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K-Frage in der Union: Armin Laschet und Markus Söder wollen Entscheidung noch in dieser Woche

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Markus Söder (r, CSU), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, steht neben Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (l.) und Markus Söder wollen beide Kanzlerkandidat der Union werden. © Michael Kappeler/dpa

Der Kampf um die K-Frage in der Union geht in die nächste Runde. Am Dienstag haben sowohl Armin Laschet als auch Markus Söder in der Unionsfraktion für sich geworben.

Update vom 13. April, 19:40 Uhr: Auch NRW-Ministerpräsident und CDU-Chef Armin Laschet will jetzt eine schnelle Entscheidung.  „Ich will, dass wir sehr schnell, sehr bald, möglichst in dieser Woche zu einer guten Entscheidung kommen“, sagte Laschet am Dienstagabend nach dem Auftritt mit Söder in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. 

Update vom 13. April, 19:20 Uhr: Unmittelbar nach der Aussprache in der Unionsfraktion hat CSU-Chef Markus Söder eine Entscheidung mit CDU-Chef Armin Laschet über die Unions-Kanzlerkandidatur noch für diese Woche angekündigt. „Man muss das Ergebnis jetzt auch sacken lassen, für jeden einzelnen. Armin und ich haben vereinbart, dass wir uns in dieser Woche auch abschließend dann besprechen werden, wie es weitergehen wird“, sagte Söder am Dienstagabend in Berlin.

Der CSU-Vorsitzende betonte zudem: „Und wir sind beide fest überzeugt, dass wir am Ende zu einem sehr guten Ergebnis kommen werden, das auch die Geschlossenheit herstellen wird und gleichzeitig die besten Wahlchancen bringt.“ (dpa)

Kanzlerkandidat der Union: Laschet und Söder werben in Bundestagsfraktion – fällt nun die Entscheidung?

Erstmeldung vom 13. April, 9:28 Uhr: Berlin – Im Rennen um die Kanzlerkandidatur werden CDU-Chef Armin Laschet und sein Rivale, der CSU-Vorsitzende Markus Söder, am Dienstag gegen 15 Uhr in der Unionsfraktion um Zustimmung werben. Beide hätten sich darauf geeinigt, an der regulären Sitzung der gut 250 Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU teilzunehmen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Parteikreisen. Söder setzt darauf, dass in der Fraktion der Rückhalt für den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten nicht so einhellig ist wie am Montag in den CDU-Parteigremien. Bayerns Ministerpräsident will so das Meinungsbild noch zu seinen Gunsten drehen. Es wurde erwartet, dass sie in Präsenz an der Sitzung teilnehmen.

Kanzlerkandidatur der Union: Söder verweist auf Umfragewerte – Laschet erhält Zustimmung aus NRW

Söder hatte bei Bild live am Montagabend gesagt, für Abgeordnete gehe es um den „Gewinn oder Verlust des Wahlkreises“. Wenn man auf aktuelle Umfragedaten schaue, sehe man, dass früher sichere schwarze Wahlkreise „jetzt grün im Süden, rot im Westen und blau im Osten“ seien. Zu einem Auftritt bei der Fraktionssitzung sagte er: „Wenn der Wunsch besteht, bin ich gerne dort.“ Laschet hatte zuvor mitgeteilt, eine Teilnahme nicht geplant zu haben. Wenn es aber eine Absprache mit Söder gebe, sei er dazu bereit.

Laschet mahnte die Union unterdessen, sich nicht auseinanderdividieren zu lassen. „Ein gutes, faires Miteinander ist gerade jetzt zentral. Ich setzte auf Geschlossenheit“, sagte er nach dpa-Informationen am Montagabend in einer Sitzung der einflussreichen Landesgruppe der CDU-Abgeordneten aus NRW. Teilnehmern zufolge erhielt Laschet dort große Unterstützung für eine Kandidatur. Mehrere Redner hätten ausdrücklich das einhellige Votum der CDU-Spitzengremien für Laschet begrüßt, hieß es. Der Rückhalt in der heimischen Landesgruppe dürfte für Laschet auch angesichts der Nervosität unter den Bundestagsabgeordneten wegen der schlechten Umfragewerte für die Union und für ihn persönlich wichtig sein.

Kanzlerkandidatur der Union: CDU-Chefs gegen Fraktionsbeteiligung

Eine andere, wachsende Gruppe Unionsabgeordneter verlangt die Beteiligung der Fraktion an der Entscheidung. Der schriftlich erhobenen Forderung haben sich inzwischen bereits 70 Abgeordnete beider Parteien angeschlossen, wie das Nachrichtenportal The Pioneer schreibt. Die meisten von ihnen dürften dabei Laschets Rivalen Söder favorisieren.

Der einflussreiche stellvertretende CDU-Bundeschef Volker Bouffier sprach sich aber wie schon Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) dagegen aus. Ein weiteres Gremium müsse nicht befasst werden, sagte er The Pioneer. „Wir haben ja zwei Gremien mit allen, was man dazu braucht. Vorstände, Präsidien, dabei sollte es auch bleiben.“

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak sagte am Montagabend im ZDF-Heute Journal: „Es kommt jetzt nicht auf einen Tag an, aber es wird sehr zügig sein.“ Mit Blick auf die Unterstützung der CDU-Spitzen am Montag für Laschet und Söders Einschränkung vom Sonntag, dass die CDU ihn rufen möge, sagte er, man werde „im Lichte der Entscheidung von heute, auch der Worte von gestern“ darüber entscheiden. Söders Hinweis auf Laschets schwache Umfragewerte wies er zurück. „Umfragen spielen natürlich immer eine Rolle, aber nicht die ausschließliche. Sondern es geht auch noch um andere Fähigkeiten, wenn man später eine Regierung führen will und eine Partei zusammenhalten möchte. Und diese Fähigkeiten bringt Armin Laschet mit.“ (dpa)

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