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Kind (2) ruft Polizei an – die reagiert genial

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Von: Maximilian Gang

Ein Handy, auf dem die Notrufnummer 112 getippt wurde.
Wenn Kinder alleine mit einem Handy gelassen werden, passieren bisweilen skurrile Dinge. So wie jetzt in Krefeld. (Symbolbild) © Simon Adomat/Imago

Ein zwei Jahre alter Junge hat die Notrufnummer der Polizei gewählt. Die Krefelder Polizisten reagieren genial – und unterbreiten ein ungewöhnliches Angebot.

Krefeld – Die Notrufnummer der Polizei trägt ihren Sinn bereits im Namen: Man sollte sie nur im Notfall wählen. Täglich melden sich über die Telefonnummer 110 Menschen, die in ernsthaften Problemen stecken und die Hilfe der Polizei benötigen. Dementsprechend wichtig ist es, dass diese Nummer eben für solche Hilfegesuche frei bleibt. Ein Anrufer bei der Polizei Krefeld in Nordrhein-Westfalen hatte nun zwar keinen Notfall, aber sauer sind die Polizisten trotzdem nicht.

Zweijähriger ruft Notfallnummer: Versehen oder Bewerbung eines zukünftigen Kollegen?

„Lieber Zweijähriger“, so beginnt ein Post auf der Facebook-Seite der Polizei Krefeld. Einer Seite, auf der die Polizisten normalerweise Berichte zu aktuellen Einsätzen posten oder auf Zeugensuche gehen. Doch nach dem Anruf des kleinen Jungen haben die Krefelder Polizisten ein anderes Anliegen: „Also, ganz herzlichen Dank für deinen spontanen Anruf gerade bei unserer Leitstelle“, schreibt die Polizei weiter. „Es könnte natürlich sein, dass du nur mit Papas Smartphone rumgespielt und aus Versehen die 110 gewählt hast“.

Doch auch eine andere Option ziehen die Polizisten scherzhaft in Betracht: Der Kleine könnte auch ein potenzieller Bewerber auf eine Stelle als Polizist sein. Nur eine Sache steht einer Karriere bei der Polizei im Weg: Das Kind geht noch nicht einmal in den Kindergarten, eine Ausbildung kommt somit frühestens in etwa 15 Jahren infrage. Die Chance auf einen zukünftigen Kollegen wollen die Polizisten sich jedoch trotzdem nicht entgehen lassen: „Aber falls du dich beizeiten für einen Job bei uns bewerben wolltest: Ruf uns gern in ein paar Jahren noch mal an. Sagen wir, wenn die ersten Barthaare sprießen? Deal? Liebe Grüße, deine Polizei“, wie die Polizisten schreiben.

Polizei Krefeld: Das Netz liebt die Reaktion der Polizisten

Die Facebook-Nutzer feiern die sympathische Reaktion. Der Post auf ihrer Facebook-Seite wurde bereits über 2100 mal gelikt. Und auch die Kommentarspalte zeigt, dass die Nutzer einen solchen Beitrag zwischen Meldungen zu Straftaten zu schätzen wissen. „Super Reaktion, manch anderer hätte sicher schon den Rechnungsblock gezückt“, schreibt beispielsweise eine Nutzerin. Viele Kommentatoren finden, dass die lustige Rückmeldung zudem „super geschrieben“ ist.

Ein anderer User möchte die Polizei aber nicht mit ihrer Begründung davon kommen lassen und schreibt scherzhaft: „Ich hab aber auch schon Kollegen gesehen, bei denen noch keine Barthaare sprießen. Also ist das ja keine Einstellungsvoraussetzung“. Passend dazu schlägt ein anderer Nutzer vor: „Er könnte doch schon mal vorab ein Praktikum machen“. Und egal wie sich der Junge in der Zukunft entscheidet, eines ist bereits sicher: Wohl noch nie hat ein Kind bereits so früh ein Jobangebot bekommen. Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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