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Hochwasser im Kreis Ahrweiler: 1.300 Vermisste – mehrere Tote

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Blick auf den Ort im Kreis Ahrweiler am Tag nach dem Unwetter mit Hochwasser.
Kreis Ahrweiler ist stark vom Hochwasser betroffen © Thomas Frey/dpa

Auch der Kreis Ahrweiler ist schwer vom Hochwasser getroffen. Rund 1.300 Personen werden vermisst. Mindestens 19 Menschen sind gestorben.

Kreis Ahrweiler – Neben NRW ist auch Rheinland-Platz stark vom Unwetter betroffen. Auch hier besteht die Gefahr vor Hochwasser. Wie der Kreis Ahrweiler mitteilt werden rund 1.300 Personen vermisst. Laut dpa sind mindestens 19 Menschen gestorben. „Alleine im Gebiet der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler gab es am heutigen Morgen über 1.000 offene Einsätze – aktuell laufen noch immer Rettungseinsätze“, heißt es auf der Internetseite.

Hochwasser im Kreis Ahrweiler: Wasserversorgung nur noch teilweise möglich

Die Schadenslage ist dabei sehr „komplex“, sodass eine „eine abschließende Beurteilung der Situation derzeit noch nicht möglich.“ Tausende Einsatzkräfte sind vor Ort. Die Feuerwehr wird von der Polizei, den Technischen Hilfswerk und der Bundeswehr unterstützt. „Strom-, Gas- und Wasserversorgung“ sei teilweise nicht mehr gewährleistet.

Hochwasser im Kreis Ahrweiler: 3.500 Personen in Notunterkünften

Rund 3.500 Menschen sind aktuell in mehreren Notunterkünften im gesamten Kreisgebiet untergebracht. Mehrere Häuser wurden in den Fluten zerstört. Schulen bleiben am Freitag geschlossen. Das Polizeipräsidium Koblenz hat eine Versmissten-Hotline eingerichtet, an die sich besorgte Angehörige wenden können, wenn sie jemanden vermissen. Die Telefonnummer lautet 0800 / 656565-1.

Der Notruf ist derzeit überlastet. Die Stadt bittet, dass nur noch in dringenden Fällen, der Notruf gewählt wird. „Der Schwerpunkt der Einsätze liegt in der Rettung von Menschenleben“, heißt es weiter.

Hochwasser im Kreis Ahrweiler: Bonn startet Hilfsangebot

In der nahegelegenen NRW-Stadt Bonn laufe derzeit ein Hilfsangebot. Unter einem Online-Portal können sich Betroffene und Helfende zusammentun. Viele Menschen hätten in Ahrweiler durch den Starkregen in teils dramatischen Aktionen ihr Zuhause verloren, so die Stadt Bonn. Melden könnten sich nun Privatpersonen, Hotels und Pensionen in Bonn, die noch Zimmer frei hätten. Die Stadt richtete dafür eine zentrale Koordinierungsstelle ein. (jw mit dpa)

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