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Hochwasser: Bauern bekommen fünf Millionen Euro aus Spenden

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Ein Traktor steht auf einem gefluteten Feld bei Heimerzheim.
Viele Bauern in NRW wurden von der Hochwasser-Katastrophe schwer getroffen. © Fabian Strauch/dpa

Fünf Millionen Euro aus Spendengeldern stehen den vom Hochwasser betroffenen Bauern aus NRW und Rheinland-Pfalz zur Verfügung.

Euskirchen – Die vom Unwetter stark betroffenen Landwirte können sich auf Hilfsgelder aus der Agrarbranche einstellen. Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, gab am Mittwoch in Euskirchen bekannt, dass eine im Juli gestartete Spendenaktion inzwischen mehr als fünf Millionen Euro eingebracht habe. Die Schorlemer Stiftung, die dem Bauernverband gehört, hatte die Spendenaktion durchgeführt. Das Geld kam von hilfsbereiten Landwirten, Firmen aus der Landwirtschaftsbranche und zum großen Teil von den Hilfsorganisationen LandsAid und ADRA.

Hochwasser: Bauern sind „ausgesprochen dankbar“

Die fünf Millionen Euro sind für Landwirte gedacht, auf deren Höfen und Feldern das Unwetter besonders schwere Schäden hinterlassen hat – ob in NRW oder in Rheinland-Pfalz. Ihre Anträge auf Unterstützung sollen schnell bearbeitet werden, damit Geld fließen kann. „Wir sind ausgesprochen dankbar, dass wir damit unsere Bauernfamilien in dieser schweren Situation schnell und unbürokratisch unterstützen können“, sagte Bauernpräsident Rukwied.

Separat zu dem Spendentopf hat der Bund Hilfen für die Landwirte in Aussicht gestellt. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte unlängst eine rasche Unterstützung zugesichert. Allein in Rheinland-Pfalz würden die Schäden auf 220 Millionen Euro geschätzt, in Nordrhein-Westfalen auf 52 Millionen.

Unwetter: Reithof in Euskirchen wurde schwer beschädigt

Am Mittwoch besuchten Rukwied und weitere Branchenvertreter einen Reithof in Euskirchen, dessen Reitplatz, Reithalle und andere Anlagen stark beschädigt worden waren. Der Betrieb hatte bis Juli 80 Pferde, die das Unwetter allesamt heil überstanden. Ein Teil der sogenannten Pensionspferde wurde dann auf andere Höfe verlagert – Rückkehr ungewiss. Nach dem Termin beim Reithof brach Rukwied auf zu einem 25 Kilometer entfernten Weingut im Ahrtal (Rheinland-Pfalz), das ebenfalls starke Schäden hatte hinnehmen müssen. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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