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Hochwasser: Erftstadt-Blessem bekommt einen neuen Damm

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Von: Nina Büchs

Arbeiter stehen neben dem Damm an der Erftstadt.
Die Bauarbeiten zum neuen Damm in Erftstadt sind in vollem Gange. © Feuerwehr Erftstadt

In Erftstadt-Blessem, wo durch das Hochwasser mehrere Häuser eingestürzt waren, soll ein neuer Damm errichtet werden. In drei bis vier Wochen soll er fertig sein.

Erftstadt – Das Hochwasser hat in der Stadt Erftstadt im Rhein-Erft-Kreis einen erheblichen Schaden angerichtet. Nach über einer Woche, seitdem dort Häuser in Folge eines Erdrutsches eingestürzt sind, haben die Aufräumarbeiten begonnen. Und auch die Arbeiten an der Erft sind in vollem Gange – denn dort soll nun ein neuer Damm errichtet werden.

Hochwasser Erftstadt: Neuer Damm soll Wasser in Erftbett zurückleiten

Seit dem Wochenende haben die Arbeiten für den neuen Damm in Erftstadt-Blessem begonnen, so Dr. Bernd Bucher vom Erftverband. In drei bis vier Wochen soll der neue Damm dann fertig sein. „Das Ziel ist, dass wir das Wasser schnell wieder in das ursprüngliche Flussbett leiten können“, so Bucher gegenüber 24RHEIN. Damit solle auch verhindert werden, dass Wasser weiter in die Kiesgrube fließen kann.

Erftstadt-Blessem: Neuer Damm soll „provisorischen Damm“ in spätestens vier Wochen ersetzen

Der neue Damm soll dann schnell den bisherigen „provisorischen Damm“ ersetzen, für den die Bundeswehr in der vergangenen Woche sogenannte „Big Backs“ (Großsäcke) mit Kies gefüllt hatte. Damit sollte das Wasser in der Kiesgrube aufgestaut werden. Zudem wird noch immer gepumpt, um das Wasser in das ursprüngliche Flussbett zurückzuführen. „Erst wenn der neue Damm fertig und einsatzfähig ist, kann der provisorische Damm entfernt werden. Bis dahin muss erstmal weiter gepumpt werden“, so Bucher.

Neuer Damm für Erftstadt-Blessem: Großes Bauwerk in Planung

Insgesamt soll das neue Bauwerk dann 140 Meter lang und vier Meter hoch werden. An der Krone sei eine Breite von zehn Metern geplant, erklärt Bucher. Das Material werde aus dem Siebengebirge bei Linz am Rhein mit LKWs über eine Behelfsausfahrt der A1 angeliefert. Dabei handle es sich laut Bucher um verschiedene Steine in unterschiedlichen Größen.

Länge140 Meter
Breite10 Meter (an der Krone)
Höhe4 Meter

Erftstadt-Blessem: Experten wollen Sicherheitslage in kommenden Tagen neu einschätzen

Wie der Rhein-Erft-Kreis am Wochenende auf Facebook mitteilte, werden die Böschungen der Kiesgrube zum Damm der Erft aktuell als stabil eingeschätzt. „Weitere Prüfungen - insbesondere der Abbruchkante zur Ortschaft Blessem - laufen. Mitte der kommenden Woche wird mit einer neuen Einschätzung der Experten gerechnet“, heißt es in dem Post. Neu bewertet werden soll dann auch die Sicherheit für die Bevölkerung vor Ort. Ich hoffe sehr, dass auch den Menschen innerhalb der 100-Meter-Sicherheitszone in den nächsten Tagen ermöglicht werden kann, ihre Häuser und Wohnungen zumindest kurzzeitig zu betreten. Hieran arbeiten alle Beteiligten unter Hochdruck“, betont Landrat Frank Rock. (nb)

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