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Chlorgas-Alarm in Iserlohn: Einsatz beendet – rund 350 Anwohner betroffen

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Ein Krankenwagen auf Fahrt.
In Iserlohn wurde in einem Industriegebiet Chlorgas freigesetzt (Symbolbild). © Justin Brosch/IMAGO

In Iserlohn im Märkischen Kreis ist am Freitag Chlorgas in einem Industriebetrieb freigesetzt worden. Dabei wurden zehn Mitarbeiter verletzt.

Iserlohn – Nach dem Austritt von Chlorgas in einem Industriebetrieb im Norden von Iserlohn (Märkischer Kreis) haben die Behörden Entwarnung gegeben. Am frühen Samstagmorgen wurde der Einsatz im Bereich des metallverarbeitenden Betriebs beendet, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Gegen 6.30 Uhr habe die Feuerwehr die Evakuierungsmaßnahmen aufgehoben. Rund 350 Anwohner durften zurück in ihre Wohnungen, berichtete ein Feuerwehrsprecher am Samstag.

Chlorgas-Alarm in Iserlohn: Das ist passiert

In einem Industriebetrieb im Norden von Iserlohn (Märkischer Kreis) war am Freitag Chlorgas ausgetreten. Zehn Mitarbeiter der Firma wurden leicht verletzt und in Krankenhäuser gebracht, wie die Polizei am späten Abend mitteilte.

Ersten Erkenntnissen zufolge kam es aus zunächst unbekannten Gründen zu einer chemischen Reaktion, bei der das Gas freigesetzt wurde. Polizei und Feuerwehr waren gegen 17.30 Uhr aufgrund von „verdächtigen Gerüchen“ im Bereich des metallverarbeitenden Betriebes alarmiert worden. Auch die Warn-App Nina sei ausgelöst worden, hieß es.

Märkischer Kreis: Chlorgas in Iserlohn freigesetzt

Zahlreiche Kräfte der Feuerwehr Iserlohn waren am Freitagabend im Einsatz, auch Vertreter des Amtes für Arbeitsschutz und der Bezirksregierung Arnsberg waren vor Ort. Die Polizei habe die Feuerwehr und das Ordnungsamt bei der Räumung potenziell gefährdeter Bereiche unterstützt. Ersten Erkenntnissen zufolge kam das Chlorgas durch eine Reaktion von Schlämmen und Salzsäure zustande, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die weiteren Ermittlungen zum Geschehen dauerten weiter an. 

Erst kürzlich kam es in Leverkusen im Chempark zu einer Explosion. Dabei war zunächst unklar, ob durch die Explosion gesundheitsgefährdende Stoffe freigesetzt wurden. Das Lanuv sprach nun eine Entwarnung aus. (jaw/dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Dieser Artikel wurde am Sonntag, 15. August, aktualisiert. Neuerung: Einsatz am Samstagmorgen beendet, Behörden geben Entwarnung.

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