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Rurtalsperre läuft über: Bürger sollen „vorsichtig und wachsam“ bleiben

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Wasser läuft im Überlauf der Rurtalsperre ab.
Nach schweren Unwettern ist die Rurtalsperre übergelaufen. © Lino Mirgeler/dpa

Unwetter NRW: Die Rurtalsperre läuft weiterhin über. Überschwemmungen sind die Folge. „Hunderte Rettungseinsätze, Not und Leid, aber auch Hoffnung“, so Landrat Spethahn.

Update, 17. Juli, 9:47 Uhr: Der Katastrophenfall in Kreis Düren wurde bereits am Freitag aufgehoben. Die Rur ist bislang im Dürener Raum nicht so stark über die Ufer getreten, wie zunächst befürchtet. Dennoch bleibt die Lage rund um die Rurtalsperrre weiterhin angespannt – und das wird sich erst einmal auch nicht ändern. Wie WVER am späten Freitagabend erklärt:

„Der Wasserverband Eifel-Rur weist darauf hin, dass auch in nächster Zeit trotz abklingender Niederschläge die Wasserstände hoch bleiben werden, da aus den Einzugsgebieten noch Wasser in die Flüsse und Bäche nachläuft. Auch der Überlauf der Rurtalsperre wird noch einige Zeit andauern.“

Im Kreis Düren und im südlichen Teil des Kreises Heinsberg ist durch das Hochwasser vielerorts Wasser in Keller eingedrungen. Mittlerweile klingen dort die Hochwasserwellen gerringfügig ab. Ganz anders sieht es am Unterlauf der Rur im Kreis Heinsberg aus:

„In Wassenberg-Ophoven ist nicht nur der Hochwasserschutzdeich durch die großen Wassermassen aufgeweicht. Das auflaufende Wasser erreicht den Ort mittlerweile auch über andere Fließwege, z.B. über ggf. beschädigte Deichstrukturen an dritter Stelle sowie über kleinere Gewässer, die sich aufstauen, da sie keinen freien Abfluss mehr in die Rur haben“, so WVER weiter. Katastrophenschutz, Feuerwehr und Anwohner mühen sich nach Kräften um die Sicherung des Ophovener Deiches und der Wohngebäude des Ortsteils.

Rurtalsperre läuft über: Bürger sollen „vorsichtig und wachsam“ bleiben

Update, 16:38 Uhr: „Hunderte Rettungseinsätze, Not und Leid, aber auch Hoffnung“, beschreibt Landrat Wolfgang Spethahn die aktuelle Lage im Kreis Düren. Derzeit sehe es so als, als bleibe die Lage „realtiv stabil“ – eine Entwarnung kann jedoch noch nicht gegeben werden. „Hoffen wir, dass das Schlimmste überstanden ist und die Pegel nicht wieder steigen“, betonte der Landrat.

Trotz abklingender Niederschläge werden die Wasserstände weiterhin hoch bleiben. Der Überlauf der Rurtalsperre werde noch „einige Zeit“ andauern.

Spelthahn danke zudem den professionellen und ehrenamtlichen Kräften. „Diese Unterstützung ist nicht selbstverständlich und verdient allerhöchsten Respekt.“ Derzeit wird ein Mitarbeiter des Tagebaus Inden vermisst. „Wir hoffen mit ihm und seinen Angehörigen“, so der Landrat weiter.

„Zum Glück aber ist die Rur bislang nicht so über die Ufer getreten wie zunächst befürchtet.“ Bewohnerinnen und Bewohner im Kreis Düren sollen weiterhin „vorsichtig und wachsam“ bleiben. Seit 16 Uhr ist die Bürger-Hotline zum Hochwasser nicht mehr geschaltet.

Rurtalsperre läuft über: Stadt Heimbach gibt evakuierte Straßen wieder frei

Update, 15:39 Uhr: In der Stadt Heimbach sind mittlerweile die zuvor evakuierten Straßenzüge „Untere Hengebachstraße“, „Rurstraße“ und „Pützfeldstraße“ wieder freigegeben. Für die Campingplätze direkt an der Rur gilt jedoch weiterhin eine Evakuierung.

