1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Hendrik Wüst: NRW-Ministerpräsident und CDU-Landeschef – alle Infos

Erstellt: Aktualisiert:

Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen
Hendrik Wüst konnte mit der CDU bei der NRW-Landtagswahl 2022 einen deutlichen Sieg einfahren. © Oliver Berg/dpa

Hendrik Wüst ist seit Oktober 2021 der Ministerpräsident von NRW. Durch den CDU-Wahlsieg hat er gute Chancen, das zu bleiben.

Düsseldorf – Vom Verkehrsminister zum Ministerpräsidenten: Am 27. Oktober 2021 wurde Hendrik Wüst (CDU) mit einer Mehrheit von 103 Stimmen vom Landtag zum neuen Regierungschef von Nordrhein-Westfalen gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Armin Laschet an, der ihn 2017 als Verkehrsminister in die NRW-Landesregierung mit Sitz in Düsseldorf geholt hatte. Wenn möglich würde er das Amt auch über die NRW-Landtagswahl 2022 hinaus behalten, denn dort tritt er als Spitzenkandidat für die CDU an. Alles was man zu dem Politiker, Juristen und Vater wissen muss.

Hendrik Josef Wüst
Geboren/Alter19. Juli 1975 (46 Jahre), Rhede
ParteiChristlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)
AmtMinisterpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen (seit 2021)
Vorherige ÄmterMinister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (2017–2021)
StudiumRechtswissenschaft an der Westfälische Wilhelms-Universität Münster (1995–2000)

Hendrik Wüst: Wo wurde er geboren? Wie alt ist er? Herkunft des CDU-Politikers aus NRW

Hendrik Wüst wurde am 19. Juli 1975 im westfälischen Rhede (NRW) geboren und hat zwei Schwestern. Er besuchte bis 1995 das Euregio-Gymnasium in Bocholt und studierte anschließend Rechtswissenschaften in Münster, Coesfeld und Brüssel. 2003 erwarb er nach dem zweiten juristischen Staatsexamen die Zulassung als Rechtsanwalt.

Berufe Hendrik Wüst: Vom Lobbyisten zum Geschäftsführer – vor CDU-Karriere in NRW

Von 2000 bis 2005 arbeitete er für die Lobbyagentur Eutop in Berlin und von 2010 bis 2017 als Geschäftsführer des Zeitungsverlegerverbandes Nordrhein-Westfalens in Neuss. Ab 2014 bekleidete er zusätzlich den Posten des Geschäftsführers bei der dein.fm Holding GmbH & Co. KG in Düsseldorf.

Hendrik Wüst: Politischer Lebenslauf bei der CDU in NRW – Ämter im Überblick

Hendrik Wüst begann seine politische Karriere schon als Schüler. 1990 gründete er mit Freunden eine Niederlassung der Jungen Union in Rhede und wurde fünf Jahre später Stadtverordneter seiner Heimatstadt. In den folgenden Jahren übernahm er viele weitere Ämter für die Partei:

1990Eintritt Junge Union und Gründung Stadtverband Rhede
1992Eintritt in die CDU
seit 1993Mitglied des Kreisvorstandes der CDU im Kreis Borken
1994 bis 1998stellvertretender CDU-Stadtverbandsvorsitzender
1994 bis 2009Stadtverordneter im Rat der Stadt Rhede
1997 bis 2001CDU-Ortsvorsitzender in Rhede
1999Vorstandsmitglieder der CDU-Ratsfraktion in Rhede
1998 bis 2000Landesschatzmeister der JU in NRW
2000 bis 2006Landesvorsitzender der JU, Mitglied im Landesvorstand der CDU, Bezirksvorstand der CDU Münsterland
2000 bis 2012Mitglied des CDU-Bundesvorstandes
2005Gewinner des Landkreises Borken I bei den Landtagswahlen NRW für die CDU und jüngster Abgeordneter der Partei
2006 bis 2010Generalsekretär der CDU Nordrhein-Westfalen
2010 bis 2017Ernennung zum wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in NRW
2012 bis 2017Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand der CDU-Landtagsfraktion
seit 2013Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU/CSU in NRW
2017 bis Oktober 2021Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
seit Oktober 2021Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
2022Gewinner des Landkreises Borken I bei den Landtagswahlen NRW für die CDU

Hendrik Wüst Wissenswertes: Unions-Verbindung gegen Merkel – CDU-Rückschlag durch Sponsoring-Affäre

2007 bildete er mit Markus Söder, Stefan Mappus und Philipp Mißfelder die „Einstein-Connection“. Die vier Abgeordneten verfassten ein Positionspapier, in dem sie die Förderung eines modernen bürgerlichen Konservatismus forderten. Sie fühlten sich von Angela Merkels liberalem Kurs nicht mehr ausreichend repräsentiert.

