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Mann auf der Arbeit mit gefälschtem Corona-Test erwischt – Flucht mit Firmenwagen

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Ein negatives Corona-Testergebnis in einem Corona-Testzentrum.
Der Mann in Hürth legte seinem Arbeitgeber ein gefälschtes Corona-Testergebnis vor (Symbolbild). © Jörg Carstensen/dpa

Bei einer 3G-Kontrolle am Arbeitsplatz zeigte ein Mann in Hürth offenbar einen gefälschten Corona-Test vor. Danach raste er mit dem Firmenwagen vom Werksgelände.

Hürth – In Hürth hat offenbar ein Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma bei der 3G-Kontrolle mit einem gefälschten Corona-Test betrügen wollen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Nur wenige Stunden später wurde ein Mann mit einem gefälschten Impfpass in einer Apotheke erwischt.

Hürth: Gefälschter Corona-Test bei 3G-Kontrolle am Arbeitsplatz

Der erste Fall ereignete sich laut Polizeiangaben am Montagmorgen (20. Dezember) gegen 8:30 Uhr bei einer Zeitarbeitsfirma in Hürth-Knapsack. Dort wurde ein 26-jähriger Mitarbeiter bei der Einfahrt auf das Werksgelände an der Grubenstraße einer 3G-Kontrolle unterzogen. Dabei bemerkte der Kontrolleur (36) beim Zertifikat des Corona-Tests Unstimmigkeiten. „Als der 36-Jährige Fälschungshinweise erkannte und den Verdächtigen ansprach, soll der in seinem Firmenwagen von dem Werksgelände geflüchtet sein“, berichtet ein Polizeisprecher.

Es war offenbar nicht der erste Fälschungsversuch mit einem Corona-Test bei dem Unternehmen. „Bereits zuvor war bei der betroffenen Firma ein Nachweis vorgelegt worden, dessen Unterzeichnerin nicht bei dem angegebenen Testzentrum arbeitet. Bedingt durch diesen Namen war der Kontrolleur auch in diesem Fall von einem gefälschten Dokument ausgegangen“, erklärt der Sprecher.

Hürth: Mann mit gefälschtem Impfpass in Apotheke erwischt

Nur rund vier Stunden später musste die Polizei erneut wegen einer mutmaßlichen Fälschung eingreifen. Diesmal ging es um einen gefälschten Impfpass, mit dem ein 54 Jahre alter Mann in einer Apotheke sein digitales Corona-Impfzertifikat nach einer vermeintlichen Boosterimpfung bekommen wollte. Doch der Mitarbeiter der Apotheke ließ sich nicht täuschen und bemerkte Unstimmigkeiten im Impfpass.

„Bei einer Recherche stellte sich heraus, dass auch die Erst- und Zweitimpfung nach derzeitigem Sachstand nicht stattgefunden hatten. Die Impfstoffe mit den angegebenen Chargennummern waren in dem angegebenen Zeitraum nicht zu Impfungen genutzt worden“, berichtet die Polizei. Ein Anruf bei der vom 54-Jährigen angegebenen Arztpraxis ergab: Er ist in der Praxis weder geimpft noch behandelt worden. In beiden Fällen werde nun ermittelt. (bs/ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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