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Impfpass-Fälschungen: Arztpraxis und Wohnungen in Köln durchsucht

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Zwei bewaffnete Polizisten stehen vor einem Hauseingang. Vor den Polizisten befindet sich ein Absperrband.
In Köln, Erftstadt und Leverkusen hat die Polizei am Dienstag mehrere Durchsuchungen durchgeführt. (Symbolbild) © Tim Oelbermann/Imago

Am Dienstag haben über 200 Polizisten eine Arztpraxis und 40 Wohnungen in Köln, Erftstadt und Leverkusen durchsucht. Dabei fanden sie nicht nur gefälschte Impfpässe.

Köln – Großeinsatz der Polizei in Köln*, Erftstadt (Rhein-Erft-Kreis*) und Leverkusen*: Mehr als 200 Polizisten führten dort am frühen Dienstagmorgen mehrere Durchsuchungen durch, um dem Verdacht der Fälschung von Corona-Impf- und -Test-Zertifikaten nachzugehen. Insgesamt durchsuchte die Ermittlungsgruppe „Stempel“ 40 Wohnungen und eine Arztpraxis – und wurde schließlich fündig.

Impfpass-Fälschungen: Razzia in Köln, Erftstadt, Leverkusen – auch scharfe Schusswaffe sichergestellt

Bei den Durchsuchungen haben die Einsatzkräfte zahlreiche gefälschte Impfausweise und -zertifikate, sowie in der Arztpraxis mehrere Datenträger sichergestellt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Köln mit. „Zudem fanden die Ermittler in einer Wohnung eine scharfe Schusswaffe samt Munition und in einer weiteren Wohnung eine nicht geringe Menge Marihuana“, heißt es weiter.

Arzt in Köln soll Impfbescheinigungen ohne tatsächliche Impfung ausgestellt haben

Insgesamt laufen Verfahren gegen 46 Beschuldigte, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte. Zwischen den einzelnen Fällen bestehe nach aktuellem Stand aber kein Zusammenhang. Einem in Köln niedergelassenen Arzt werde zur Last gelegt, Impfbescheinigungen ohne tatsächlich durchgeführte Corona-Impfungen ausgestellt zu haben. In weiteren Verfahren werde den Beschuldigten vorgeworfen, gefälschte Impfzertifikate hergestellt beziehungsweise gefälschte Testnachweise oder Impfpässe beschafft und verwendet zu haben.

Zwei Festnahmen bei Durchsuchungen in Köln, Leverkusen, Erftstadt

Bei den Einsätzen sei es auch zu zwei Festnahmen gekommen, die allerdings nicht im Zusammenhang mit den Verfahren stünden, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Es gehe dabei um Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz. (nb mit dpa) *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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