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Hagen: Ordnungsamt versetzt Mitarbeiter nach Teilnahme an Impfgegner-Demo

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Ein Plakat mit der Aufschrift „Impfpflicht“, die rot durchgestrichen ist, auf einer Demonstration der Initiative «Querdenken».
Bei den Demos der „Querdenken“-Bewegung wird vor allem gegen die Corona-Maßnahmen protestiert. (Symbolbild) © Christoph Schmidt/dpa

Mitarbeiter beim Ordnungsamt und Corona-Leugner? Dinge, die für die Stadt Hagen nicht vereinbar sind. Deshalb wurden nun zwei Männer in die Stadtverwaltung versetzt.

Hagen – Zwei frühere Ordnungsamtsmitarbeiter der Stadt Hagen sind nach der Teilnahme an einer Impfgegner-Demonstration in eine andere Abteilung versetzt worden. Der Stadt sei „bedingt durch die breite Diskussion um den Vorgang ein erheblicher Schaden im Hinblick auf das Ansehen und das Vertrauen einer öffentlichen Verwaltung in der Corona-Zeit entstanden“, hieß es am Freitag zur Begründung. Arbeitsrechtliche Konsequenzen müssten die Beschäftigten aber nicht befürchten, da die Kundgebung außerhalb der Dienstzeit stattfand und durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sei.

Die Entscheidung der Stadt ist nicht unbedingt verwunderlich. So sind viele Corona-Leugner nicht gerade dafür bekannt, sich gerne an die geltenden Regeln zu halten. In Köln wurde vor kurzem eine illegale Corona-Party aufgelöst, auf der vor allem Lehrer und Mediziner anwesend waren.

Hagen: Stadtmitarbeiter nahmen an Querdenken-Demo teil

Die beiden Beschäftigten hatten Ende Januar an einer Kundgebung gegen Corona-Impfungen teilgenommen, die nach früheren Polizeiangaben der coronaskeptischen „Querdenken“-Bewegung zuzuordnen war. Die Stadt hatte die beiden zunächst von ihren Aufgaben entbunden. Nun folgte die Versetzung. Sie übernähmen andere, gleichwertige Aufgaben in der Stadtverwaltung, hieß es. Erst im Februar sorgte eine Kölner Medizinerin in Köln für Aufruhr. Sie verstieß in ihrer Praxis gegen die Maskenpflicht und legte in ihrem Wartezimmer Querdenker-Broschüren aus. (dpa/lnw)

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