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Wegen Anschlagsplänen auf Synagoge in Hagen: Armin Laschet besucht LKA

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Armin Laschet steht im Landeskriminalamt vor den Kameras.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat das Landeskriminalamt in Düsseldorf besucht. © Federico Gambarini/dpa

Nach den mutmaßlichen Anschlagsplänen auf eine Synagoge in Hagen tauschte sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet mit den Sicherheitsbehörden aus. Der Verdächtige hat Haftprüfung beantragt.

Düsseldorf – Nach dem Bekanntwerden mutmaßlicher Anschlagspläne auf die Hagener Synagoge besuchte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) an diesem Dienstag (21. September) das Landeskriminalamt in Düsseldorf. Laschet wollte sich dort mit den beteiligten Sicherheitsbehörden austauschen, teilte die Staatskanzlei mit.

An dem Austausch nähmen Vertreter von Polizei, Verfassungsschutz und der Zentralstelle Terrorismusverfolgung der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf teil. Begleitet wurde Laschet von NRW-Innenminister Herbert Reul und NRW-Justizminister Peter Biesenbach (beide CDU).

Synagoge in Hagen: Armin Laschet bedankt sich bei Ermittlern

Laschet hat nach seinem Besuch des Landeskriminalamts in Düsseldorf den Ermittlern im Fall um den mutmaßlich geplanten Anschlag auf die Synagoge in Hagen gedankt. Laschet sagte am Dienstag, durch das „schnelle und konsequente Handeln“ der Behörden sei eine grausame Attacke auf das jüdische Leben „und auf Deutschland insgesamt“ verhindert worden.

Er betonte, dass die Informationswege zwischen Bund und Ländern „sehr gut funktioniert“ hätten, nachdem es den Hinweis eines ausländischen Geheimdienstes gegeben habe. „Der Schutz der staatlichen Institutionen hat funktioniert“, so Laschet.

Synagoge in Hagen: Jugendlicher bestreitet Anschlagspläne

In der vergangenen Woche war ein Großaufgebot der Polizei ausgerückt, um die Synagoge in Hagen zu bewachen. Wenig später war ein 16-jähriger Syrer festgenommen worden. Er soll mit einem IS-Terroristen Kontakt aufgenommen und sich bei ihm über den Bau von Bomben erkundigt haben.

Dabei soll der Jugendliche die Synagoge in Hagen als mögliches Ziel erwähnt haben. Er selbst hatte bestritten, einen Anschlag geplant zu haben. Der 16-Jährige hat Haftprüfung beantragt. Das zuständige Gericht werde darüber in einer Frist von zwei Wochen entscheiden, sagte Justizminister Peter Biesenbach am Dienstag. Der Verteidiger des Jugendlichen, Ihsan Tanyolu, sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass er bereits vergangene Woche Freitag die Haftprüfung beantragt habe. Er warte zudem noch auf die Akten der Ermittler, in die er Einsicht nehmen will. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde am 21. September und 11:58 Uhr inhaltlich aktualisiert.

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