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Schlangen-Alarm in Hagen: „Wohnung zu privatem Dschungel ausgebaut“

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Ein gemeinsamer Einsatz des Veterinäramtes der Stadt Hagen, des Ordnungsamtes, der Feuerwehr und der Polizei Hagen zur Gefahrenabwehr aufgrund von Gifttieren fand in Wehringhausen statt.
Veterinäramt, Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt waren an dem Gifttier-Einsatz in Hagen beteiligt. © Marius Noack/Stadt Hagen

Rund 50 Tiere, darunter giftige Schlangen, wurden in einer Wohnung in Hagen sichergestellt. Das Appartement soll wie ein „privater Dschungel“ ausgesehen haben.

Hagen/Düsseldorf – Ein Mann, der in Hagen zahlreiche illegale Gifttiere gehalten hat, hatte seine Wohnung laut Feuerwehr zu einem „privaten Dschungel“ ausgebaut. „So befanden sich mehrere Pflanzen, darunter auch Lianen in dem Appartement“, teilte die Feuerwehr Düsseldorf am Freitag mit. Sie war am Vortag wegen ihrer Reptilienexperten zur Amtshilfe nach Hagen gerufen worden.

Hagen: Hochgiftige Schlangen in Wohnung entdeckt

Die Düsseldorfer Spezialisten packten aus Sicherheitsgründen zunächst die Tiere im Keller des Mehrfamilienhauses ein. In der 45 Quadratmeter großen Wohnung habe man dann mehrere hochgiftige Schlangen entdeckt. Darunter eine Puffotter, eine Rhinozerosviper, eine Speikobra, eine Monokel- und Brillenkobra. „Zusätzlich befanden sich auch mehrere Skorpione in nicht artgerechten und unsicheren Gefäßen“, so die Feuerwehr. Für den Einsatz standen Rettungsdiensteinheiten bereit, die im Falle eines Schlangenbisses oder Skorpionstichs umgehend Hilfe hätten leisten können.

Schlangen-Alarm in Hagen: Rund 50 Reptilien sichergestellt

Erst nach mehr als acht Stunden waren laut Feuerwehr rund 50 Reptilien „sicher verstaut“. Sie wurden in den TerraZoo in Rheinberg gebracht, wie die Stadt Hagen am Donnerstag mitgeteilt hatte. Das Veterinäramt hatte bei einem Ortstermin festgestellt, dass die Reptilien nicht artgerecht gehalten wurden und die Terrarien nicht wie vorgeschrieben gesichert waren. Zudem waren die aufgefundenen Tiere nicht gemeldet, wie dies das seit Jahresanfang geltende Gifttiergesetz in NRW vorsieht.

Die Reptilienfachgruppe der Feuerwehr Düsseldorf war im November bereits im Dormagen im Einsatz. Dort hatte jemand zwei Würgeschlangen einfach in einer leeren Wohnung zurückgelassen. (bs/dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde am 26. November um 17:27 Uhr umfassend aktualisiert und mit neuen Informationen der Feuerwehr Düsseldorf ergänzt.

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