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„Pirat“ am Hagen Hauptbahnhof gestoppt – mit Gewehr und Machete

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Eine Steinschosspistole, ein Steinschossgewehr und eine Machete.
Mit diesen Dekowaffen wurde ein Mann im Piratenkostüm am Hagener Hauptbahnhof von der Polizei gestoppt. © Bundespolizei

Mit Piratenkostüm, einem Gewehr und einer Machete stoppte die Bundespolizei einen Mann am Hauptbahnhof in Hagen. Jetzt wird es teuer für den „Pirat“.

Hagen – „Ist denn schon Karneval?“, fragte sich die Bundespolizei in Hagen am Freitag (15. Oktober). Ein als Pirat verkleideter Mann hatte am Hagener Hauptbahnhof die Bundespolizei auf den Plan gerufen. Er trug täuschend echt aussehende Waffen mit sich, die einen Passanten verängstigten, wie die Bundespolizei am Sonntag berichtete. Beamte sprachen den 54-Jährigen an einem Bahnsteig an, der zu einem Event fahren wollte. Mit dabei hatte er eine Steinschlosspistole, ein Steinschlossgewehr und eine Machete in einem Holster. Auf der Wache entpuppten sich diese als sogenannte Dekorationswaffen.

Hagen Hauptbahnhof: Mann im Piratenkostüm und mit Dekowaffen gestoppt

Dekorationswaffen

Bei sogenannten Dekorationswaffen, auch als „Anscheinwaffen“ bekannt, handelt es sich um Waffen, mit denen nicht geschossen werden kann. Zum Teil sind es reine Dekowaffen, in anderen Fällen auch echte Waffen, die unbrauchbar und somit schussunfähig gemacht wurden. Dennoch sehen diese Dekorationswaffen oftmals täuschend echt aus. Wer eine solche Anscheinwaffe in der Öffentlichkeit trägt, macht sich einer Ordnungswidrigkeit schuldig und muss mit einem Bußgeld bis zu 10.000 Euro rechnen.

Diese seien zwar schussunfähig, dürften aber im öffentlichen Raum nicht getragen werden, hieß es. Die Bundespolizei leitete ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen den Mann ein. Der „Pirat“ durfte seine sichergestellten Waffen danach verpackt wieder abholen. (bs/dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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