Rurtalsperre läuft über: Vorsichtsmaßnahmen gelten weiterhin

Der Überlauf an der Rurtalsperre besteht weiterhin. Der Pegelstand gilt jedoch als stabil. Es gilt weiterhin, dass „alle tiefer gelegenen Bereiche des Rurufers“ nicht zu betreten sind. Derzeit nehmen die einzelnen Orte und die Bauhöfe die Schäden in den jeweiligen Stadtgebieten auf. „Nach einer priorisieren Reihenfolge werden alle Probleme in den nächsten Tagen und Wochen abgearbeitet“, so die Heimbach weiter.

Der Überlauf der Rurtalsperre fiel geringer aus als zunächst befürchtet. „Da im Einzugsgebiet der Talsperre die Niederschlagsmengen und damit auch die immer noch hohen Zuflüsse zur Talsperre abgenommen hatten“, so der WVER (Wasserverband Eifel-Rur) am Freitagnachmittag.

In Absprache mit der Bezirksregierung Köln konnten am Donnerstagabend Grundablässe geöffnet werden, wodurch der Zeitpunkt des Überlaufens „aktiv nach hinten verschoben“ werden konnte, heißt es in einer Mitteilung der WVER. „Dadurch wurde Zeit gewonnen, die für weitere Warnungen und Evakuierungen von Menschen aus den von Überschwemmung gefährdeten Gebieten genutzt werden konnten“

Rurtalsperre läuft über: Druck auf Dammmauer soll verringert werden

Rurtalsperre läuft über: Störungen bei der Rurtalbahn

Update, 15:02 Uhr: Nicht nur der Straßenverkehr ist im Kreis Düren nach der überfluteten Rurtalsperre nur eingeschränkt möglich. Auch im öffentlichen Verkehr kommt es weiterhin zu Störungen, so die Rurtalbahn. „Großschäden an der Infrastruktur der Rurtalbahn“ sind jedoch nicht zu erkennen.

Rurtalsperre läuft über: Mehrere Straßen in Kreis Düren überflutet

Update, 14:55 Uhr: Auch weiterhin sind im Kreis Düren aufgrund der übergelaufenen Rurtalsperre viele Straßen überschwemmt. Im gesamten Kreisgebiet kommt es zu Sperrungen. Insgesamt sinkt zwar der Pegel, jedoch gilt die Lage weiterhin als angespannt. „Der Pegelstand unter den Brücken sinkt, liegt aber noch nicht vollständig frei, eine Beurteilung des Zustandes erfolgt so bald wie möglich“ so der Kreis zur aktuellen Situation. Inwieweit Schäden vorliegen, ist somit noch nicht klar.

Rurtalsperre läuft über: Straßensperrungen im Überblick:

Rurtalsperre läuft über: A44 wieder befahrbar

Update, 14:23 Uhr: Nach einer Vollsperrung der Autobahn 44 bei Jülich wegen einer überschwemmten Fahrbahn ist die Strecke wieder frei. Das hat die Autobahn GmbH Rheinland am Freitagmittag per Twitter mitgeteilt. Die Strecke zwischen den Anschlussstellen Jülich-Ost und Jülich-West war am Freitagmorgen aufgrund der überlaufenden Rurtalsperre nicht befahrbar.

Rurtalsperre läuft über: Kreis Heinsberg hat „kritische Situation“ noch nicht überwunden

Update, 13:43: Während die Lage im Kreis Düren weiterhin angespannt, aber „relativ stabil“ ist, spricht der Kreis Heinsberg von einer „Blaulichtlage“, so Landrat Stephan Pusch. Vor allem Hückelhoven ist schwer vom Hochwasser betroffen. „Schwerpunkt der Überschwemmung sind die Stadtteile Brachelen und Hilfarth.“

Zurzeit werden vorsorglich die Anwohner einiger Straßen evakuiert, so die Stadt. Notunterkünfte sind in der Turnhalle Brachelen (Ritzerfeldstraße) und in der Mehrzweckhalle Hückelhoven (Dr.-Ruben-Straße) eingerichtet. „Noch ist die kritische Situation nicht überwunden“, so Thomas Kähler, Leiter des Feuerschutzzentrums Erkelenz.

