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Hitzefrei in NRW: Ab wann an Schulen früher Schluss ist

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Von: Nina Büchs

Schüler einer 2. Klasse laufen in einer Grundschule in Dresden an einer Tafel mit der Aufschrift „Hitzefrei“ vorbei.
Freibad statt Schule? Das könnte bei einigen Schulen in NRW morgen möglich sein. (Symbolbild) © Sebastian Kahnert/dpa

In NRW steigen die Temperaturen. Hitzefrei – danach sehnen sich Schülerinnen und Schüler. Doch wann dürfen die Schulen den Unterricht früher beenden?

Köln – Strahlender Sonnenschein und Temperaturen um 30 Grad können Schülerinnen und Schülern in Nordrhein-Westfalen im Sommer zu schaffen machen. Denn in den stickigen Klassenzimmern zu lernen oder gar Arbeiten zu schreiben, fällt bei diesen Temperaturen nicht immer leicht. Unter anderem in Köln und Düsseldorf warnte der Wetterdienst bereits Mitte Juni vor einer Hitzewelle mit Temperaturen bis 36 Grad. Bei besonders heißem Wetter kann die Schulleitung auch Hitzefrei anordnen. Doch wann gibt es eigentlich Hitzefrei in NRW?

Schulen in NRW: Hitzefrei schon bei 27 Grad Raumtemperatur möglich

Ob der Unterricht bei hohen Temperaturen ausfällt, entscheidet jede Schulleiterin oder jeder Schulleiter für sich – eine landesweite Regelung gibt es nicht, heißt es in der „Bereinigten Amtlichen Sammlung der Schulvorschriften NRW“ (BASS). Als Anhaltspunkt ist jedoch von einer Raumtemperatur von 27 Grad Celsius auszugehen, heißt es dort. Beträgt die Raumtemperatur jedoch weniger als 25 Grad Celsius, dürfe kein Hitzefrei erteilt werden.

Wegen Corona: Auch Oberstufen- und Berufsschüler können 2021 „hitzefrei“ haben

Auch je nach Schulklasse gibt es unterschiedliche Regelungen. So dürfen Schüler der Grundschule sowie der Jahrgangsstufen 5 und 6 nur nach Absprache mit den Eltern vom Unterricht entlassen werden. Zudem seien dabei auch die örtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Schule (Ganztagsbetrieb, Fahrplan der Schülerbusse) zu beachten.

Düster sieht es dagegen für die Sekundarstufe 2 aus – das sind die Schülerinnen und Schüler der Oberstufen am Gymnasium oder der Berufsschule: Sie erhalten normalerweise kein Hitzefrei. „Wenn im Einzelfall einer Schülerin oder einem Schüler die Gefahr einer gesundheitlichen Schädigung droht (Kreislaufbeschwerden, Hitzestau), so ist sie oder er vom Unterricht zu befreien“, heißt es in der Regelung der BASS.

Wegen Corona gelten in diesem Jahr jedoch andere Regelungen, so die Bezirksregierung Münster. „Die Regelungen gelten in diesem Schuljahr auch für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe 2, solange die Schülerinnen und Schüler gemäß § 1 Absatz 3 der Coronabetreuungsverordnung dazu verpflichtet sind, im Unterricht eine Gesichtsmaske zu tragen“, so die Bezirksregierung.

Übrigens gibt es in NRW nun noch eine Erleichterung für Schüler: So wurde nun beschlossen, dass Schüler in NRW auf dem Schulhof keine Maske mehr tragen müssen.

Schüler in NRW: Klassenarbeiten sollen bei heißen Temperaturen vermieden werden

Hitzefrei ist also etwa bei Temperaturen ab 27 Grad möglich. Und wie sieht es aus, wenn an dem heißen Tag eine Klassenarbeit ansteht? Auch darauf weiß das BASS eine Antwort. So soll „auf die bei hohen Temperaturen verminderte Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler“ Rücksicht genommen werden. Konkret heißt das: Klassenarbeiten sollen nach Möglichkeit an diesem Tag nicht geschrieben werden. (nb)

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