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Corona in NRW: Impftermin während Quarantäne? Das ist zu beachten

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Von: Johanna Werning

Eine Person vor blauem Hintergrund hält einen Impfausweis, einen Reisepass und einen Corona-Test in der Hand.
Was passiert, wenn der Impftermin in die Quarantäne-Zeit fällt? (Symbolbild) © Fotostand/K. Schmitt/Imago

Was passiert, wenn der gebuchte Impftermin in meine Quarantäne fällt? Was Impfwillige, die gerade in Corona-Isolation sind, wissen müssen im Überblick.

NRW – Seit über einem Jahr beeinflusst das Coronavirus das tägliche Leben. Während Shoppen, Restaurantbesuche oder Reisen über Monate dem kompletten Stillstand erlagen, sind Einkaufen, Essengehen und Urlaube wieder im Bereich des Möglichen. So bald man in NRW offiziell als vollständig geimpft gilt, ist vieles mit dem digitalen Impfpass oder dem klassischen gelben Impfausweis sogar ohne negatives Testergebnis möglich. Doch was ist eigentlich, wenn man kurz vor dem Impftermin noch in Quarantäne muss? Dann darf man das Haus nicht verlassen – oder gibt es für den bereits gebuchten Impftermin eine Ausnahme?

Corona-Impftermin während der Quarantäne: Das ist zu tun, wenn man positiv getestet worden ist

Grundsätzlich muss dabei unterschieden werden, weswegen man sich in Quarantäne begeben muss. Entweder wurde man selber positiv auf das Coronavirus getestet, oder man gilt als Kontaktperson ersten Grades. Das heißt, dass man sich potenziell bei einer Corona-positiv getesteten Person angesteckt haben könnte und sich vorsichtshalber in Quarantäne begeben muss. Angeordnet wird die Isolation in beiden Fällen vom regionalen Gesundheitsamt.

Befindet man sich in Quarantäne, weil man eine Corona-Infektion hat, muss der bereits gebuchte Impftermin abgesagt werden. „Im Fall einer akuten Corona-Infektion wird grundsätzlich nicht geimpft“, erklärt Christopher Schneider von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) auf Nachfrage von 24RHEIN. Der Impftermin müsse dann von der Person in Quarantäne selbst online über das KVNO-Portal oder telefonisch abgesagt werden.

Handelt es sich bei der Impfung um einen Ersttermin, sollte der Termin jedoch nachgeholt werden. Denn „die Stiko empfiehlt, dass Genesene ab sechs Monaten nach der Infektion dann mit einer einzelnen Dosis geimpft werden sollten“, so Schneider weiter. Es sei jedoch zusätzlich im Einzelfall zu entscheiden, ob gegebenenfalls „eine vollständige Impfserie“, also Erst- und Zweitimpfung, verabreicht werden sollte. Abgesprochen werden sollte diese Entscheidung mit dem Hausarzt. Ausschlaggebend sind dabei potenzielle Risikofaktoren beim Impfwilligen.

Impftermin während der Quarantäne: Das ist zu tun, wenn man als Kontaktperson isoliert worden ist

Befindet man sich als Kontaktperson ersten Grades in Quarantäne, darf man die eigenen vier Wände nur im Ausnahmefall verlassen – auch wenn Schnelltests negativ sind. Erst nach Ablauf der Isolation ist es vom Gesundheitsamt erlaubt, das Haus zu verlassen. Es gibt jedoch Ausnahmen. Diese stehen in der Verfügung, die man im Falle einer Quarantäne zugeschickt bekommt. Laut Gesundheitsamt Köln zählen dazu unter anderem ein Katastrophenfall wie zum Beispiel ein Feuer oder ein Notfall in der Familie – zum Beispiel Sterbe- oder Geburtsbegleitung von Angehörigen.

Corona in NRW: Quarantäne-Ausnahmen der Stadt Köln

Der Impftermin müsse demnach auch als Kontaktperson in Quarantäne abgesagt werden. Damit der Impftermin nicht verfällt und die Dosis womöglich vernichtet werden muss, soll der gebuchte Termin verschoben werden. Endet die Quarantäne wenige Tage nach dem eigentlichen Impftermin, könne die Dosis so lange aufbewahrt werden. Ansonsten gebe es die Möglichkeit, dass spontane Nachrücker den Termin wahrnehmen können.

Falls der Termin trotz Quarantäne wahrgenommen werden soll, kann nur das Gesundheitsamt die angeordnete Quarantäne unterbrechen. Das richtet sich nach örtlichen Ordnungs- oder Gesundheitsbehörden, die „individuelle Ausnahmen“ ermöglichen können, so die KVNO weiter. So könne zum Beispiel eine Verkürzung der Quarantäne oder eine Freitestung in Ausnahmen die Isolierung unterbrechen. Somit wäre dann auch eine Impfung trotz Quarantäneverordnung möglich. (jw)

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