Rurtalsperre läuft über: Lage im Kreis Düren „relativ stabil“ – keine generelle Entwarnung

Update, 12:35 Uhr: Die Lage im Kreis Düren ist weiterhin angespannt. Aufgrund des hohen Pegels können vollgelaufene Keller in Jülich derzeit nicht abgepumpt werden. „Wenn die Pegelstände es zulassen, werden die Einsatzkräfte die betroffenen Gebiete systematisch abarbeiten. Hierzu werden die Einsatzkräfte auf Sie zukommen“, so die Stadt Jülich.

Rurtalsperre läuft über: Katastrophenlage aufgehoben

Update, 11:11 Uhr: Wie der Krisenstab des Kreis Düren mitteilt, ist davon auszugehen, dass es entlang der Rur keine weiteren Verschlechterungen geben werde. „Der Katastrophenfall für den Kreis Düren wird zum 16.07.2021, 09:15 Uhr aufgehoben“, so der Kreis vor wenigen Minuten auf Facebook. Doch auch wenn der Katastrophenfall aufgehoben worden ist, gibt es noch keine „generelle Entwarnung.“

An „einigen wenigen Stellen mit Überlauf“ kam es zu vollgelaufenen Kellern. Es gelten weiterhin besondere Schutzmaßnahmen:

Rurtalsperre läuft über: Entwarnung für weitere Städte soll folgen

Update, 10:36 Uhr: „Die Lage ist weiterhin relativ stabil und wird sich voraussichtlich auch nicht verschlechtern“, das teilt der Kreis Düren mit. Dennoch ist weiterhin Vorsicht geboten. „Angesichts dieser Entwicklung können die Evakuierungsempfehlungen durch die jeweils zuständigen Kommunen nach und nach aufgehoben werden, sofern es denn die Lage auch zulässt“, heißt es weiter. Vor einer guten halben Stunde hat Jülich die Evakuierung aufgehoben.

Auch der Wasserverband Eifel-Rur gibt eine erste Entwarnung. „Bislang konnte die Abgabemenge aus dem Staubecken Heimbach bei unter 100 m³/s gehalten werden.“ Eine weitere großflächige Überflutung könnte somit ausbleiben.

Rurtalsperre läuft über: Entwarnung für Jülich – Lage in Düren „relativ stabil“

Die Rurtalsperre läuft über.
Die Rurtalsperre läuft über. © Lino Mirgeler/dpa

Update, 09:54 Uhr: Entwarnung für Jülich: „Nach Rücksprache mit dem WVER und dem Kreis Düren ist mit keinen zusätzlichen größeren Wassermengen mehr zu rechnen. Die Evakuierung wurde zwischenzeitlich aufgehoben und die Menschen können wieder in ihre Häuser zurückkehren“, so die Stadt auf Facebook.

In der nächsten halben Stunde wird auch die Hotline zum Hochwasser von der Stadt ausgeschaltet. In Kürze soll eine Pressemitteilung bezüglich des „weiteren Vorgehens“ veröffentlicht werden. Jülich bedankt sich bei allen Helferinnen und Helfern, sowie den Einsatzkräften. Die Sachspenden sollen in den nächsten Tagen den Betroffenen „zugänglich gemacht werden, heißt es weiter.

Rurtalsperre läuft über – Busverkehr wird eingestellt

Update, 09:07 Uhr: Aktuell tagt der Krisenstab des Kreises Düren. Aufgrund des Hochwassers und des Überlaufens der Rurtalsperre stellt der Rurtalbus im Dürener Nordkreis den Betrieb bis auf Weiteres ein.

Rurtalsperre läuft über – Lage nicht so dramatisch wie befürchtet, dennoch keine Entwarnung

Update, 08:47 Uhr: Trotz Überlaufens der Rurtalsperre in der Eifel hat sich die Lage in Düren über Nacht leicht entspannt und sei „relativ stabil“. Die Rur sei nicht so stark über das Ufer getreten wie befürchtet. Das gab die Stadt am Freitagmorgen bekannt.

So gab es weder Verletzte noch „außergewöhnlich schwere Einsätze“ der Feuerwehr- und Rettungskräfte in Düren. Zurzeit scheint der Wasserstand der Rur zu stagnieren. Dennoch spricht die Stadt Düren keine Entwarnung aus und bittet, weiterhin vorsichtig zu sein.

