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Hochwasser in NRW: Unpräzise Warnungen? Der DWD weist Vorwürfe zurück

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Anwohner schauen sich die Schäden an, die die Überflutung der Nahmer gestern Abend mit sich gebracht hat.
Das Unwetter hatte Mitte Juli in NRW verheerende Schäden angerichtet. © Roberto Pfeil/dpa

Nach dem schweren Unwetter im Juli in NRW gab es auch Vorwürfe an den Deutschen Wetterdienst (DWD). Jetzt verteidigt sich der DWD und weist Anschuldigungen zurück.

Offenbach/Düsseldorf – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat mit Nachdruck den Vorwurf zurückgewiesen, zu ungenau vor dem verheerenden Hochwasser Mitte Juli in Nordrhein-Westfalen gewarnt zu haben. Aus der Warnchronologie werde ersichtlich, „dass das Ereignis meteorologisch erkennbar und vorhersagbar war“, teilte der DWD am Mittwoch in Offenbach in einer Stellungnahme mit.

Das NRW-Umweltministerium hatte in einem Bericht für den Landtag zu den Hochwasserereignissen auch den DWD in die Verantwortung genommen. Dessen Angaben seien in einem relevanten Punkt „nicht präzise“ gewesen.

Hochwasser: DWD weist Vorwürfe zurück und verteidigt sich

Dem hielt der DWD entgegen, man habe schon frühzeitig vor länger anhaltenden, gewittrig und mit Starkregen durchsetzten Niederschlagsereignissen „mit in der Region zuvor kaum dagewesenen Niederschlagsmengen gewarnt“. Dabei sei vor Mengen von mehr als 100 Liter pro Quadratmeter, teils bis 200 Liter pro Quadratmeter in 48 Stunden und in einer großen Fläche gewarnt worden.

Das bestehende Beratungsangebot des DWD mit direktem Austausch wurde nach den uns vorliegenden Informationen augenscheinlich zu wenig genutzt.

Der Deutsche Wetterdienst

Die Schwierigkeit bei einer solchen Wetterlage sei allerdings die punktuelle Vorhersage, wo genau sich Gewitter- und Starkniederschlagsereignisse einstellen werden und ob sie eventuell mehrfach denselben Ort treffen. Diesem Umstand habe das Warnmanagement in vollem Umfang Rechnung getragen. „Das bestehende Beratungsangebot des DWD mit direktem Austausch wurde nach den uns vorliegenden Informationen augenscheinlich zu wenig genutzt“, erklärte der Wetterdienst.

Hochwasser: Grünen attackieren NRW-Landesregierung

Die Grünen im NRW-Landtag warfen der Landesregierung vor, sie versuche „ihre Weste reinzuwaschen“. Im Bericht des Umweltministeriums finde sich nichts zum Handeln der Regierung, monierte der umweltpolitischer Sprecher Norwich Rüße. Zudem habe Umweltministerin Ursula Heinen-Esser aus der Warnung des DWD „wissentlich“ einen zentralen Halbsatz verschwiegen. Das Handeln der Landesregierung und der Behörden in der Katastrophe müsse in einem Untersuchungsausschuss aufgearbeitet werden, bekräftigte er die Grünen-Forderung. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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