2010 wurde in NRW die sogenannte Sponsoring-Affäre aufgedeckt, wonach Unternehmen, Verbände und andere potenzielle Sponsoren der CDU vertrauliche Gespräche arrangieren konnten. Hendrik Wüst, der zu diesem Zeitpunkt als Generalsekretär für Ministerpräsident Jürgen Rüttgers arbeitete, übernahm die Verantwortung für die verschickten Werbebriefe und trat von seinem Posten zurück.

Hendrik Wüst
Hendrik Wüst steht bei der CDU in NRW mittlerweile ganz oben. (Archivbild) © Bernd Thissen/dpa

CDU-Politiker Hendrik Wüst: Sein Amt als Verkehrsminister NRW – Ressorts im Überblick

Nachdem die CDU die Wahl zum nordrhein-westfälischen Landtag 2017 gewonnen hatte, wurde Hendrik Wüst von Ministerpräsident Armin Laschet zum Minister berufen. Er übernahm das Verkehrsministerium, das sich nach einer Umstrukturierung erstmals wieder ausschließlich mit dem Verkehr befasst. Zuvor war ihm das Bauministerium angeschlossen, das dem neu geschaffenen Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (Ministerin Ina Scharrenbach) zugeschlagen wurde.

Als Minister war Hendrik Wüst in seiner Partei für folgende Bereiche zuständig:

Hendrik Wüst (CDU): Projekte und Herausforderungen als Verkehrsminister NRW

Zu den größten Projekten des Ministers gehört der Ausbau des Rhein-Ruhr-Express (RRX), mit dem der Großraum Ruhrgebiet-Düsseldorf-Köln besser vernetzt werden soll. Zwischen den Kernstädten Dortmund und Köln sollen vier Linien im 15-Minuten-Takt fahren.

Ein weiteres Schienengroßprojekt ist die Betuwe-Linie, die von Oberhausen bis nach Emmerich an der niederländischen Grenze führen wird. Hier soll der Anschluss an die niederländische Betuwe-Lijn in Zevenaar hergestellt werden, über die Güter vom Hafen Rotterdam ins Binnenland transportiert werden.

Daneben steht Hendrik Wüst mit seinem Ressort vor großen allgemeinen Herausforderungen, wie dem wachsenden Wunsch nach fahrradfreundlicheren Städten und dem noch immer stark wachsenden Straßenverkehr in Nordrhein-Westfalen.

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen, Wahl NRW, Hendrik Wüst (CDU) gibt seine Stimme ab
Hendrik Wüst (CDU) hat seine Stimme bei der NRW-Wahl abgegeben. © Guido Kirchner/dpa

Hendrik Wüst privat: Der NRW-Ministerpräsident privat – Familie, Ehefrau, Tochter, Wohnort

Hendrik Wüst ist römisch-katholisch und lebt und wohnt nach wie vor in seinem Heimatort Rhede. 2018 heiratete er seine Ehefrau Katharina Wüst zunächst standesamtlich und 2019 kirchlich. 2021 wurde Hendrik Wüst Vater einer Tochter, die den Namen Philippa trägt. Zu seinen Hobbys zählt er die Jagd, Sport, Krimis und gutes Essen.

Hendrik Wüst (r, CDU), amtierender Landesverkehrsminister und Kandidat für den Posten des Ministerpräsidenten, kommt mit seiner Ehefrau Katharina und Tochter Philippa zum Landtag.
Wüst mit seiner Ehefrau Katharina Wüst und der gemeinsamen Tochter Philippa. © Rolf Vennenbernd/dpa

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Unabhängig informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant