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Das ist Hendrik Wüst, der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

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Hendrik Wüst
Der CDU-Politiker Hendrik Wüst. © Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Hendrik Wüst ist seit Oktober 2021 der Ministerpräsident von NRW. Zuvor war er Minister für Verkehr und damit für eine ganze Reihe von Mobilitätsfragen zuständig.

Düsseldorf – Vom Verkehrsminister zum Ministerpräsidenten: Am 27. Oktober 2021 wurde Hendrik Wüst (CDU) mit einer Mehrheit von 103 Stimmen vom Landtag zum neuen Ministerpräsidenten von NRW gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Armin Laschet an, der ihn 2017 als Verkehrsminister in die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen mit Sitz in Düsseldorf geholt hatte.

Hendrik Wüst: Berufliche Karriere

Hendrik Wüst wurde am 19. Juli 1975 im westfälischen Rhede (NRW) geboren und hat zwei Schwestern. Er besuchte das Euregio-Gymnasium in Bocholt und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Münster, Coesfeld und Brüssel. 2003 erwarb er nach dem Zweiten Staatsexamen die Zulassung als Rechtsanwalt.

Von 2000 bis 2005 arbeitete er für die Unternehmungsberatung Eutop und von 2010 bis 2017 als Geschäftsführer des Zeitungsverlegerverbandes Nordrhein-Westfalens. Ab 2014 bekleidete er zusätzlich den Posten des Geschäftsführers bei der dein.fm Holding GmbH & Co. KG.

Hendrik Wüst: Partei und Ämter

Hendrik Wüst begann seine politische Karriere schon als Schüler. 1990 gründete er mit Freunden eine Niederlassung der Jungen Union in Rhede und wurde fünf Jahre später Stadtverordneter seiner Heimatstadt. In den folgenden Jahren übernahm er viele weitere Ämter für die Partei:

1999Vorstandsmitglieder der CDU-Ratsfraktion in Rhede
1998 bis 2000Landesschatzmeister der JU in NRW
2000 bis 2006Landesvorsitzender der JU, Mitglied im Landesvorstand der CDU, Bezirksvorstand der CDU Münsterland
2000 bis 2012Mitglied des CDU-Bundesvorstandes
2005Gewinner des Landkreises Borken I bei den Landtagswahlen NRW für die CDU und jüngster Abgeordneter der Partei
2006 bis 2010Generalsekretär der NRW-CDU
2010Wiederwahl bei den Landtagswahlen, Ernennung zum wirtschaftspolitischen Sprecher der NRW-CDU
seit 2013Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU in NRW
2017 bis Oktober 2021Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
seit Oktober 2021Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen

Hendrik Wüst: Wissenswertes

2007 bildete er mit Markus Söder, Stefan Mappus und Philipp Mißfelder die „Einstein-Connection“. Die vier Abgeordneten verfassten ein Positionspapier, in dem sie die Förderung eines modernen bürgerlichen Konservatismus forderten. Sie fühlten sich von Angela Merkels liberalem Kurs nicht mehr ausreichend repräsentiert.

2010 wurde in NRW die sogenannte Sponsoring-Affäre aufgedeckt, wonach Unternehmen, Verbände und andere potenzielle Sponsoren der CDU vertrauliche Gespräche arrangieren konnten. Hendrik Wüst, der zu diesem Zeitpunkt als Generalsekretär für Ministerpräsident Jürgen Rüttgers arbeitete, übernahm die Verantwortung für die verschickten Werbebriefe und trat von seinem Posten zurück.

Hendrik Wüst: Der Verkehrsminister und sein Ressort

Nachdem die CDU die Wahl zum nordrhein-westfälischen Landtag 2017 gewonnen hatte, wurde Hendrik Wüst von Ministerpräsident Armin Laschet zum Minister berufen. Er übernahm das Verkehrsministerium, das sich nach einer Umstrukturierung erstmals wieder ausschließlich mit dem Verkehr befasst. Zuvor war ihm das Bauministerium angeschlossen, das dem neu geschaffenen Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (Ministerin Ina Scharrenbach) zugeschlagen wurde.

Als Minister war Hendrik Wüst in seiner Partei für folgende Bereiche zuständig:

Projekte und Herausforderungen im Ressort Verkehr

Zu den größten Projekten des Ministers gehört der Ausbau des Rhein-Ruhr-Express (RRX), mit dem der Großraum Ruhrgebiet-Düsseldorf-Köln besser vernetzt werden soll. Zwischen den Kernstädten Dortmund und Köln sollen vier Linien im 15-Minuten-Takt fahren.

Ein weiteres Schienengroßprojekt ist die Betuwe-Linie, die von Oberhausen bis nach Emmerich an der niederländischen Grenze führen wird. Hier soll der Anschluss an die niederländische Betuwe-Lijn in Zevenaar hergestellt werden, über die Güter vom Hafen Rotterdam ins Binnenland transportiert werden.

Daneben steht Hendrik Wüst mit seinem Ressort vor großen allgemeinen Herausforderungen, wie dem wachsenden Wunsch nach fahrradfreundlicheren Städten und dem noch immer stark wachsenden Straßenverkehr in Nordrhein-Westfalen.

Hendrik Wüst: Der Minister privat – Ehefrau Katharina, Tochter Philippa

Katharina Wüst, Ehefrau von Hendrik Wüst (CDU), amtierender Landesverkehrsminister und Kandidat für den Posten des Ministerpräsidenten, sitzt im Landtag.
Wer die Wahl ganz genau beobachten dürfte: Katharina Wüst, Ehefrau von Ministerpräsidenten-Kandidaten Wüst. Im Arm: Tochter Philippa. © Oliver Berg

Hendrik Wüst ist katholisch und lebt nach wie vor in seinem Heimatort Rhede. 2018 heiratete er seine Ehefrau Katharina zunächst standesamtlich und 2019 kirchlich. 2021 wurde Hendrik Wüst Vater einer Tochter, die den Namen Philippa trägt. Zu seinen Hobbys zählt er die Jagd, Sport, Krimis und gutes Essen.

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