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Betrug bei Autohändler aus Hamm – Lamborghini sichergestellt

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Der Lamborghini Huracan, der von der Polizei in Hamm beschlagnahmt wurde.
Der Lamborghini Huracan, der von der Polizei in Hamm beschlagnahmt wurde. © Polizei Hamm

Die Polizei durchsuchte die Firma eines Autohändlers aus Hamm. Ihm werden mehrere Straftaten vorgeworfen. Fünf Autos wurden sichergestellt – auch ein Lamborghini Huracan.

Hamm – Betrug, Unterschlagung, Bestechung und Urkundenfälschung – auf einen 27-jährigen Autohändler aus Hamm und seine 58-jährige Mitarbeiterin kommen gleich mehrere Anzeigen zu. Die Polizei durchsuchte am Dienstag (12. Oktober) das Geschäft in Hamm-Herringen und stellte auch mehrere teure Autos sicher – unter anderem einen Lamborghini Huracan (Neupreis ab 190.000 Euro).

Hamm: Autohändler soll Fahrzeuge mit gefälschten Zulassungen verkauft haben

In mehr als 20 Fällen werde nun gegen das Duo wegen gefälschter Zulassungsgutachten ermittelt. „Nach aktuellen Erkenntnissen beauftragten die Autohändler Fahrzeug-Gutachter, um trotz fehlender Dokumente, Papiere für eine EU-Zulassung für Importfahrzeuge zu erhalten“, berichtet ein Polizeisprecher am Donnerstag. Die importierten Fahrzeuge, wobei es sich zum Teil um Unfallfahrzeuge aus Asien und Nordamerika gehandelt habe, seien dann in Deutschland und im Ausland verkauft worden.

Hamm: Luxus-Autos bei Händler sichergestellt – darunter auch ein Lamborghini Huracan

Wegen des Verdachts der Unterschlagung wurden am Dienstag in einem weiteren Verfahren fünf Luxuswagen beim Autohändler in Hamm sichergestellt. „Die Ermittler konnten fünf von sechs gesuchten Fahrzeugen der Fabrikate Mercedes-AMG, Jaguar, BMW, Mini und VW an der Firmenanschrift auffinden – das exklusivste Exemplar, ein Lamborghini Huracan, fehlte“, so der Sprecher weiter. Den mattgrauen Lamborghini fanden die Ermittler dann aber am Mittwoch – auf einem Grundstück in einem anderen Stadtteil in Hamm. Auch er wurde sichergestellt. Gegen die Bewohner des Grundstücks werde aber nicht ermittelt.

„Die involvierten Gutachter erwarten nun Strafverfahren wegen Vorteilsannahme.“ Der Autohändler aus Hamm und seine Mitarbeiterin müssen sich auf eine ungleich längere Liste an Vorwürfen einstellen. Unterschlagung, Betrug, mittelbare Falschbeurkundung und Bestechung werden ihnen zur Last gelegt. (bs/ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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