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Hagen: Mann bedroht Rettungssanitäter mit Schreckschusswaffe – dann greift die Polizei ein

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Blaulicht an einem Rettungsfahrzeug.
Zwei Rettungssanitäter in Hagen wurden am Wochenende mit einer Schreckschusswaffe bedroht (Symbolbild). © Fotostand/Gelhot/IMAGO

Ein 58-jähriger Mann aus Hagen bedrohte in der Nacht zum Samstag einen Rettungssanitäter mit einer Schreckschusswaffe. Die Polizei konnte den Mann nach kurzer Flucht stoppen.

Hagen – Ein Sanitäter der Feuerwehr Hagen ist bei einem Rettungseinsatz von einem 58 Jahre alten Mann mit einer Schreckschusswaffe bedroht worden. Der 41 Jahre alte Beamte und sein Kollege (22) waren in der Nacht zum Samstag zu einem medizinischen Notfall in ein Mehrfamilienhaus gerufen worden. Ihnen öffnete die Frau, wegen der die Rettungssanitäter gekommen waren. Als sie das Wohnzimmer betraten, zog der Hagener auf dem Sofa sitzend plötzlich eine Schusswaffe und richtete sie gegen den Sanitäter, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Nach Bedrohung von Sanitäter: Polizei Hagen findet drei Taschenmesser bei 58 Jahre altem Mann

Der offensichtlich angetrunkene Mann ließ dann die Waffe fallen und konnte zunächst aus der Wohnung entkommen. Die zu Hilfe gerufene Polizei stellte den aggressiven 58-Jährigen und fand bei ihm drei Taschenmesser. Wegen seines aggressiven Verhaltens und seiner Alkoholisierung kam er in Gewahrsam. Die Schreckschusswaffe wurde beschlagnahmt, ein Strafverfahren eingeleitet.

Zuletzt kam es häufiger zu Angriffen auf Rettungssanitäter in NRW. Ende Februar raste eine betrunkene Frau in Köln direkt auf einen Sanitäter zu, der sich nur durch einen Sprung in Sicherheit bringen konnte. In Duisburg kam es Ende Februar zu einem ähnlichen Vorfall. Dort wurde ein Sanitäter von einem Autofahrer absichtlich angefahren und verletzt. (bs/dpa/lnw)

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