Rurtalsperre läuft über – Überflutungen in Obermaubach, Düren und Jülich möglich

Update, 06:48 Uhr: Gegen 3 Uhr Nacht habe der Überlauf aus der Rurtalsperre auch die Stadt Düren erreicht. Die vorab kontrollierte Ablassung des Wassers habe jedoch für eine „gewisse Entspannung“ gesorgt, so die Stadt Düren über die sozialen Medien.

In Jülich sei die Nacht „relativ ruhig“ gewesen, wie der Bürgermeister Axel Fuchs über Facebook der Stadt Jülich bekannt gab. Der Wasserstand der Rur sei minimal gefallen – allerdings erwarte die Stadt Jülich für circa 8 Uhr einen erneuten Anstieg des Hochwassers. Zwar falle dieser „wenig extrem als gestern zunächst angekündigt aus“, allerdings sei die Gefahr noch nicht gebannt, so Fuchs.

Damit sich die Hilfs- und Rettungskräfte auf ihre wesentlichen Aufgaben konzentrieren können, bittet die Stadt Jülich darum, nur in „dringlichen Angelegenheiten“ von einem Notruf Gebrauch zu machen. Um „vollgelaufene Keller“, kleinere Versorgungsprobleme oder ähnliches könne sich leider im Moment noch nicht gekümmert werden. (jaw)

Rurtalsperre läuft über – Überflutungen in Obermaubach, Düren und Jülich möglich

Update, 01:09 Uhr: Seit knapp anderthalb Stunden läuft die Rurtalsperre, genauer gesagt die Urftalsperre unkontrolliert über. Das Wasser läuft somit ungehindert in die Rur. Die angrenzenden Städte könnten somit teilweise überflutet werden. Wie der Kreis Düren mitteilt, könnte das jedoch noch einige Stunden dauern:

Rurtalsperre läuft über – so macht sich der Pegel-Anstieg bemerkbar

Im Nachgang sei mit Überschwemmungen im Unterlauf der Rur zu rechnen. Überflutungen von Kellern und Häusern seien zu erwarten. Der Kreis Düren hatte bereits vor der Gefahr von Überflutungen in den Städten Heimbach, Nideggen und der Gemeinde Kreuzau gewarnt.

Rurtalsperre läuft über – Kreis Düren warnt

Rurtalsperre läuft über – jedoch „mit einer geringen Dynamik“

Update, 00:12 Uhr: Die Urftalsperre läuft über. Der Überlauf sei jedoch „mit einer geringen Dynamik“ gestartet. Dennoch handelt es sich dabei um eine „ungesteuerte Hochwasserentlastung“. Laut WVER nimmt die Talsperre daran keinen Schaden. „Die gegebenenfalls durch Überschwemmung bedrohten Gebiete sind auf der beiliegenden Hochwassergefahrenkarte unter der Eintragung ‚Extremhochwässer‘ zu sehen“, heißt es weiter. Die Hotline des Kreises Düren ist derzeit überlastet.

Rurtalsperre läuft unkontrolliert über – keine Entwarnung

Update, 23:51 Uhr: Wie WVER mitteilt, haben sich in den letzten Stunden „die Zuflüsse zur Rurtalsperre“ reduziert. Entwarnung gibt es dennoch nicht. Es werde weiterhin über das Staubecken Heimbach Wassermengen in den Unterlauf der Rur abgelassen, heißt es weiter. Auch weiterhin ist mit sehr hohen Wasserständen zu rechnen, wodurch große Schäden in den Rur-anliegenden Kommunen durch Hochwasser entstehen können. „Die Rurtalsperre Schwammenauel wird nach jetzigem Kenntnisstand überlaufen, voraussichtlich zwischen 23 und 24 Uhr.

Rurtalsperre läuft unkontrolliert über – Stadt Jülich bereitet sich auf „Auswirkungen der Überflutung“ vor

Update, 23:35 Uhr: Auch Jülich könnte durch die unkontrolliert überlaufende Rurtalsperre überschwemmt werden. Aktuell geht die Stadt davon aus, dass gegen 24 Uhr „mit den ersten Auswirkungen der Überflutung zu rechnen“ ist. Mehrere Pendlerbusse sind im Einsatz, um die Betroffenen zu evakuieren. Welche Straßen evakuiert werden, teilt die Stadt auf ihrer Internetseite mit.

