1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Corona in Hamm: Bewohner ignorieren Quarantäne und treffen sich in Hinterhof – bislang 16 positive Tests

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Oliver Schmitz

Ein Polizist unterhälten sich durch ein Fenster mit einem Mann
Ein Polizist in Schutzanzug steht vor einem Gebäude in Hamm. Insgesamt sind vier Wohnhäuser betroffen. © Bernd Thissen/dpa

In Hamm ist bei einem Montage-Mitarbeiter die britische Corona-Mutation nachgewiesen worden. Rund 98 Menschen aus vier Häusern befinden sich nun in Quarantäne.

Update vom 17. Februar, 17:45 Uhr: Im Umfeld des mit der britischen Corona-Mutation infizierten Mannes wurden bisher 16 Personen positiv auf Corona getestet. Ob sie auch das mutierte Virus tragen, ist noch nicht bekannt. Die Untersuchung darauf könne bis zu einer Woche dauern, sagte Hamms Oberbürgermeister Marc Herter.

98 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruch in Hamm getestet worden. 78 Tests sind ausgewertet, 16 davon positiv. „Rund 20 Prozent positive Fälle sind schon markant“, erklärte Herter weiter.

Hamm: Bewohner halten sich nicht an Quarantäne – weitere Tests notwendig

„In einem Hinterhof hat es einen Quarantänebruch gegeben“, erläuterte der Oberbürgermeister. Bewohner eines Hauses hätten sich mit anderen getroffen, so dass eine Übertragung durch längere Kontakte nicht ausgeschlossen werden konnte. Deshalb wurden nach den 78 PCR-Tests vom Montag, am Dienstag 19 weitere Personen getestet und unter Quarantäne gestellt. (sk mit dpa)

Corona-Mutation in Hamm: 80 Hausbewohner in Quarantäne 

Update vom 16. Februar, 17:15 Uhr: Wie nun bekannt wurde, befinden sich statt 140 Menschen nur 80 Menschen in Quarantäne. Zunächst hieß es, bis zu 140 Menschen der bulgarischen Community könnten derzeit in den vier betreffenden Wohnhäusern leben. Es seien aber nur 80 Personen angetroffen worden. Bei den übrigen dort Gemeldeten geht die Stadt davon aus, dass sie sich derzeit im Ausland aufhalten. (nb mit dpa)

Corona-Mutation in Hamm: Über 100 Menschen in Quarantäne

Update vom 16. Februar, 11:55 Uhr: Am Montag sind bis zur Nacht bereits 78 PCR-Tests durchgeführt worden. „Bisher haben wir noch keine Ergebnisse, weil das Analyseverfahren länger dauert“, sagte der Hammer Stadtsprecher Detlef Burrichter am Dienstag der dpa. Die Test werden mittels Sequenzierung auf die britische Corona-Mutation untersucht.

Nach bisherigen Erkenntnissen könnte es notwendig sein, bis zu 140 Menschen in den vier betreffenden Wohnhäusern im Hammer Westen sowie in Bockum-Hövel zu testen. Die Wohnhäuser sind derzeit abgeriegelt. In weiße Schutzanzüge gekleidete Polizisten überwachen die Einhaltung der Quarantäne und kontrollieren Personalien möglicher Anwohner.

Man gehe davon aus, dass der positiv getestete Arbeiter „mit sehr großer Wahrscheinlichkeit“ auch Kontakte zu Kollegen hatte, die in den anderen Hammer Immobilien wohnen. „Wir wollen alle Bewohner in den vier Häusern testen“, sagte Burrichter. (sk mit dpa)

Hamm: Über 100 Menschen nach Großeinsatz in Quarantäne – britische Corona-Mutation nachgewiesen

Erstmeldung vom 16. Februar, 8:30 Uhr: Hamm – Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde in der kreisfreien Stadt Hamm zum ersten Mal die britische Corona-Mutation B1.1.7 nachgewiesen. Seit Montagabend läuft ein Großeinsatz der Polizei. Damit erreicht die Mutation immer mehr Regionen in Nordrhein-Westfalen. Im Januar war die ansteckendere Version des Coronavirus bereits in Köln entdeckt worden. Wie in ganz NRW wurden unter anderem deshalb die Corona-Regeln in der Domstadt vor kurzem angepasst.

Hamm: Britische Corona-Mutation erstmals nachgewiesen – wohl über 100 Leute betroffen

Eine Hundertschaft sei seit Montagabend im Einsatz, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen. Nach Angaben der Stadt war ein Bauarbeiter auf Montage positiv auf die Variante B.1.1.7 getestet worden. Sie gilt als ansteckender. Daraufhin seien vier Wohnhäuser unter Quarantäne gestellt worden. Die Bewohner werden nun getestet. Die Beamten überwachten unter anderem die Einhaltung der Quarantäne. Der Einsatz lief dabei seit 20 Uhr und wurde streng geheim gehalten.

Nach Informationen von wa.de sind insgesamt etwa 140 Menschen aus den Stadtteilen Herringen, dem Hammer Westen und dem Hammer Norden von den Maßnahmen betroffen. Auch wenn zurzeit in ganz NRW verschärfte Kontaktbeschränkungen gelten, könnten sich also bereits einige Personen bei dem Mann angesteckt haben.

Corona-Mutation in Hamm: Bauarbeiter Ausgangspunkt für Massentests – Maßnahmen „im Interesse aller“

Der aus Bulgarien stammende Bauarbeiter soll bereits vergangene Woche Symptome aufgewiesen und sich anschließend selbst zum Arzt begeben haben. Aufgrund seiner Montage-Tätigkeit hatte er aber offenbar Kontakt zu zahlreichen Kollegen aus anderen Wohnhäusern im Hamm.

Der Oberbürgermeister Marc Herter erklärte das Vorgehen nach dem Auftreten der britischen Coronavirus-Mutation in Hamm laut wa.de* wie folgt: „Die britische Mutante des Coronavirus ist hochansteckend. Um die Ausbreitung zu verhindern, waren diese Maßnahmen das Gebot der Stunde. Das ist im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger geschehen, ebenso aber auch im Interesse der Betroffenen selbst.“

Corona-Mutation in Hamm: Test-Ergebnisse womöglich erst in einer Woche

Demnach sind bei allen betroffenen Personen PCR-Tests durchgeführt worden, die nun alle extra auf die britische Corona-Mutation überprüft werden. Da dieses Verfahren recht kompliziert ist, können die Aufwertungen bis zu einer Woche dauern. Auch Ruhr24.de berichtet über den Corona-Fall in Hamm*.

Alle aktuellen Informationen und News zum Coronavirus in Nordrhein-Westfalen, zum Coronavirus in Köln und zum Coronavirus in Düsseldorf finden Sie in unseren News-Tickern. (os mit dpa) *wa.de und Ruhr24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Auch interessant