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Kirmes-Unfall: Mädchen aus Fahrgeschäft geschleudert – Ermittlungen gegen Mitarbeiter

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Von: Nina Büchs

Unglück auf dem Bremer Volksfest Freimarkt, auf dem Foto sieht man das Fahrgeschäft „Krake“ hinter einer Polizeiabsperrung.
Das Fahrgeschäft „Krake“ ist seit dem Unfall am 24. September auf der Haaner Kirmes außer Betrieb. (Archivbild aus Bremen) © Michael Bahlo/dpa

Jetzt ist klar, warum ein Mädchen auf der Haaner Kirmes aus der Gondel eines Fahrgeschäfts geschleudert wurde. Die „Krake“ wurde vorerst stillgelegt.

Update vom 26. September, 15:10 Uhr: Wie die Polizei berichtet, wurde das Fahrgeschäft nun hinsichtlich der Unfallursache überprüft. Klar sei inzwischen, dass ein technischer Defekt dazu geführt hatte, dass der Sicherheitsbügel der Gondel nicht korrekt geschlossen. In der Folge wurde das Mädchen aus der Gondel geschleudert.

„Die Polizei hat zudem ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen vier Gastarbeiter eingeleitet“, heißt es weiter. Die Männer sollen verantwortlich gewesen sein, die Schließung der Bügel zu prüfen. Das Fahrgeschäft Krake soll auf Anordnung der Stadt für den Rest der Kirmes stillgelegt bleiben. Die weiteren Ermittlungen dauern hat.

Die beiden Mädchen hatten scheinbar Glück: Sie wurden nicht so schlimm verletzt, wie zunächst angenommen. Das 12 Jahre alte Mädchen konnte das Krankenhaus bereits wieder verlassen.

Bei dem Unfall wurde auch ein kleines Mädchen (4) verletzt. Die Vierjährige befand sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf dem Arm ihrer Mutter. Die 33-Jährige wurde leicht verletzt, ihre Tochter befindet sich noch im Krankenhaus, hat nach aktuellen Informationen der Polizei jedoch „wohl keine schwereren Verletzungen davongetragen“.

Kirmes-Unfall: Mädchen schleudert aus „Krake“ auf Kleinkind (4)

Erstmeldung vom 26. September: Haan – Auf der Haaner Kirmes wurden am Samstagnachmittag, 24. September, gegen 16:40 Uhr zwei Mädchen verletzt. Nach Angaben der Kreispolizeibehörde Mettmann wurde „ein zwölf Jahre altes Mädchen bei voller Fahrt aus einem Fahrgeschäft („Krake“) herausgeschleudert“. Die 12-Jährige flog dabei direkt auf ein vierjähriges Mädchen, das mit seiner Mutter am Rande der Attraktion gestanden hatte.

Haaner Kirmes: Mädchen (12) aus Fahrgeschäft „Krake“ geschleudert

Zunächst sei unklar gewesen, wie schwer die beiden Mädchen bei dem Unfall verletzt wurden, so die Polizei. Deshalb sei ein Rettungshubschrauber angefordert worden, der dann jedoch nicht zum Transport genutzt wurde. Stattdessen brachte ein Rettungswagen die beiden Mädchen in umliegende Krankenhäuser.

Inzwischen ist klar, dass die Mädchen wohl Glück im Unglück hatten. So konnte die 12-Jährige am Sonntag, 25. September, wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Das vier Jahre alte Mädchen verbleibt aktuell noch zur Beobachtung im Krankenhaus, hatte aber ebenfalls keine schweren Verletzungen davongetragen, so die Polizei.

Unfall auf Haaner Kirmes 2022: Erste Vermutungen zur Ursache

Die Ermittlungen zur Unfallursache sind in vollem Gange. Wie ein Polizeisprecher gegenüber 24RHEIN mitteilte, gäbe es Hinweise, dass der Sicherheitsbügel am Sitz nicht verschlossen war. „Warum der Bügel nicht verschlossen war, ist aber noch nicht geklärt“, so der Polizeisprecher weiter. So könnte zum Beispiel auch ein technischer Defekt ursächlich für den Vorfall gewesen sein. Für die Dauer der Unfallermittlung wurde das Fahrgeschäft „Krake“ nun bis auf Weiteres stillgelegt.

Fahrgeschäft „Krake“
Hersteller:Schwarzkopf
Kapazität:40 Personen in 20 Gondeln
Typ:Karussell

Haaner Kirmes: Betreiber der „Krake“ schockiert über Unfall – so geht es nun weiter

Der Bonner Schausteller und Betreiber der „Krake“, Hubert Markmann, steht mit der Familie der Mädchen in Kontakt. Gegenüber dem Express sagte er, es sei technisch gar nicht möglich, dass der Bügel aufgehe. Alle nötigen Unterlagen wurden nun direkt den Behörden zur Verfügung gestellt, zudem werden Sachverständige aus München nach Haan kommen. Vorher könne das Fahrgeschäft nicht wieder in Betrieb genommen werden, so Markmann weiter. (nb) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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