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Impfstart in Arztpraxen: Mediziner kritisieren unnötige Bürokratie – Überlastung droht

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Corona-Impfung
Seit drei Monaten wird in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. (Symbolfoto) © Risa Krisadhi/Imago Images

Mediziner aus NRW haben sich angesichts des Corona-Impfstarts in Hausarztpraxen über zu viel Bürokratie beschwert. Aufgrund hoher Nachfrage und unnötiger Arbeit drohen nun Überlastungen.

Düsseldorf – Zum Start der Corona-Schutzimpfungen in Hausarztpraxen haben niedergelassene Ärzte zu viel Bürokratie-Aufwand kritisiert. Die geforderte neue Bürokratie koste zusätzlich viel Zeit und trübe die Freude der Hausärzte, nun endlich mit impfen zu können, sagte Internist Guido Pukies am Mittwoch im Morgenecho auf WDR 5. Seine Praxis habe nur 24 Impfdosen für diese Woche zu Verfügung, sei aber mit 26 Abrechnungsziffern konfrontiert. In den Praxen schlage man sich jetzt dem Patienten zuliebe anderthalb Stunden mit einem Rezept herum. Die meisten Hausärzte wollten nach der normalen Sprechstunde am Nachmittag gegen das Coronavirus impfen.

Impfstart in Arztpraxen: Arztpraxen droht Überlastung – Impf-Dokumentation unnötig

Ein weiterer Hausarzt sprach im WDR von einem gewaltigen Ansturm und totaler Überlastung. Patienten riefen ununterbrochen an, um einen Impftermin zu ergattern. Tatsächlich kommen aber die Praxen auf die Patienten zu und bestellen zunächst nur chronisch Kranke ein. Zuvor hatte bereits der Impfstart der Gruppe „60 plus“ einen großen Ansturm ausgelöst.

Mediziner Pukies kritisierte auch den hohen Aufwand, den die Impf-Dokumentation erfordere. Es sei schön für das Robert Koch-Institut und für „Pressemeldungen“, wenn man genau wisse, wer wann wo von wem geimpft worden sei. Aber: Für den einzelnen Bürger bringe das wenig. Es würde Pukies zufolge ausrechnen, aus der ausgelieferten Impfstoffmenge abzuleiten, wie viele Menschen geimpft seien.

Coronavirus in NRW: Hausärzte starten mit Corona-Impfungen in dieser Woche

Seit Dienstag dürfen auch Hausärzte in ihren Praxen Corona-Schutzimpfungen verabreichen. In NRW werde die große Mehrheit der rund 11.000 Hausärzte mit an Bord sein, hieß es beim Hausärzteverband Nordrhein. Zunächst soll das Präparat von Biontech/Pfizer gespritzt werden, allerdings sind nur sehr überschaubare Mengen lieferbar. Die meisten Praxen wollten am Mittwoch in die Impfaktion einsteigen. (dpa)

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