus Haan zusammen. Der 19 Jahre alte Beifahrer wurde beim Aufprall „aus dem Auto geschleudert“, wie die Polizei erklärt. Der Fahrer wurde im Autowrack eingeklemmt, die Haaner Feuerwehr musste den 22-Jährigen aus dem Auto befreien.

Nach Zusammenprall: Fahrer hatte wohl keinen Führerschein

Sowohl die beiden Flüchtigen, als auch der zuvor unbeteiligte Fahrer des Renaults wurden in ein Krankenhaus gebracht, so die Polizei. Alle drei erlitten schwere Verletzungen. Die jungen Männer stehen in der Klinik unter polizeilicher Überwachung. Im Audi stellten die Polizisten zudem Einbruchswerkzeug sicher. Zuvor war der Fahrer bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten.

Und ein Verdacht könnte die Sache noch schlimmer machen: Der Wagen war mutmaßlich nicht versichert, der Fahrer hatte zudem womöglich keine gültige Fahrerlaubnis. Auch die Fahrzeuge zeichneten ein erschreckendes Bild des Aufpralls: „Beide Fahrzeuge wurden bei dem Unfall erheblich beschädigt und mussten abgeschleppt werden“, wie die Polizei erklärt. Dabei entstand ein Sachschaden von mindestens rund 20.000 Euro. Die Kreuzung war noch bis 2 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Ob die Flüchtigen zuvor Alkohol oder Drogen genommen hatten, soll nun eine Blutprobe zeigen.

Wenn Fahrer die Kontrolle über ihr Fahrzeug verlieren, hat das häufig heftige Konsequenzen. Zuletzt geriet eine 19-Jährige in die Gegenspur und kollidierte mit einem anderen Auto. Die schwer verletzte Frau wurde dabei in ihrem Fahrzeug eingeklemmt. (mg) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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