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Kater Amadeus soll für Polizei Hagen künftig auf Streife gehen – die Sache hat aber einen Haken

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Kater Amadeus versieht künftig seinen Dienst bei der Polizei Hagen
Bei der Polizei Hagen nimmt demnächst ein Kater seinen Dienst auf und geht „auf Streife“. Es ist ein Pilotprojekt in NRW. © Polizei Hagen

Diensthunde bei der Polizei, das kennt man ja schon. Aber ein Dienstkater? Ein eben solcher soll für die Polizei Hagen künftig auf Streife sein. Das klingt aber doch zu kurios, um wahr zu sein. Oder?

Hagen – Die Polizei Hagen hat Nachwuchs bekommen und hat als erste Pilotbehörde einen Dienstkater erhalten. Amadeus, so der Name des dreijährigen Maine-Coon-Katers, wird die Polizei Hagen zukünftig bei Ermittlungen und der Observation von Tatverdächtigen unterstützen. So ist es in einer Pressemitteilung der Polizei Hagen zu lesen.

Polizei Hagen: Dienstkatze geht mit Bodycam auf Observation

Weiter heißt es dort, dass der Kater mit einer hochauflösenden Bodycam inklusive Hochleistungsmikrofon ausgerüstet sei. Die Kamera sei auch in der Nacht einsatzbereit und übertrage Bilder live an die Beamten. Amadeus werde unter anderem in Gebäude/durch Engstellen gehen – immer dann, wenn ein Mensch nicht mehr hindurchkomme oder verdeckt ermittelt werde.

Der unerschrockene und speziell trainierte Vierbeiner könne so wichtige Informationen geben, ob irgendwo Gefahren für Einsatzkräfte entstehen könnten. Katzen hätten ein geringes Körpergewicht, könnten sich geräuschlos bewegen, hätten die Fähigkeit in der Nacht trotzdem gut sehen zu können und seien sehr geschickt. Damit werde Amadeus so eine wertvolle Bereicherung für die Behörde sein, schreibt die Polizei weiter.

Genau wie bei den Diensthunden werde der Dienstkater bei einer Polizeibeamtin leben. Das Duo sei bereits seit einigen Wochen zusammen im Training. Nach rund einem Jahr werde die Behörde eine Bilanz ziehen. Dann könnten auch weitere Polizeibehörden eine Dienstkatze erhalten. Amadeus solle kommende Woche das erste Mal in Hagen „auf Streife“ gehen.

Wie sehr auch Hunde die Arbeit der Polizei unterstützen, zeigte im Februar ein Fall aus Köln. Ein Betrunkener wollte eine Polizei-Beamtin angreifen. Er hatte die Rechnung aber ohne Polizeihund Enox gemacht. Der hatte sein Frauchen schon wenige Tage zuvor beschützt.

Dienstkater bei der Polizei Hagen: das ist der Haken an der Sache

Allerdings hat die Geschichte mit der Dienstkatze einen kleinen „Hagen“: sie stimmt nicht. Nicht umsonst wird diese Meldung am 1. April verbreitet. „Wir wollten in dieser Zeit gerne mal etwas machen, was die Leute beim Blick aufs Mobiltelefon zum Schmunzeln bringt“, sagt dazu ein Sprecher der Polizei in Hagen. Die Katze gehöre einer Kollegin, die bereit war, den Spaß mitzumachen.

Allerdings: ganz neu ist der Aprilscherz mit der Polizeikatze nicht. Bei der Polizei Westhessen musste am 1. April 2018 ebenfalls eine Katze für einen Aprilscherz herhalten. Damals hieß es, dass Katze Minou gerade in der Ausbildung zur Drogenspürkatze sei. Das Ganze ist nach wie vor auf der Facebookseite der Polizei Westhessen nachzulesen. (ots/lys)

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