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Schrottsammler in Hagen: Männer klauen Fahrräder – nach ihrem Polo wurde schon gefahndet

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Fahrräder und Elektrogeräte in einem VW Polo.
Die Polizei fand in Hagen einen zur Fahndung ausgeschriebenen Polo mit Fahrrädern und Elektrogeräten aus dem Hochwassergebiet. © Polizei Hagen

Zwei illegale Schrottsammler klauten im Hochwassergebiet in Hagen Fahrräder und Elektrogeräte. Nach ihrem Auto wurde bereits gefahndet.

Hagen – Die schweren Unwetter mit Starkregen und Hochwasser haben auch die Stadt Hagen in der vergangenen Woche sehr hart getroffen. Die Bundeswehr musste sogar mit Panzern helfen. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet besuchte am letzten Donnerstag das verwüstete Stadtgebiet, in dem mehrere Brücken durch die Wassermassen zerstört wurden. Inzwischen sind die Aufräumarbeiten in vollem Gange. Dafür sorgen jetzt illegale Schrottsammler und Plünderer für Probleme. Sie durchwühlen Überreste der Fluten, um eigenen Profit daraus zu schlagen.

Hagen: Männer klauen Fahrräder in Hochwassergebiet

Allein am Dienstag (20. Juli) wurden bei der Polizei Hagen rund 30 entsprechende Vorfälle gemeldet. Besonders dreist waren zwei junge Männer aus Hagen im Alter von 21 und 23 Jahren. Anwohner hatten die beiden Verdächtigen und ihren schwarzen VW Polo beobachtet, als sie mehrere Fahrräder und Elektrogeräte aus dem Hochwassergebiet in das Auto geladen hatten.

Die Polizei griff ein und stoppte den Wagen. Dabei stellte sich auch noch heraus, dass nach dem VW Polo bereits gefahndet wurde. Die Männer mussten ihre „Beute“ danach auf dem „Hof der Hagener Entsorgungsbetriebe ordnungsgemäß entsorgen und erhielten eine Anzeige“, so die Polizei am Mittwochmorgen. Der Polo wurde sichergestellt.

Polizei Hagen: Schrottsammler „richten noch mehr Unordnung an“

Die Polizei in Hagen zeigt zurzeit starke Präsenz in der Stadt, um gegen die illegalen Schrottsammler vorzugehen. Es seien sowohl Beamte in Zivil als auch in Uniform im Einsatz, erklärt ein Sprecher der Polizei. Die Schrottsammler würden dabei nicht nur die Überreste der Flut nach möglicher Beute durchwühlen, sondern auch „bei den Aufräumarbeiten stören und stellenweise noch mehr Unordnung anrichten“, heißt es vonseiten der Polizei.

Teilweise sind die Schrottsammler auch zu Fuß unterwegs, wie eine Gruppe aus Essen und Dortmund, die die Polizei im Stadtteil Eckesey antraf. Dort wurden Platzverweise ausgesprochen, die bei Nichtbeachtung zu einer Verhaftung führen würden. Auch in vielen anderen Hochwassergebieten sind zurzeit Schrottsammler und Plünderer unterwegs. In Altena stoppte die Polizei erst kürzlich einen Transporter mit Diebesgut. (bs)

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