Rurtalsperre läuft unkontrolliert über – Strom wird teilweise abgestellt

Update, 23:29 Uhr: Um weitere Gefahren ausschließen zu können, teilt die Gemeinde Niederzier mit, dass das Stromnetz teilweise abgestellt wird. „Aufgrund der derzeitigen Lage stellt Westnetz im Ortsteil Selhausen ab 22 Uhr den Strom ab.“

Rurtalsperre läuft unkontrolliert über – Schaulustige vor Ort

Update, 23:05 Uhr: Obwohl die Stadt und der Kreis Düren vermehrt appelliert haben, sich in Sicherheit zu bringen, wurden zuletzt „vermehrt Menschenansammlungen an Brücken und am Rurufer beobachtet“, teilt die Stadt mit. Dies sei außerordentlich gefährlich.

Weiter heißt es, dass „kein Grund zur Panik“ bestehe. Betroffene sollten sich jedoch an die Vorsichtsmaßnahmen halten. „Es wird mit Überflutungen von Kellern und Häusern entlang der Rur gerechnet“, so die Stadt weiter. Vollgelaufene Keller sollten nicht betreten werden, „da dort Stromschlaggefahr“ bestehe. Der Strom solle jedoch nach Möglichkeit abgestellt werden.

Rurtalsperre läuft über – „Dies ist keine Übung, sondern der Ernstfall“

Update, 22:49 Uhr: Auf Facebook warnt der Kreis Düren „äußerst vorsichtig“ zu sein. Bewohner und Bewohnerinnen sollen darauf achten, ob die Feuerwehr im jeweiligen Bereich zur Evakuierung aufruft. Die Stadt Jülich appelliert: „Dies ist keine Übung, sondern der Ernstfall“. Folgende Bereiche werden aufgrund der unkontrolliert überlaufenden Rurtalsperre evakuiert:

Rurtalsperre läuft über – Evakuierungen in den einzelnen Ortschaften

Rurtalsperre läuft über – Bewohner sollen sich in Sicherheit bringen

Update, 22:35 Uhr: „Es besteht punktuell die Gefahr einer Überflutung“, so der Kreis Düren. Bewohnerinnen und Bewohner sollen „sicherheitshalber die Heiz- und Kochgeräte abschalten“ und sich in Sicherheit bringen. Dabei sollen „höher gelegene Orte“ aufgesucht werden. In den einzelnen Ortschaften wurden zusätzlich Anlaufstellen für Betroffene eingerichtet.

Rurtalsperre läuft über – Orte bereiten Katastrophenfall vor.

Update, 21:56 Uhr: Im Kreis Düren ist die Hochwasser-Lage dramatisch. In mehreren Orten werden Menschen weiterhin evakuiert. Wie die Stadt Nideggen mitteilt, stelle man sich „auf einen Katastrophenfall ein“. Mehrere Notunterkünfte wurden eingerichtet. „Für diejenigen, die in der Mehrzweckhalle untergebracht werden, ist es hilfreich eine Schlafunterlage mitzubringen“, heißt es weiter. Es davon auszugehen. Das die Notlage mindestens einen Tag andauern wird.

Rurtalsperre läuft über – Kreis richtet Not-Hotline ein

Update, 21:56 Uhr: Der Kreis Düren hat eine Hotline eingerichtet. Unter der Nummer 02421 22 10 38 920 stehen Mitarbeiter des Kreises zur Verfügung und informieren über die Höhe des Pegelstandes der Rur. Außerdem beantworten sie Fragen „rund um die Lage zum Hochwasser im Kreisgebiet“, so der Kreis Düren auf Twitter.

Rurtalsperre läuft über – Ausmaß der Überschwemmung noch nicht bekannt

Update, 21:43 Uhr: Auf Facebook teilt die Stadt Düren mit: „In diesen Minuten hat die Feuerwehr Düren mit der Information der Bevölkerung in den betroffenen potenziellen Überschwemmungsgebieten entlang der Rur begonnen“, so die Stadt Düren. Vor Ort werden die Menschen über Lautsprecheransagen informiert. „Wie weit die Überschwemmungen reichen, ist leider nicht vorhersehbar“, heißt es weiter.

