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Kirmes Lüdenscheid: Mann (40) durch Schuss getötet – Ermittlungen dauern an

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Von: Johanna Werning

Polizeibeamte gehen über das Kirmesgelände Hohen Steinert.
Bei der Lüdenscheider Kirmes Steinert gab es am Samstag einen Großeinsatz, ein Mann wurde tödlich verletzt © Markus Klümper/dpa

Auf der Lüdenscheider Kirmes Steinert wurde am Samstag (21. Mai) ein Mann angeschossen – er verstarb später im Krankenhaus. Ein Jugendlicher soll offenbar verantwortlich sein.

Update vom 2. Juni, 13:32 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen auf einer Kirmes in Lüdenscheid am 21. Mai gehen die Ermittlungen in dieser Angelegenheit weiter. Wie Staatsanwaltschaft Hagen und Polizei Hagen in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, wurden am Mittwoch (1. Juni) Ermittlungsmaßnahmen in Lüdenscheid durchgeführt. „Dabei wurden Mantrailing-Hunde eingesetzt. Aufgrund aufgenommener Geruchsspuren mussten Teile der Autobahn A45 und A46 für die Suchmaßnahmen nacheinander abgesperrt werden. Die Ermittlungen der Mordkommission, bei denen die Gebrauchshunde auch weiterhin eingesetzt werden, dauern an“, heißt es weiter.

Kirmes Lüdenscheid: Mann (40) durch Schuss getötet – Haftbefehl gegen 16-Jährigen

Update vom 24. Mai, 19:20 Uhr: Wenige Tage nach dem tödlichen Schuss auf der Kirmes in Lüdenscheid ist ein Jugendlicher wegen des dringenden Verdachts des vorsätzlichen Totschlags in Untersuchungshaft gekommen. Wie die Staatsanwaltschaft Hagen am Dienstag, 24. Mai, mitteilte, habe der Tatverdächtige seinen Wohnsitz in Lüdenscheid. Zum Alter des Verdächtigen machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. Nach dpa-Informationen soll er jedoch 16 Jahre alt sein.

Kirmes Lüdenscheid: Mann (40) durch Schüsse getötet – Verdächtigen festgenommen

Erstmeldung vom 23. Mai 2022: Lüdenscheid – Am Samstag, 21. Mai, kam es bei der Kirmes Steinert 2022 in Lüdenscheid zu einem Großeinsatz der Polizei: Am Kirmeseingang wurden Schüsse abgegeben. Ein 40-Jähriger wurde dabei von einem Projektil getroffen. Er verstarb später im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Das teilen am Sonntag die Staatsanwaltschaft Hagen, die Mordkommission der Polizei Hagen und die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis mit.

Am Abend des 23. Mai kam zudem die Nachricht, dass im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt auf der Kirmes eine männliche Person vom SEK Lüdenscheid festgenommen wurde. „Die Wohnung des Festgenommenen wurde auf Grund eines zuvor durch die Staatsanwaltschaft Hagen erwirkten Beschlusses durchsucht“, so die Behörde.

Lüdenscheid: Nach Streit – Unbekannte schießen um sich

Laut den Ermittlungen kam es am Eröffnungstag gegen 20:30 Uhr auf dem Kirmesgelände Hohe Steinert zunächst zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen „einer südländisch erscheinenden Personengruppe (6 Personen) und einem 16-jährigen Lüdenscheider“, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung.

Etwa 20 Minuten später kam es am Haupteingang der Kirmes erneut zu einem Zusammentreffen: „Als der 16-jährige Lüdenscheider und sein 52-jähriger Erziehungsberechtigter die sechs Personen zur Rede stellen wollten, flüchteten diese in Richtung Hauptstraße über das Gelände der Aral-Tankstelle in das Wohngebiet am Weiten Blick.“ Währenddessen gaben zwei Personen Schüsse aus einer Schreckschusswaffe und aus einer scharfen Schusswaffe ab.

„Die Schüsse wurden sowohl in die Luft abgeben, als auch in die Richtung des nacheilenden 16-Jährigen und des 52-jährigen Vaters. Ein 40-jähriger Gummersbacher, der sich ebenfalls am Ausgang der Kirmes aufhielt, wurde durch ein Projektil getroffen.“ Er verstarb später im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

Lüdenscheid: Kirmes Steinert im Überblick

► Die Steinert Kirmes in Lüdenscheid ist die größte Kirmes im Sauerland (NRW).

► Sie findet von Samstag, 21. Mai, bis Sonntag, 29. Mai 2022, statt.

► Die Adresse lautet Hohe Steinert 2, 58509 Lüdenscheid.

Schüsse bei Kirmes Lüdenscheid: Veranstalter übt Kritik an Behörden

Am Montag, 23. Mai, knapp zwei Tage nach dem schrecklichen Ereignis hat auch der Veranstalter der Steinert Kirmes reagiert. Er sprach den Angehörigen des Verstorbenen seine Anteilnahme aus. Zeitgleich übte die Steinert Kirmes in Lüdenscheid auf Facebook jedoch auch Kritik an den Behörden, da der Kirmes-Veranstalter offenbar nicht über den Vorfall informiert wurde. Die Schausteller zogen nun außerdem Konsequenzen. Demnach wurde nun das Sicherheitspersonal auf der Kirmes aufgestockt. (jw mit ots) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. Dieser Artikel wurde am 23. Mai aktualisiert. Neue Details zu Ermittlungen und Link zur Stellungnahme des Kirmes-Veranstalters eingefügt.

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