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Herne: Alles Wichtige über die Stadt im Herzen des Ruhrgebiets 

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Das Rathaus in Herne
Das Rathaus in Herne © Bernd Thissen / dpa

In Herne zeugen noch immer Bauwerke, Fördertürme, Vereine, Straßennamen und das Stadtwappen von einer tiefen Verbundenheit mit dem Bergbau.

Herne - Herne ist eine Großstadt im Ruhrgebiet. Die kreisfreie Stadt ist Teil des Regierungsbezirks Arnsberg und deshalb politisch dem Bundesland Nordrhein-Westfalen zugehörig. Im Januar 2021 hatte Herne 160.910 Einwohner, regierender Bürgermeister ist Dr. Frank Dudda (*15.05.1963). Die Stadt setzt sich aus vier Stadtbezirken zusammen, die in weitere 13 Ortsteile untergliedert sind.

Herne: Stadtbezirke und Ortsteile

Stadt Herne: Postleitzahl, Vorwahl, Autokennzeichen

Herne PLZ44623, 44625, 44627, 44628, 44629, 44649, 44651, 44652, 44653
Herne Vorwahl02323, 02325
Herne Kfz-KennzeichenHER, WAN

Briefe nach Herne zeigen Postleitzahlen zwischen 44623 und 44653, Anrufe ins Festnetz benötigen die Vorwahlen 02323 bzw. 02325. In Herne zugelassene Fahrzeuge sind an ihren Autokennzeichen mit den Kürzeln „HER“ oder „WAN“ erkennbar.

Herne: Verkehrsanbindung

Herne: Mittelalter, Montanindustrie und Moderne

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die heutige Großstadt Herne um das Jahr 880 im Register der Abtei Werden. Im 12. Jahrhundert ließen sich hier die Ritter von Strünkede nieder und sollten über die Jahrhunderte hinweg die Geschicke des Ortes und der Region lenken. Ihren Spuren können Besucher bis heute im malerisch gelegenen Wasserschloss Strünkede folgen. Einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Stadt setzte das Jahr 1857, denn im März begann das Abteufen der Zeche Shamrock und damit die Ära des Bergbaus.

Es folgten zehn weitere Zechen, mit Constantin, Mont Cenis, Friedrich der Große und Unser Fritz gingen wirtschaftlicher Aufschwung und Wohlstand einher. Am 1. April des Jahres 1897 wurde durch die Verleihung der Stadtrechte aus der Gemeinde Herne die Stadt Herne. Die nächsten Jahrzehnte brachten den Ausbau des Rhein-Herne-Kanals und die Straßenbahn von Recklinghausen über Herne nach Bochum. Mit dem Zweiten Weltkrieg kamen Zerstörung und Tod in die Stadt. 419 Menschen starben im Verlauf von insgesamt 64 alliierten Luftangriffen.

Herne: Zusammenschluss mit Wanne-Eickel

Im Rahmen der Gebietsreform erfolgte 1975 der Zusammenschluss der beiden Städte Herne und Wanne-Eickel zur kreisfreien Stadt Herne. Nach dem schwierigen Ausstieg aus der Montanindustrie prägen Maschinenbau, chemische Industrie, Gesundheitsbranche und Logistik die Wirtschaft der Gegenwart.

Herne: Historische Sehenswürdigkeiten und Bergbaukultur

Die gotische Schlosskapelle aus dem Jahr 1272 ist das älteste Gebäude der Stadt. Zu finden ist sie nahe des malerisch gelegenen Wasserschlosses Strünkede, das seine Besucher im Renaissancestil des 17. Jahrhunderts zu begeistern weiß.

Zum Schlossensemble gehören

Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der Großstadt Herne zählen das neoklassizistische Rathaus von 1912 sowie die Kreuzkirche aus dem Jahr 1875. Bis heute ist die Geschichte des Bergbaus in den Fördertürmen, den herrschaftlichen Villen und der aufwändig restaurierten Zechensiedlung Teutoburgia lebendig. Die Altlasten des Steinkohleabbaus konnten dank Millioneninvestitionen durch Landschaftsschutzgebiete, Grünflächen, Parkanlagen, Uferlandschaften und renaturierte Gewässer erfolgreich beseitigt werden. Jedes Jahr im August erfreut die Cranger Kirmes rund vier Millionen Besucher. Direkt am Rhein-Herne-Kanal gelegen sorgen 500 Schausteller, Pferdemarkt, Festumzug und ein Abschlussfeuerwerk für Spaß und Vergnügen. (Gabi Knapp)

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