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Hagen: Salzsäure bei Brand in Fabrik in Volme geflossen – nun sind einige Fische tot

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Ein toter Fisch treibt mit dem Bauch nach oben im Rötlener Stausee.
Bei Löscharbeiten in einer Stahlfabrik in Hagen ist Salzsäure in die Volme gelangt – daraufhin sind viele Fische nun gestorben. (Symbolbild) © Jan-Philipp Strobel/dpa

Als am Freitag in Hagen eine Stahlfabrik in Flammen stand, gelang Salzsäure bei den Löscharbeiten in die Volme. Einige Fische und Krebse sind daran nun gestorben.

Hagen – Nach einem Brand in einer Stahlfabrik in Hagen ist mit dem Löschwasser Salzsäure in die Volme gelangt und hat ein Fischsterben verursacht. Ein Sprecher der Stadt sagte am Dienstag, es seien rund 60 Kubikmeter verdünnte Salzsäure „punktuell und vorübergehend“ mit dem Löschwasser in das angrenzende Gewässer gelangt. Trotz sofort eingeleiteter Gegenmaßnahmen am Freitag seien Fische verendet, zur Zahl könne man keine Angaben machen. Laut WDR waren Angler am Wochenende auf tote Fische, Krebse und Kleinlebewesen gestoßen.

Hagen: Salzsäure bei Löscharbeiten in Volme gelangt – Proben zeigten keine Belastung mehr im Wasser

Die Fabrik in Hagen hatte aus noch ungeklärter Ursache „in voller Ausdehnung“ gebrannt, bis zu 170 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen. Dem Stadtsprecher zufolge hatte das Landesumweltamt LANUV bei Proben am Wochenende aus der Volme keine Belastung mehr im Wasser gefunden.

Rauch steigt aus den Gebäuden einer Fabrik.
In Hagen ist letzte Woche eine Stahlfabrik in Brand geraten. Bei den Löscharbeiten gelang schließlich Salzsäure in die Volme. © Markus Klümper/dpa

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Ein Sprecher der Ruhrfischereigenossenschaft erläuterte auf Anfrage, die stark ätzende Säure gehe auf Kiemen und andere empfindliche Schleimhäute der Wasserlebewesen. Nach dem Tod etwa größerer Forellen könne es einige Jahre dauern, bis diese an der betroffenen Stelle wieder schwimmen. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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