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Nächste Wolfsattacke im Kreis Wesel – Schäfer fordern Jagd auf Wölfe

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Der Wolf bedroht in Niedersachsen zahlreiche Schafhalter und ihre Tiere. Einige fordern nun eine stärkere Regulierung des Bestandes. (Symbolbild)
Im Mai wurden die Wolfsjagd noch gerichtlich verboten. (Symbolbild) © Swen Pförtner/dpa

Im Kreis Wesel mehreren sich aktuell die Wolfsattacken. Nun kam erneut ein Schaf ums Leben. Der Schafzuchtverband plädiert für die Jagd auf das Wolfsrudel.

Hünxe – In Hünxe (Kreis Wesel) ist er wohl erneut zu einer Wolfsattacke auf eine Herde trächtiger Schafe gekommen. Der NRW-Schafzuchtverband fordert nun dringend eine Erlaubnis für die Jagd auf das dort ansässige Wolfsrudel. Der betroffene Schafhalter habe alle Empfehlungen eingehalten, die Tiere nachts im Stall gehalten und die Weide mit einem elektrischen Weidezaun geschützt. Dennoch sei ein Muttertier mit einem typischen Kehlbiss getötet worden und auch das Lamm ums Leben gekommen, beklagte der Verband aus Nordrhein-Westfalen in einer Mitteilung am Freitag.

In den vergangenen Wochen waren im Kreis Wesel ganze drei Ponys von Wölfen gerissen worden. Anfang des Jahres war es bereits zu mehrere Wolfsattacken in der Nähe von Hünxe gekommen. Alle Angriffe sind wohl auf dasselbe Wolfsrudel zurückzuführen.

Wolfsangriffe im Kreis Wesel: Sicherer Nachweis steht noch aus – Gericht lehnte Jagd im Mai ab

Ob es sich diesmal tatsächlich erneut um einen Wolfsangriff gehandelt hat, ist zwar noch nicht ganz sicher, jedoch geht der Verband bei den Indizien klar davon aus. So vermutet man, dass Wölfe des nahe gelegenen Schermbecker Rudels verantwortlich sind.

Der betroffene Schafhalter aus Hünxe bei Wesel hatte im Mai dieses Jahres bereits vergeblich auf eine Abschussgenehmigung für die Wölfin „Gloria“ aus dem Rudel geklagt. Obwohl der Schäfer bis zu diesem Zeitpunkt bereits 29 Tiere – mehr als ein Viertel seiner Herde – eingebüßt hatte, lehnte das Gericht die Forderung ab. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf bezweifelte, dass dem Schäfer in Zukunft ernsthafter Schaden drohe.

Wolfsangriffe im Kreis Wesel: Existenz von Schäfer „erneut“ bedroht

Der aktuelle Riss in der Herde tragender Schafe bedrohe nun erneut die Existenz des Schäfers, erklärte der Verband. „Wir fordern eine umgehende Neubewertung der Situation.“ Das Wolfsrudel am Niederrhein war laut Landesumweltamt entstanden, nachdem sich ein Wolfsrüde zu der Wölfin „Gloria“ gesellt und mit ihr ein Junges gezeugt hatte.

Es sei auch möglich, dass bald weitere Wölfe auf Wanderschaft das Wolfsgebiet Schermbeck entdecken könnten, hatte ein Sprecher der Behörde bei der Gerichtsverhandlung im Mai gesagt. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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