Bewohnerinnen und Bewohner werden aufgefordert ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen. Auf einer Hochwassergefahrenkarte der Stadt Düren werden die Bereiche angezeigt. Folgende Notunterkünfte stehen zur Verfügung:

Rurtalsperre läuft über – Notunterkünfte im Überblick

Rurtalsperre läuft über – „große Schäden durch Hochwasser erwartet“

Düren – Der Wasserverband Eifel-Rur rechnet mit einem Überlaufen der Rurtalsperre am Donnerstag zwischen 21 und 23 Uhr. Das könnte Folgen für den Unterlauf der Rur haben, sagte ein Sprecher des WVER in Düren. Zuvor sei bereits die Urfttalsperre übergelaufen, die der Rurtalsperre vorgelagert ist. Dies habe aber nur insofern Folgen gehabt, dass sich die Rurtalsperre schneller gefüllt habe.

RurtalsperreKreis Düren, Städteregion Aachen
In Betrieb seit1939
NutzunngStrom-Erzeugung, Trinkwasser, Hochwasserschutz Rur
ZuflüsseRur, Allersbach, Büdenbach, Eiserbach, Eschbach, Hohenbach, Lederbach, Morsbach, Welchenbach, Wolfsbach, Schilsbach, Weidenbach
AbflussRur

Der Wasserverband Eifel-Rur warnt: „In der Rur ist weiter mit sehr hohen Wasserständen zu rechnen, wodurch große Schäden in den Rur-anliegenden Kommunen durch Hochwasser entstehen können.“ An besonders vom Hochwasser betroffenen Stellen sei mit Evakuierungen und Sperrungen zu rechnen.

Hochwasser-Alarm: Voraussichtlich betroffene Orte unterhalb der Rurtalsperre

In den Städten Heimbach, Nideggen und der Gemeinde Kreuzau bestehe die Gefahr von Überflutungen, teilte der Kreis Düren mit. Wer sich in tiefer gelegenen Bereichen entlang der Rur aufhalte, solle Heiz- und Kochgeräte ausschalten und den Bereich sofort verlassen. Auch für die weiter flussabwärts gelegenen Städte werde solches Verhalten empfohlen. 

Düren: Rurtalsperre läuft über – Rettungskräfte im Dauereinsatz

Seit Mittwoch sind die Rettungskräfte in Düren vermehrt im Einsatz. Die rund 164 Einsatzkräfte der Feuerwehr Düren arbeiteten insgesamt 124 Einsatzstellen ab. Neben Keller auspumpen, mussten ein Brand in einem Keller, Bergung von großen Akkupaketen einer Telekommunikationsgesellschaft, Rettung einer durch Wassermassen im Keller eingeschlossenen Person, Sicherung von Heizöltanks, Unterstützung bei Sicherungsmaßnahmen in einer Papierfabrik und einem Krankenhaus geleistet werden; hierbei wurde eine Feuerwehrangehörige leicht verletzt.

Düren: Rurtalsperre läuft über – enorme Schäden erwartbar

„Die Rurtalsperre Schwammenauel wird nach jetzigem Kenntnisstand überlaufen, voraussichtlich in den Abendstunden zwischen 21 und 23 Uhr. Die Zuflüsse zur Rurtalsperre haben sich in den letzten Stunden mit kaum verminderter Heftigkeit fortgesetzt“, so der Wasserverband Eifel-Rur (WVER). Man ruft daher die Bevölkerung dazu auf, in den nächsten Stunden vorsichtig zu sein. Der WVER rechnet mit enormen Schäden und Sperrungen.

Die gegebenenfalls durch Überschwemmung bedrohten Gebiete sind auf der beiliegenden Hochwassergefahrenkarte unter der Eintragung „Extremhochwässer“ zu sehen.

Hochwasser in NRW: Ausnahmezustand und Katastrophenfall ausgerufen

Überall in NRW spitzen sich die Hochwassergefahren zu. In Kreis Euskirchen wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Der Rhein-Erft-Kreis hat den Katastrophenfall ausgerufen. Es bestehe „Lebensgefahr“. Der Krisenstab des Kreises warnt vor einer „extremen Gefahr vor Hochwasser durch möglichen Dammbruch entlang der Erft“. (dpa/lnw)

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