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23 Menschen feiern trotz Coronavirus illegale Techno-Party – ein verlassener Ort machte es erst möglich

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Von: Nina Büchs

Aufgebrochene Eingangstür des alten Hürther Schwimmbads.

Im alten Hürther Schwimmbad fand am Wochenende eine illegale Techno-Party statt. © Polizei Hürth

In Hürth ging es am Wochenende ganz schön zur Sache: 23 junge Männer und Frauen feierten dort illegal eine Party in einem stillgelegten Schwimmbad.

Hürth – Bis zum Morgengrauen durchtanzen, trinken bis der Arzt kommt und das Leben genießen: In Zeiten von Corona gehört diese Wochenendbeschäftigung der Vergangenheit an. Nicht so aber bei 23 jungen Männern und Frauen aus Hürth. Sie feierten am vergangenen Wochenende trotz des derzeit geltenden Kontaktverbots. Doch ihr nächtliches Vergnügen müssen sie nun bitter bezahlen.

Hürth bei Köln: 23-köpfige Gruppe feiert Techno-Party

Der illegale Rave ereignete sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Anwohner wurden wegen der Lautstärke am Brabanter Platz nahe des stillgelegten und verschlossenen Schwimmbads hellhörig und verständigten die Polizei. Als sich die Beamten Zutritt zum Gebäude verschafften, entdeckten sie die feiernde Meute ohne Mundschutz. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung berichtete, befanden sich im Schwimmbecken zwei große Musikboxen, ein Verstärker und einige Klapptische. Auch eine Dose mit unbekannter Substanz stellten die Polizisten sicher. Dabei handle es sich vermutlich um Drogen, wie die Polizei weiter mitteilte.

Tarnnetze als Deko für die Techno-Party in einem stillgelegten Schwimmbad in Hürth.

Auch an Tarnnetze als Deko hatten die Veranstalter der illegalen Techno-Party in Hürth gedacht. © Polizei Hürth

Coronavirus: Illegale Party in Hürth veranstaltet – das droht den Partyhungrigen nun

Die Polizisten erteilten daraufhin insgesamt 23 Platzverweise. Doch damit nicht alles: Zwei Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruch, wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und mehrere Anzeigen wegen Missachtung der Corona-Schutzverordnung gab es für die Feierwütigen obendrauf.

Trotz Corona: Auch an anderen Orten in NRW löste die Polizei Partys auf

Auch an anderen Orten in NRW fiel den Leuten während Corona vermutlich die Decke auf den Kopf. So feierte auch eine 14-köpfige Gruppe aus Dortmund am Freitagabend, dem 11. Dezember, in einer Kita eine Party. Doch anders als in Hürth handelte es sich bei den Partygästen nicht um feierwütige Jugendliche, sondern um Beschäftigte der Dortmunder Kita. Auch dort trugen die Leute nicht einmal eine Maske und hielten auch keine Abstandregeln ein, wie die Polizei berichtete. Zudem soll es ein Buffet und Alkohol gegeben haben. Wie die Rheinische Post berichtet, werden nun arbeitsrechtliche Schritte gegen die Feiernden von der Stadt geprüft. (nb)

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